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Israelitische Wochenschrift · 1894-08-10 · 32 (10.8.1894) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
25 (1894)
Issue
32 (10.8.1894)
Date
1894-08-10
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Nr. 32 . . 'Magdeburg, JÖ. August {8%. . XXV. Zahrg eine allgemeine Zeitung des Zudenthums. *2״i- . k»Vc:r»«tnr ^üOt»Gnr1r«r»1 «j! zwei Beilage» (..PUnriUenbUitt" »ntz _L4tteret*rbU*“, »»tz kotzet bei alle» Hatz, uttrrii and Vnchbandlanaen, «sch direkt bei der Expeduian. ülr«! tzH»rßc viertrljLhrlich. «Aach de« Nasiand» IS Mark Ehrlich.) Dir «adgade etzae ^öltterntnrdlaLN —nur darch die Mt -a de-tehe« — kostet 8F5 lUrk. '1 <e Binnl*fr. kostet 26 Pt«. * k^erausgegeben von Rabbiner Or. M. sstshmer in Magdeburg. jlt W«trfp<il, Script mt Frieden t ’s'* InMrate für die »Igraelttllche Wochenfchriflwie für da« ״Jüdische.Litte'ratardUitf. die vieegespaltene Petitzeile oder deren Raum 85 Pfe., find entweder durch die Annoncen- Expeditionen ^oder — fall« «an selbst aaf Rabatt Anspruch «acht. — gleaet ein«u« senden an: Via Expedition der ״I*roeL Wochenschrift** in Magdeburg. :* t Hl n h a -1 t: ■•* Eeldend« Artikel« Leopold Zunz. — Typisch. 'Bon De. Khj. lipp Srener - Berlin. -׳Die Jude» in Bulgarien, 11 Bon I)r. M. G r ü » w a l d - Bulgarien. AerUtzi« ««d! Deutschland. Magdeburg. -Derliu Berlin. Bom Rhein. Au« Obeischlesien. Münster.' Lol- * derg. Labischau. Kempen. Bayreuth: Leer. * ׳ Orft.erreich-UngarnrLemberg -- Frankreich: Pari«.— Ruß- , l and:. Petersburg. Petersburg. Petersburg. OaeMlsch«« «»» 7l»«tze4echt«», Halle a. S. Sönigberg. Hassel. Lschwege. Stuttgart. Karlsruhe. Borkum. A»srr«t«. _' Nechdr»«! «uS diese« Blatte «hur LuelleNangadc untersagt. Wochen- August 1894 Uw. 5654 Halknder. Sonnabend . '. H ' 9 8,32) דברים) Sohab.C'hnsaiin. Sonntag . . . 12 10 Tiach’o VO». Montag .. Ist 11 Dienstag . . . 14 12 Mitt»»ch . . . - 15 13 Donnerstag . . 16 14 Freitag. . . . 17 15 Clisniischo oaaor. ׳'...׳ Leopold Zunz. .׳ -י K:« #cNrni x». A»g>|« IW. ff' - ' . ' ." '—“'י‘־ . ' y Hundert Jahre sind seit der Geburt dieses Altmeisters jüdischer Wissenschaft verflossen, den bei weitem größten Aheil ^,dieses'Jahrhunderts hat er.in ftischer Schaffenskraft, wenn [> «uch.nicht immer, in ftischer Schaffenslust, durchlebt, denn? erst seit acht Jahre» hat sich -das Grab über ihn geschlossen. |,? ■ Bei»! Heran nahen dieses Gedenktagedrängt sich der gewaltige Inhalt der gelehrten Arbeit dieses Mannes Jedem, I der mit jüdischer Wissenschaft irgendwie vertraut ist,.vor die 1' ׳Seele und es erhebt sich der Wunsch der jüdischen Gemeinschaft, eS in kargen Zügen zu veranschaulichen, waS^Zunz' geleistet hat. Denn wenn , wir verehren solle», so darf der Gegenstand l »nserer Verehrung kein leerer Name sein, dem Worte ,Rose" £ können wir. keine Bewunderung'zollen, diese spenden wir nur £ der. Pracht - und dem Duft der Rose; so müssen wir die \ geistige Arbxit des Mannes 8e», Bolke nähere bongen, wenn eS sich für den Mann begeistern soll. Das ,ist bei Zunz so leicht nicht. Steinschneider 'erzählt einmal, 'er habe esaus dem eigenen Munde deS?-Meistergehört, -daß dieser eine Geschichte der Inden habe schreiben wyllen, aber da fti ihm Io st zuvorgekominen, Wer'S ^glaubt, der. zahlt einen Thal«. Entweder hat Steinschneider Leopold Zunz liiißverstanden.' oder Zunz, der doch, für Humor eine gute Anlage hatte, hckt dem sonst so gelehtten Mann WoaS dusgebundeu, natürlich nicht au- Leichtfertigkeit; sondern w«D ein. nur gekehrter WannALes Aaubv kann, wenn man es in trockenem Tone und mit ruhiger Mine ihm vorträgt. Steinschneider kennt zweffellos jede Zeile, die Zunz geschrieben hat, aber er kennt ZUnz nicht, wenn ex, und sei es auch Zunzen selbst, so etwas nacherzählt .Ihm hätte das rasch zusammengeschriebene, vielbändige, tendenziöse Werk eines I o st so imponiren sollen, daß er zurüktrat! Niemand durfte die Arbeit Jost'S so streng verurtheilen als Zunz, und sicherlich hat er' ihn nicht geschont. Die' wenig gelungene Arbeit des Andern wäre ׳führ ihn höchstens «in Antrieb gewesen, eS besser zu machen. Was Zunz gu der allerdings beklagenswerthen Zurück- Haltung veranlaßte, eine Geschichte der Juden nicht zu schreiben, das war die keusche Scheu vor jedem wissenschaftlichen Wagniß, das war £if hohe Ehrfurcht vor der geschichtlichen Wahrheit 'daß er davor zurückschreckte, mit Hypothesen die Lücken der Erkenntniß agszufüllen, daß war die Ueberzeugung, daß erst noch die Bausteine herbeigeschafft, daß erst noch die Fundamente gelegt werden niüssen, um dann später den großen Bau aufzurichtrn, um die Geschichte der Juden zu schreiben. - Vielleicht hat auch aus diesem Gebiete derjenige mehr Recht, dsc sich nach'dem Spruche richtet: »Frisch gen>agt ist halb gewonnen". Aber einem Zunz lag nicht viel an solchem halben Gewinnen, er strebte nach den höchsten Zielen, er wollte lieber groß im Kleinen, als klein oder auch nur mittelmäßig'im Großen sein, er. war ein Man» deS sorgfältigsn AbwägeuS; eine Thatsache, sorgfältig eruitt, ein Baustein, sauber und untadelig gearbeittt, war chm mehr als ein MKs EtzbLudr «ft schwapkrm smoi

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