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Israelitische Wochenschrift · 1894-08-03 · 31 (3.8.1894) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
25 (1894)
Issue
31 (3.8.1894)
Date
1894-08-03
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Nr 31. Magdeburg, 3. August {894- XXV. Iahrg. eine allgemeine Zeitung des Zudenthums. tf .9J%■ Erscheint wöchentlich mit zwei Beilagen (״Tamilieablatt“ und ״li^teratarblatt“; und kostet bei allen Post- Lmtern and Buchbaudlunaen, auch direkt bei der Expedition, clrel kinsric vierteljährlich. (Noch dem Auslände IS Mark jährlich.) Die Ausgabe s-ne «Litteratrrrblatf — nur durch die re«t zu beziehen — kostet £,26 Mark. Ile Ei&sel-lVr. kostet £5 Ptg. 4י־ ßcrauSLjCijcbm von Rabbiner Dr. W. Kahmer in Magdeburg. FS» Wahrheit, Recht ttnb Frieden! £ ■*a* Inserste für die «Israelitische Wochenschrift* wie für das «Jüdische Litteraturblatt", die viergespaltene Petitzeile oder deren Raum 26 Pfg., sind entweder durch die Annoncen- Expeditionen oder — falls man selbst ans Rabatt Anspruch macht — dienet einzusenden an: Die ]Expedition der ״Israel. Wochenschrift" in Magdeburg. Inhalt: Leitettd« Artikel r Da« Duell Mühlfeldrr - Braue. Bon Dr. Singrr-Coblenz. IN. (Schluß.) — Beichicbtsfälfcher. Bon Dr. Philipp Sroner - Berlin. — Die Jude» in Bul- ' garien. I. Bon Dr. M. Grünwald-Bulgarien. Nreich«« and Lorreipontenie«! Deutschland: Magdeburg.. Berlin. Köln. Krotofchin. Aus Sachsen. Lippstadt i. Wests. . Zinau. Lest erreich.Ungarn: Aus Ungarn. , Ver»»is«ht« ««p neaefte Nacheichte»» r Magdeburg. Berlin. Berlin. Berlin. Hannover. )aserat«._ Nachdruck aus diesem Blatte ohne Quellenangabe untersagt. Wochen- August 1894 »W. 5654 Malender. Sonnabend . . 4 2 8,48) מכות ומסעי) Perek ll. Sonntag . . . & 3 Montag . . . 6 4 Dienstag . . . 7 5 Mittwoch . . . 8 6 Doanerftag . . 9 7 Kreitag. . . . 10 8 Tts?1kS Willfrlirr-Sriir. - . Bon Dr. Singer-Eoblenz. HI- (Schluß.) 1 ״Ein Blick in die Geschichte der jüdischm Nation wirkt gerade' nach dieser Richtung — nämlich das Mittelalter und seine Gesetzgebung .von der auf ihnen, lastenden Schuld, so manche unliebsame Erscheinungen in der Erwerbsthätigkeit der Silben gewaltsam gezüchtet zu haben, zu entlasten — sehr aufklärend, wenn er mit unbefangenem, vorurtheilsfteiem Geiste gethan wird.“ Wir bedauern die Gemeinde, welche Herr Dr. Graue vor 13 Jahren pastorirtc, um ihren damaligen Pfarrer mit dem befangenen, vorurtheilsvollen Blick für die Geschichte. Ein solcher Pfarrer dürfte eigentlich einer Gemeinde gar üicht zugemuthet werden. Der Herr Oberpfarrcr ist aber auch sehr schwer zu be» friedigen; die Thatsache, daß Israel Jahrhunderte lang mit Ackerbau sich beschäftigt hat, läßt ihn nicht darauf schließen, daß es zu dieser Beschäftigung ursprünglich eine besondere Neigung verspürte, trotzdem das Land, welches es zu dieser Befchäftigung zwang, von Israel doch erst erkämpft׳werden mußte. Wenn'Israel für Handelsgeschäfte mehr inclinirte, so lehrt uns'der gewöhnliche Menschenverstand, konnte es doch' feine kriegerischen Operationen einer für diesen Zweig günstigeren Gegend zuwenden. ׳ Nun haben abtr namhafte christliche Gelehrte, welche Kenner des Talmuds find, diesen gerechtfertigt und dessen Eitttreten für productive Thätigkeiten hcrvorgchoben. Das widerstrebt Herrn Dr..Graue, und hat «׳sich etwa iuQpellenstudien vertieft, um die Haltlosigkeit jener Beweisführung zu erforschen? Gott bewahre! Ueber solche wissenschaftliche Abc׳ Pflichten ist der Herr Oberpfarrer erhaben, er fertigt die Besserwissenden mit dem Rekenntniß ab, daß er zwar vom Inhalt des Talmuds aus eigener Erfahrung nichts weiß, aber: ,Es giebt unter den christlichen Theologen wenige Talmudforscher und noch weniger solche, welche den Talmud, der nicht einmal allen jüdischen (sie!) Rabbinern seinem ganzen Inhalte nach bekannt sein dürfte, wirkich kennen. Ich stütze mich auf diese (welche?), ohne dabei, wo ich eines ihrer Urtheile nicht für begründet halte, mit meiner Ansicht zurückzuhalten." Soviel über die gründliche wissenschaftliche Mechode des Herrn Ober- Pfarrers! Das Wort Gojim macht dem Herrn Oberpfarrer Pein; da ich ihm einige Kenntnisse in der hebräischen Sprache, trotzdem er den Psalm 1b nicht kennt und würdigt, zutraueu muß, so erlaube ich mir, ihn auf folgend« Stellen in der Bibel hinzuweisen: Gen. 3b, 11 werden die Nachkommen Abrahams Gosim (Völker) genannt; in Deut. 4, 34 wird diese Bezeichnung wie auf Israel gleichmäßig auch aus jedes Volk angewandt, und wenn er die kleine Mühe nicht scheut, kann er sich vom Buxtorf über zahllose Stellen belehren lassen, welche die Bedeutung der Worte Gci und Gojim in unzweifelhafter Weise darthun. Die Erklärung von Akum für polycheislische Bilderanbeter läßt Graue zuerst nicht gelten; in dje Enge getrieben, hilft er sich mit dem Jongleurstückchen.auS der Klemme, daß die Juden. von Alters her in den Lhristen polytheistische Bilderqnbeter zu sehen geneigt sind. Wenn Herr Dr. Graue» nachdem ^Sin diesem Punkte

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