Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1894)
- Issue
- 22 (1.6.1894)
- Date
- 1894-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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XXV. Jahrg. Magdeburg, t jum WH. eine allgemeine Zeitung des Zudenthums. Enchelnt wöchentlich Mit zwei Bei lagen (^*aili«nl>UttM und ״H Hei f rW*tt“) und knftet bei aüe« Post- Tmter» und Vuchdaudluugrn, auch dtrev bei der Erpeditio». ckeel «uetc oierteljährNch. mSTוי■ •«link 15 *wtt ttklich.) Hit •nlprtt 0bat »£llt«t«»«rH«tr - ■at ksr4 Mi Paal ן■ kziik« — 11#rt 2,86 tLuk. Btt BnMr. bfrl M Pt«. jjm [<*> *rr fjeran»gejjfc«t von Rabbiner Dr. Ul. Kahmer in Magdeburg. ,{4r »echt «»» ,frt*»«. 31יי־ §®״r InMrat• ■it Bi k» 8Ht1t«t»1II«1t*, Mi «ittjifaaltiat PinqiUi •kt kna I■« •0 Pf*., Hub tntlkkt batch Mi Inaoacta« »piMli••(» •kt —!«11» n« (tft* •ns »abatt »״Iptnch Mtcht — •IrMt!>»,»» («nkn «n: Di■ •xpadition dar JmnaL Wochantßthrift*‘ im Ma«4abarg. יי־ ■)■)..'1'.»!|-■—■ »g- I .. —•- ■J.H1-WI!?.. . ■- ■=--■ ־-L■ Inhalt: tritt*»« XMttili Profegor Lombroso über den Antisemiti-mu«. — Bericht über di« SS. I<chre«-Versommlung der Jlraelltischen Lehrer Rheinland« und Westfalen«. SirMrif **» <kwtr«»tWM»> Deutschland: Magdeburg. Berlin. Berlin. Gleiwitz. Hannover, «dniglberg. Eisenach. Stuttgart. Oesterreich-Ungarn: Wien. Wien. Rumünien: Briareft. B»«b»is«bri mm» memest« N««ch».t Magdeburg. Berlin. Berlin. Koblenz. Einbeck. Ansbach. Mm. Pari». Rom. Petersburg. Jerusalem. Inserate. Briefkasten. f Bfrjftr gnlnfi Urr )n 91üfr1id§11§. Lombroso gehört nicht zu den Geistern, die auf der gebahnte» Heerstraße wandeln; er liebt eS auf selbstgebahntem Stege vorwärtSzuschreitm; er verirrt sich nicht selten, aber auch seine Jrrthümer »och sind lehrreich und man kann auf cha dar alt« Wort auwendeu ,ich will lieber mit Lombroso irren, als mit Anderen die Wahrheit erkennen". So ist daS Buch Lombroso's, dain deutscher Uebcrsetzung de» Dr. Kurella bei Wiegand in Leipzig erschienen ist, Jedem zu empfehlen, der sich über dies« breunende TageSfrage — wir Jude» spüren die» Brennen in jedem Moment — orienriren will. Lombroso fteikich kennt nur italienische Juden: er urthrilt über russische, über deutsche Jude» vom Hörensagen; er ist keine Autorität, aus die wir uns verlassest-könuen; er hat auch kein besonderes Wohlwollen für die Judcn, denn er ist überhaupt kein Freund der alten Religionen, und da er sich zu dem Grundsatz« bekennt .je älter die Religionen, desto verrotteter*, so ist er' dem Judenthum keineswegs hold; aber er' hist ein tiefes Mitgefühl für jede menschliche Roth, darum ist ch« dn Antise»itiS«uS widerwärtig und er sagt sogleich in der Einleitmeg, er empfände bei der Behandlung dieses Stoffes den Widerwillen ׳^mit dem auch der unverdrossenste FötscheV äo dir Untetsachung der widerwärtigsten Sekretionen d«S Plunscher, geht^. , . Lombroso 4st u»S am interessantest«,, wo er von unseren Fehlern redet; Sinr bitten wir zu brachten, baß wir ein -erwtzorr» Maß der Brralitwvrlutrg für diejenige» Fehler Wochen- Juni 1894 -jar. 6664 Valender. Sonnabend . . Juni 2 27 9,21) בחקחי) Per»k V. Om«r42 iKtuawnkinlitaHnf.) Somit« ... - 3 28 43 Montag . . . 4 29 . 44 Dienst« . . . & 1 Roach Chodesch Siwan 46 Mittwoch ... « 2 49 Donnerstag . . 7 3 47 streit«.... 8 4 48 tragen, welche unS von außen her anerzogen, eingeimpft worden sind. Der russische Jude, so sagt mau, ist kriechend und vielfach nicht so streng redlich, als er nach der Satzung seiner Religion, die ihm doch sonst heilig ist, sein müßte. Zu» gegeben, aber mag's doch Einer, und sei's Herr Lombrosö selbst (natürlich inoognito) probiren, im heiligen Rußland austecht einherzugehen und auf sein gutes Recht sich stühind, ohne die Beamten zu bestechen, als Laufmann grad und rrirlich oahinzülkben. Mag er eS vollends als Jude versuchen, den jeder für vogelstei hält. Seufzend hat mir ein hochgebildeter russischer Jude et ׳ eingrstanden, daß er in der Stadt, deren Insasse er seit Jahrzehnten sei, nicht unbehelligt leben könne, wenn er nicht selbst dm ganz untergeorvnetm Polizeiorganen fernen Obolus alt• richte. Und dieser Mann hatte Berbindungm mit dm «rstm Persönlichkeiten de- Lande- und gmoß nicht nur das Ber» träum, sondem auch dm Verkehr dieser Männer. AlS ich einstmal ihn fragte, wie es käme, daß diese hohm Herrm ihn nicht schützm könntm, da sagte er mir: ,Di« Herrm werden . dar schon thun und mich befteim, wenn ich auf irgmd einm Verdacht hin in dm Kerker geworfm werde, aber bmor die Jntewmtion Erfolg hat, gehm wohl an die vierzehn Laß« ins . Land, in dmm mich ei» Polizeidimer, dem ich seinm Zoll versagt habe, in seiner Gewalt hat, und diest Zeit reicht aus, um meinen Körper zu zerstören, daß dann Ineine Befreier mich als einen gebrochene» Mann HMmSstihrm. Darin» ziehe ich e« vor, alle diese klein« Thramrm durch Seschmke ׳ bei Mm Laim» z» echßiWb Md ich zstterc vvt ihrem Aötnt