Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1894)
- Issue
- 33 (17.8.1894)
- Date
- 1894-08-17
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/6492344-5935089-5962346--2151-5376390- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Ärmste unö vermischte Wachrichten. Kättt. btn 13. August. In dem Berichte über ״die Mit- Heilungen audem Berdaud der Vereine für jüdische Geschichte 1»d Literatur in Deutschland" in Nr 32 bemerkt der Cvrrestnmdent au» ״Berlin" (5. 252), daß der au Milgliedcrzahl stärkste Verein, unter deil dem Verband anaehörigen, der in Berlin mit 280 Mitgliedern sei. Das ist ei» Jrrthum. Leite 4 der .Miltheilungen" steht der hiesige Verein mit 404 (muß heißen -446) Mitgliedern verzeichnet, niithi» ist dieser der überaus größte ist Deutschland. Der Vorstand de« Vereins für jüdische Geschichte Und Literatur i׳> Köln. Rabbiner Dr. Frank, Vorsitzender.*) Vrrtl». Ueber die jüdischen Volksschulen in Preußen be- Achtet die amtliche Statistik: In ganz Preußen waren am SS. Mai 1881 30,38t: jüdische, schulpflichtige Kinder. Es waren . staatlich augestellt 330 jüdische Lehrer und 58 jüdisch« Lehrerinnen. Es wgren vorhanden 244 öffentliche Mische Schulen, mit 307 Klassen. 305 Lehrern und 8518 Schulkindern. Es entfielen hiertu»׳ aus Ostpreußen 0. Westpreußen 21, Berlin 4, Brandenburg 0, Pommern 0, Posen 87, Schlesien 26, Sachsen 0. Schleswig- Holstein 6, Hannover 52, Westfalen 23, Heffen-Rasiau 82, Rhein- Provinz 32, Hohenzollern 3 Schulen. (Bei der letzten amtlichen Statistik im Jahre 1886 waren vorhanden 318 öffentliche jüdische Schulen mit 421 Klaffen, 407 Lehrern und 13,270 Schulkindern). 20,863 Sulkinder besuchten evangelische Schulen. 4327 jüdische Schulkinder besuchten kalholffche Schulen und 5704 jüdische Schulkinder besuchten paritätische Schulen: an den letzteren ivarcn LI jüdische Lehrer angestellt. 3481 jüdisch« Schulkinder wurden in Prioatschule«׳. von 125 jüdischen Lehrern ü»d 15 Lehrerinnen unterrichtet. Berlin. 5. August. Unser Glaubensgenosse, Herr Williain Schön tank, General - Consul der Rupubliken Salvador und Haiti, hat heute da« achtzigste Lebensjahr vollendet. Geboren am 5. August 1814 als Sohn eines jüdischen Kaufmannin Märkijch-Ariedland. hat sich William Schönlank iu Berlin schon längst eine zweite Heimath begründet. Für die Rüstigkeit, deren sich der Achtzigjährige erfreut, spricht wohl am besten die Thal- Wche. daß er unlängst die Reis« nach Stockholm zur Theilnahme «a Amerikanisten - Eongreß angetrete» hat. Sr ist der regste Förderer aller wiffenschastltcheu Bestrebungen aus dem Gebiete der Statur-, Erd- und Völkerkunde. Das Museum für Völkerkunde, der Zoologische Garten und mancheandere Institut haben von ihm schon seit Jahren fortgesetzt wetthvolle Zuwendungen erhalte». Er. der Ruhtakademiker, der in des Wortes wahrster Bedeutung <iu ,,•eil made man“ ist, wurde noch jüngst vom Kaiser neben Mrchow. Bastian uud anderen hervorragenden Gelehrten in die Smhverständigeit-Lommission des Museums für Völkerkunde beüifra. Mit den vornehmste״ Forschern und Reisenden insbesondere mit Rvrdenskjöld, dem kühne» Palarreisenden, verchioden ihn enge frrundschastliche Bezehunjaen. ׳ . In Gharlatteadurg starb am 25. v. M. nach längerem Leiden cDr. «ed. Eohusteiu, vormals Dozent für Frauenheilkunde.!841 zu Gnese» in der Provinz Posen geboren, bezog Isidor Eohnstein. aus dem Gymnasium zu Posen vvrgedildot, 1860 die Üeiiverfilät Berlin, um hier Medizin zu studiren. 1862 gewann ar mit einer Arbeit über den MuskektonuS der Preis der Berliner medizinischen Fakultät. 1868 hadilitirt« er sich bei der Berliner Uuiversität für GedurtShitse und Gynäkologie. 187? siedelte er ,nach Heidelberg über, wo er gleichfalls znm Lehrkörper der hiniverMt Zugang fand. Während der letzteg Jahre hatte Lohnstein seinen Wohnsitz in Lhartottenburg. Er veröffentlichte mehrere iLehrtiäch« über Geburtshilfe und Frauei,Heilkunde, die mehrfach neu aufgelegt worden find. ««imhetm, 4. August. Wegen Beleidigung de» Reichstag«- ״abgeordueten Licbermann von Sonnenderg wurde heute der ver- -ammwrttiche Redakteur der״BolkSstimm«" zu einer Geldstrafe von '60 Mt. vrrurtheilt. Jncriminirl war der Abdruck de» Aufruf» ״ei»e- Wiesbadener Geschäftsmannes. der im vergangenen Winter -anläßlich einebevorstehenden Vortrages degenannten Bbgevrdneten. die dortigen Geschäftsinhaber, die vor 25 Jahren von «arm Hauptmaiu, Liedermann von Sonnenberg geschädigt war-!*ca sin», aufforderte, i.> der Bersainmlung zu erscheine». Die ״«eisten Blätter hatten zur Zeit diesen Aufliff in der auf einer rutr-r—*־••ד**—- :111 ..׳, *) Dt» ,MlNbeUiugen" enchaltea auch lauft «auch« Ungevauigkril, .-ch> A•* tauch «tter,«a^churg"Me in öffentlicher «mjmnmluuggchasieneu (ctun Vorträge mit de» i« engen Kreise der Neseiuämirgludrr vorgetragenen Auff ätzen nicht besonder» markirt. Berwechselung des HauptmannS Alfred Liebermann von So»- nenberg mit dem Prem.-Lieutenant a. D. Abg. Max Liebermann von Sonnenberg beruht, in einer geforderte» ״Berichtigung" als »»wahr erklärt, dennoch ging der Letztere nachträglich gegen eine Anzahl Blätter mit einer Privatklage wegen Beleidigung vor. Fraakkurt a. W. Die Stiftung des Freiherr» Amschel Mayer v. Rothschild zur Ausstattung ״»bemittelter israelitischer Jung flauen in Franksuri a. M. hat auch in diesem Jahre wieder 6000 Gulden (Mk. 10,285.71) als Heirathsgut an eine unbemittelte und unbescholtene Jungflau, Bürgcrstochler au» der hiestgen iSralitischen Gemeinde. zu vergeben. Bewerberinnen dürfen nicht jniiger 17 und nicht älter als 36 Jahre sein: unter mehreren, nach den näheren Bestimmungen des StistungsbrieseS gleichberechtigte» Angcmeldeten entscheidet eine Verloosung am 14. Oktober. Anmeldungen nimmt bis zu>n 24. Septempcr Herr I. I. Schwarzschild tLirchnerstroßc 3) bei dem auch AiiinelduiigS sormulare zu habe» sind. Petersburg. Einige Mitglieder der Rabbiner-Commission, die vor Kurzem in Petersburg getagt hat. haben an den Minister der BolkSausklärung, Deljanow, ein Gesuch gerichtet: 1״. di« Zahl der jüdische» Elementarschulen zu erwesiern, 2. den Juden den Eintritt in die Volks- und Realschulen zu erleichtern, 3: ein speziell Mische» ReligivnS-Lehrerseminar zu errichten." — Wie verlautet, hat daS Gesuch Aussicht aus Berücksichtigung. In Japan existtrt nur eine einzige jüdische Gemeinde in der Hafenstadt Nagasaki, die aus englischen, amerikanischen, holländischen, deutschen, österreichischen rc. Einigrante» besteht und die nuch eine Synagnge und einen besondere» Friedhof besitzt. Kleinere jüd. Ansiebeluagen giebt eS dann noch in den Hafenstädten Kobe und Yokohama und in der Residenzstadt Ueddo (Tokio). Wa» China anbelangt, so befinden sich in dessen Hauptstadt Peking, in der keine Fremden geduldet werden, gar keine ausländische» Juden. Dagegen giebt e» in Tien-tzin, der Hafenstadt Pekings, schon eine aiisehnliche Cvlonie ausländischer Juden. Dann giebt e» üi der Haflustadt Schang-Hai und auf der zu England 8" - - . - ton, Futschbu und Amoy giebt es gleichfalls kleinere jüd. Ansiedelungen. Im Königreich? Korea, um da» der Krieg zwischen Japan und China entbrannt ist, befinden sich gar keine Jude». IN6IRÄTE. KeftMMrackwmi » f » I »• Anfertigung aHer Ptanwatan Oaeaeatte»»• Commnndit-Gesellschatt 47, Zedl 47, FRANKFURT A. ML Anfertigung von Paroch»a.-Sefermänteln in Pelache von M. 35 an^ Sehulehandecken. in echter SH Geld- ( /'0/ *־ע-״־־״ .tlckerei.XoV' ®TOr. A. ÜLÜM« & C0. Berlin NW., Cahrlnstr. 13 Wir offeriren unsere ärztlich empfohlenen und von hervorraue« den Chemikern analysierten Ungarischen Sanitätsand Dessertweine für deren Güte n. Naturreinheit wir Garantie übernehmen, sowie nnsera Md כשר Bad Pyrmont כשר 6 Mathias Rötel L R. Vorsügl. Pension n. Restaurant , ^l^irSaa a, Neu eingerichtet: Nit. Wad. (522 Ostende [604 Hotel Reinsberg כשך Boataaroot. Aaaaicht aufa Mwr. Botel •raten Rothvein für Diabetiker, Magen- und Darmleidende zu biWgen Preisen. Geflögelmastanstaltlu:" כשר ochpriiuu rviuee gut ausKobratenet laasfett liefert in Dosen ä 1« Fluad per 10,80 Mark co per Nachnahme. Adelt wnaaleia in Mako (Ungarn), aaaader Comitat — Zwiebelexport- :k hie*. Um. Obembbinat. -j.j-d; 1,1> V׳a. u. 1