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Israelitische Wochenschrift · 1894-06-15 · 24 (15.6.1894) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
25 (1894)
Issue
24 (15.6.1894)
Date
1894-06-15
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Älagdeburg, ^5. Juni {8% .r Jahrg. eine allgemeine Zeitung des Zudenthums. Srsekalnt PvüatHantll«^ «it Jtoft Vet lagen ..^a»ill»odlatf und 1rUtt«>Mrkl4UH! »nd toflrt M allen Post tatet*! ■nt Buchstandlunaen, feer Lxvedition. drei Mark auch birrtt bei ark »imfljdtrrlicb. ׳Nach dem Aalllaade IS Mars jährlich.) Die »hne »Littatatarblatt*׳ — nur barch MifNta ktzkhe» - tostet P^stst Hark. L Die Liaaal.Ne. kostet Pst Ptg. t^ranzgkgeben von Rabbiner Dr. M Pahmer in Magdeburg. M-l- FNv tUdfi uni ,fri*6«1t! י#^י׳ Ina« rata für die ^Iüraelittsche Vochenfchrif»4' wie für da» ^Jüdische Litteraturblatf. die viergdpalteue Petitzeile oder deren Rau« Pst Pta., sind entweder durch die Annoncen« Exnedinonen oder — fall« «an selbst auf Rabatt Anspruch «acht — diese t ein-»- senden an: Via Kspeditica d«r ״l«raaL Wochenschrift*4 ta Magdeburg. ‘ f n (ן ä 11: tlittuit SrtUcfi Line dringend« Pflicht der Gemeindevorstinde. — ’ Kirchlich-sociale Longreffe. Bo» 8 J. — Rabbiner in Bolksoersammlungen. Bon 8. VLrietzt« «xd L»rrei»»xd«xje«I Deutschland: Magdeburg. Magdeburg. Magdeburg. Berlin. Berlin.- Berlin. Berlin. Ulm. Eobl-nz. Lüneburg. Baden. ׳Mainz. Lest«׳reich-Ungarn: Neutra. Frankreich: Pari«. V«v«is«Ht««»«b ««»«kt« Nnehvietzee«« Magdeburg. Berlin. Düffel- -dorf. Brrent. Sondershaufen. Myslowiy. Kattowiy. Stuttgart. Petersburg. Inserate. — Briefkasten. Wochen- Juni 1884 Aiwa». 5654 Ualknder. Sonnabend . . 16 12 *M (9,35) Perekl. Sonntag . 17 13 Montag . . . 18 14 Dienstag . . . 19 15 Mittwoch . . . 20 16 Donnerstag . . 21 17 Freit-,.... 22 18 Sink öringknök Vflicht örr Hemeindk- Gorständr. ' Wir erhielten vor einigen Wochen von einem tapfern jüdischen Soldaten, der den dänischen Feldzug 1864 mitgemacht uud beim Sturm auf die Düppler Schanzen sich ausgezeichnet hatte, den nachfolgenden Brief: ,Hochgeehrter Herr Rabbiner! Bön einem Freunde wird mir eine Nummer der ,Staatsbürger-Zeitung* überbracht, in welcher ich folgendes Inserat eines HauptmannS a. D. v. Schirp*) finde, aus dem hervor« geht, daß derselbe in einem Prozeß, in welchem cs sich um . Beleidigung der jüdischen Soldaten handelt,** > als Zeuge oder Sachverständiger vernommen werden soll und nun zur Begründung jener Behauptungen Material sammelt. Das betr. Inserat mit der Ueberschriit ,Ergebene Bitte* lautet wie folgt: i ״Fn nächster Zeit soll ich ein zeugeneidliche« Urtheil über die Eigenschaften der Juden als Soldaten abgeben. Zur Bervollständignng meines Materials in dieser Beziehung er» suche ich alle nichtjüdischen Herren, welche Gelegenheit, namentlich in den Feldzügen, gehabt haben, in dieser Beziehung Beobachtungen zu machen, mir diese, wenn auch nur kurzer Hand auf Postkarte, mitzutheilen. Die Angaben werden auf Verlangen discret gehalten. Besonderen Werth lege ich •) Der Herr heißt eigentlich — wie sich bei einer hier gegen ihn eichobenen «ntlage und erfolgte« verurtheilung ergeben hat — Alexander Schröder, genannt von Schirp. **) L» handelt sich nm die AnNage des Redakteur« eines Blatte«, in welchem den Jude« vorgeworsen wurde! sie schändeten die Front '׳und da« Heer. Lr will dafür den Beweis der Wahrheit antreten! darauf, zu constatiren, ob die Juden auffallend viel zu solchen Commaudo's herangezogen find oder sich gemeldet haben, welch« ihnen bei Gefechten rc. da» Zurückbleiben ermöglichten: andererseits auch, wo sich Juden in gutem Sinne ausgezeichnet haben. Deutschen: Gruß und Dank im Voraus!" Ich sende nun Ew. Ehnvürden anbei ein Buch:,P r eu ß i s ch e Kriegsthaten 1864.* Herausgegeben von Theodor von Pelchrzim (Stettin 1864). Tie darin' mitgetheilten Episoden sind aus amtlichen Berichten zusammengesteUt und unbedingt glaubwürdig. Jedes Regimcntscommando hat diese Berichte selbst der Behörde eingercicht und find solche nicht wegzuleugncn, und da man damals (1864) in dem Juden einen ebenbürtigen Soldaten sah, so nahm man keinen Anstand, das religiöse Bekcnntniß des sich Auszeichnendeil mitanzugeben. Um so wunderbarer aber ist es, daß sich damals bei einem Regimente (dem 18.) an einem einzigen Tage drei Juden derartig auszeichneten, daß man ihre Namen als besonders tapfer hervorhob. Sollte dies bei anderen Regimentern nicht ebenso gewesen sein? Sollte nicht ein Ausruf in den jüd. Blättern, eine Aufforderung an die Vorstände der iSr. Gemeinden dies feststellen lassen? Wohl lohnte es sich, Material zu sammeln, damit spätere Generattonen Mittel zur Abwehr hätten. Doch zur Sache. Die aus Seite 72, 74 und 88 dcS genannten Buches ihrer Tapferkeit wegen rühmlich hervorgehobenen Soldaten waren Juden; alle drei haben sich beim. Sturm aus die Düppeler Schanzen ausgezeichnet״

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