Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1894)
- Issue
- 20 (18.5.1894)
- Date
- 1894-05-18
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/6492344-5935089-5962331--2028-5376280- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
■ eine sllgememe Zeitung 8es Iuöentßums. W**mM4 ■dMu I« «tat Ibanact tar ,ig<4«(|k1l(1*, m iiita> *reit ץ■• >x mi Lmrec» q«MM*pfe«« M■ Rabbiner 1)1. M. «aymrv i« Magdebnrg. Jft* Mchchrü «echt so» »»<«-,,«» «l!e«m« »«»«,,«ri,»-- 5■ tm k«• 71«»8״a« Nliitu« M»Uד Wt «tnithtlnai »MW«»» »tat Wga «M IWtt: ■af»nu^jai^t — Mmt «NW» M» •itaMtt•« tat >31• «Mi. (MT ta it«|Wta■ Snvakt: Lette«»« tbtihli Sin Nothschrei der Zionistrn. — Die SchLchtfrage vor der Bayerischen Bolttvertreiung. Besprochen von Rabbiner ' Dr. Immanuel Deutsch -Eohran DlB. »«»Ich•« «n» kserefp»•»»««»«« r Magdeburg. Berlin. Berlin. Berlin. Berlin. München. Böttingen. Bre-lau. Nu« dem Regierungsbertrk Bromberg. Frankfurt a. M. AuS Bayern. Oesterreich-Ungarn. Frankreich. Schweiz, Rußland. «tauft« «ad vermischt« »«ckrichtrn r Magdeburg. Magdeburg. Au« Baden. Rassel. Holstein. Wien. Rom. Kopenhagen. Ei» N/»thschret der Zionisten. Wir krank da« Judenthum der Gegenwart ist. läßt sich auch aus der Menge der Recepte ermeffen, die ihm verschrieben werden. Aber der Patient ist so schwach und krank und verträgt gar keine anstrengende Kur mehr. Als die russische Regierung durch Harle Maßregeln die Noth chrer jüdischen Unterthanen bedenklich steigerte, da wurde die Auswanderung als da« einfachste Recept verordnet. Für den Einzelnen ist ja in der That, wie schon im Talmud zu lesen, der Wechsel des DomicilS rin zwar energisches, aber oft höchst wirksame« und darum empfehlen-- werthes Mittel, seine Lage zu verbessern. Aber was Einer wagen kann mit Aussicht auf Erfolg, ist ein fast auSsichtSlose« Unternehmen für vier bis fünf Millionen. Ja, wenn «an die Menschen wie die Zinnsoldaten rinpacken könnte und viele hundert Meilen weitab auS den Schachteln hrrauSnehmen und in Ordnung stellen könnte! Der Optimismus ist etwas Schönes, wenn er nur nicht wie in diesem Falle zum tollkühnen Wagniß verleitet; man soll, wie da« Sprüchwort lautet, mit Gott ein Unternehmen beginnen, aber nicht auf Gott. Da kommt nun rin kluger Thebaner Dr. N. Tschernichoff (ein bei Juden seltener Name) und macht darauf aufmerksam, daß selbst, wenn das Auswanderung-Projekt nach Argentinien gelänge, doch dort später nur da» Schicksal sich wiederholen würde, da« unsere Genossen in Rußland getroffen hat? Sobald die größere Zahl unserer GlaubenSbrüdrr dort weilt, würden dieselben Empfindungen de« Widerwillen-4 Mache«-- 9Ui 1894. li«. 5654 Ualeuker. Ctaiataib . 19 13 9) אסורUt)r)PerekIII.Omer 9B kennt«, . . . 20 14 29 Ment«, . . . 21 15 80 Dienste, . . . 22 16 31 Mittwoch . . 23 17 3* Dennerst«, . . 24 18 Lag b’Omer. 38 Kreit«, . . . 25 19 84 de« Haffes, de- Neidebei den andern Landesbewohnern sich er.-.euen wie jetzt in Rußland und wir Juden hätten nickt« gewonnen, am besten sei es. wenn die Juden nach einem Lande auswanderten, wo sie das Uebergewicht haben, wo sie, «eil nur Wenige andern Glaubens und andern Stammes unter ihnen weilten, naturgemäß dem Hasse nicht auSgesetzt wären. Wie einjach ist doch da- Rrcept und darauf ist noch Niemand gekommen, als Dr. Tschernichoff, Verfasser einer bei H. Schildberger erschirnenen Broschüre: ״Die Ausgabe der jüdischen Wohlthätigkeit". Aus nach Jerusalem, nach Palästina I Wohnen dort die drei bi» vier Millionen Juden, die von unfern Gegnern aus ihrer russischen Heimath verstoßen werden, ziehen vielleicht noch ein paar hunderttausend auS Oesterreich und Deutschland hinüber, dann ist Alles in schönster Ordnung, dann leben die Juden unter sich und werden von Niemand angcfeindet und beneidet. Wir reden noch nicht von den tausenden Juden in Deutschland, die gar keine Lust haben, einem Stöcker oder Ahlwardt das Feld zu räumen, die sich mindesten» für so deutsch holten als diese Berliner, die von dem humanen Geiste deutscher Denker keinen Hauch verspüren, und ähnliche Gefühle haben viele russische Juden für ihr« russische Heimath. Aber, wenn wir auch diese Bedenken aufgeben, werden die Türken uns in so großer Menge hineinlassen, können Millionen, wenn nicht Wunder geschehen, in dem dürre« Lande sich ernähren? Ehr wir so entfernte Möglichkeiten erwägen, entschließen wir un» lieber sogleich, di« Ankunft de« ■ ׳ lit rö. - r«1an.׳HütS«’«^ ■ר--* *»—•fa**«.