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Israelitische Wochenschrift · 1894-06-22 · 25 (22.6.1894) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
25 (1894)
Issue
25 (22.6.1894)
Date
1894-06-22
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Nr. 25. r, י ^Rgwfffch׳■־ r> וי»:!1 ן«ד7וז׳#*'י Magdeburg, '22. Juni (§94• XXV. Jahrg. l. eine allgemeine Zeitung des ZudenthuMs. &±1!T *»"ג Erscheint wöchentlich «t» ן־ m ♦ 1 Veilage» (,^FaaiüiMkbUtt*4 ■üb MUttir*UfbUttw) ■Nb kostet bei alle» Post- »MterR ■■b Vuchba«dlNNßen, auch Ureft bd brr Diprbition, drei Merk bierteljährltch. (Km des «ubUNbr 15 «ad Ittrlich.) Dir ttitostr o^ar *UltteratMrblatt* י-nur btrdi tzt» r*Ml za beziehe■ — kostet 2,26 ■srk. ץ . tk Liaeal Sr. lostet 26 Pt». t- S- ׳ -yft t)frausgegeben von Rabbiner Dr. W. Pshmer in Dsogdeburg. ,fl« Wahrheit, Aeeht unb Frieden! Inserste für bie »Israritttsche »acheNschrif,- »ir für ba4 ^Jüdische Litteratardlart-. bie vter-espalteae Petir-ette ober bare■ NaNN 26 Pitz.. fiab eaNoeber durch Hie V«MH(tR< SryedMonr■ aber — fall» man fetbst asf «adatt »alPrach macht —. Mrset eisH■- tenbr■ «■: Di• L»pOÜiti0N ückr ״lsr**l• W»cfeMM0krülM ia X1|drbnr|. ־זי» *m EMMS, Wochen- Juni >894 vitoau. 6354. Sonnabend . . 23 19 Somnag . . . 24 20 Montag > . . . 2.5 21 Dienstag . . . 2« 22 Mittwoch . . . 27 23 Donnerstag . . 28 24 Freitag. . . . 2» 26 - nhall: ■reife 11 Zur Verständigung! Lin offene» Wort von . einem christlichen Proleffor! Unvorsichligkeilen. Beleuchte» d»u Dr, Giuger-Loblenz. Warum haß» Stöcker die Reformin denk Beantwortet von Dr. Singer Loblenz. - i verfehle tftt» Lorrefzioiebenjen, Deutschland: Magdeburg. Breslau. Berlin. Berlin. Mm. Diez a. d. L. Allenstein. Bingen. Oesterreich,Ungarn: Wien. Wien. Rnhlandt Hellingsor« VenWisechee MiH memefte rrnechriche««» Berlin Berlin. Danzig. Eöln. Leipzig, Festeilberg. Rawitsch. Frankfurt a. M. Frankfurt a. M. Pari«. Nom. W!al»nder. 9,37) PereklL) בהעייותך Abonnements Einladung. . j Jjj^■ Diese!UlMMee ist bi« «•rlelite in. Mefe«• (Qm«reale. ■Hr erfaech»» •mfere geehrte« Abanieente« da» WewuMenl auf da» dtltte QltdttCll b«l4|«• 111111•! erKraerujN «eien, damit i« der -usendung keine tirterkreekl■! eintrete. Die CfreM(i»11> , WallMr NltaiMM’• »nähhandinng i« Maibebari. Hur Verständigung! Ein offenes Wort von einem christlichen Professor!*) L Die Judenfragc ist schon so oft im gegnerischen Sinne behandelt worden, daß eS wohl gerecht erscheinen dürfte, 1 wenigstens den Versuch anzustellen, ihr eine günstigere Seite abzagewinnen und Stimmungen entgegenzutreten, welche in aufgeregten Zeiten viel Unheil schaffen und den sogenannten Antisemiten und Schürmeistern der Leidenschaft den Bonvurf - der Unverantwortlichkeit und Unchristlichkrit eintragen müssen. Fortgesetzte Hetzereien haben im deutsche« Publikum ‘ eine Stimmung gegen die Juden gezeitigt, welche unser ewig 'unvergeßlicher Kaiser Friedrich eine ,Schmach für Deutschland" nannte, uod welche —■ trotz dieser Brandmarkung •— der jüdischen' Gemeiuschdft Schdden bringt und sie mittenj in der Gesellschaft isoUrt. Einen solchen Zustand nach Kräften ,emzudämmen und eine Geselligkeit wieder anzubahnen, welche nach beiden Seiten hin Segen stifte« und unS Christen zur vollen Ehre gereichen würde, dienen diese Zeilen, welch« zur weitesten Verbreitung der Aufmerksamkeit der deutschen Presse angelegentlichst empfohlen sein mögen. Die Jude» sind — um unser Hazzptargument sofort und zuerst einzuführen — ein Kapital schaffendes,, Kapital erhaltendes und vermehrendes Element. Und wenn wir be» denken, daß Deutschland und auch Rußland arme Länder sind im Vergleich zu Frankreich, England und Amerika» Wohlhabenheit aber fast ganz allein in Handel und Wandel entscheide! und große Unternehmungen zuläßt, so tritt, unS das jüdische Element als ein Segen bringendes und förderndes entgegen, und wir schneiden uns in Deutschland und auch in Rußland in unser eigenes Fleisch, wenn wir diesem schaffenden, emsigen Elemente zu nahe treten. Erfolg kann eS unS Christen nur allein bringen, wenn wir den guten Wirth im Jude» kopieren, sein nüchterne» Wesen in nüchternen Fragen uns zum Beispiel nehmen, in unserer »un einmal materiell angelegten Zeit daS Materielle neben de«' Idealen gründlich pflegen lernen. Da» Materielle, da» wirklich Vorhandene hat im Juden einen emsigen Pfleger und Vertreter. Darauf ruht ober der Bestand im Leben, eS ist der Untergrund, ohne welchen kein Gedeihen, keine-Zukunft sich denken läßt. Der Erwerbssinn und das Festhalten,kS Erworbene«, tue zwei Vorbedingungen zm Mehrung des ׳Kapitals, find deqz Anden in. hervorragender Weise zu eigen, und es wäre .eine Setbfttäüjchliug, wollten wir in unjery anspruchsvollen . *) Der Hochgefchckhke Berfasser, der uv» dev obigen Artiiel schon ״er'längerer.Mil zur Veröffentlichung übersandte, «dchtsti» stipeiyDe- :stinideohrit »orläuffg nicht genannt se« —; wir respektiijeek soivm rn Zeit die Macht »tß Kapitols nuter-

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