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Israelitische Wochenschrift · 1894-05-11 · 19 (11.5.1894) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
25 (1894)
Issue
19 (11.5.1894)
Date
1894-05-11
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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11. «ai 1894. XXV. Ich, * eine allgemeine Zeitung 8es JuLentßums. rtöchtailtch trtchttai I» tiat Nu«» .,»•«aa|*«lft~, bat 8״•«i lilll“ aak M ״Kitt catarkli ...... ... — ״.........klatt«.*‘ tlrti* fit alt ItcT•Ulkt M alt» PaO» «»«׳« m. •uchha»kl»»|t» ooch Mrtttktl.kt1 u>l*kuiaa drat Mark »Imtljlittu». «ach kt» «attaakt: u Matt jl|t(i4. Lit ״®•*aaiarift“ mH ״aüaUtcaMatt'‘ (»k»t .JiltiatacklaiPTtältt M ktt Mit Maat M «t«. kka«,«t»ch. «t «akoMtc. 5*tt M fj* ifttavtgtgtden o»N Rabbiner 1)1. M. Nahmen in Magdeburg. WSv Mtchchrtt «echt und Moirdeul I»ser«tr für tzte ״Israel tttfche Wochenschrift" »te für da» ..Jüdische Literatur» statt". die vierae^alreue Patitzeile oder deren Raum AL Pf»., sind entweder dnrch die Anaoneen-tErpedMoneu oder — fall» »an selbst aus Nasatt Anspruch «acht — direct einensenden an: Dis •awtttUa der ״Isrsel. «sch»», schrift" in M«Gdest»r>. Sei «lederst»langen »adau. l Machen--! 0« 1894. li«. 5654 Nalenäev. Soivibevd . 12 6 8.46)קדושיס) PereklLOmer 31 Simttig. . . 13 7 22 Mentig; . . 14 8 93 Diettfteg. . . 15 9 24 Mittwoch . . 16 10 25 Temterftig . 17 11 26 Kreit«, . . . 18 12 27 SnSakt> £eUe»»e Artikel r Da- Parlament »er Religion. Bon Dr. Ginger- Loblenz. - Auffälligkeiten. Bon Dr. Philipp lkroner. — -Bericht über die sechste Konferenz brr jüd. Religionslehrer de» oftpteußischen «emeiudc-Berbande». (Schlug.) Bericht« Mt» T-rr«fp»ttd«tt»et»t Magdeburg. Berlin. Hannover. Au» Oberschlesien. München. Oestereich-Ungarn: Baja. Netteft« «ad vermischte Nachricht««: Magdeburg. Mägdebürg. Berlin. Darwfladt. Karlsruhe. Leipzig. München. Thora. MvSlowitz. Frankfurt a. M. Bad Soden. Friedrich Wilhelm Lebensversicherung. - ״Das Parlament der Religionen." Bon Dr. Singer- Loblenz. Mit welchem Rechte die Zusammenkunft in Chicago mit diesem Namen beehrt wurde, ist unerfindlich, und mag der beabsichtigte Zweck auch noch so gut gewesen sein, daS Erreichte kann bei nüchterner Beschauung kaum als ncnnens- Werth bezeichnet weiden. Ein Parlament der Religionen mußte von den Centralstellen derselben aus beschickt werden; so hätte die katholische Kirche nur durch einen Abgesandten de» Papstes, die russisch-griechische durch einen alter ego de» Petersburger Dalai»Lama Probedoneszew vertreten sein müsirn — und bei der respeetablen Anzahl der anderen Religionen, welche, mit Ausnahme etwa der Heilsarmee, eineu solchen allgemeinen Mittelpunkt ent» brhrrn, konnte von einer osficiellen Vertretung derselben überhaupt nicht die Rede sein. Dieskr Theil der Chicagoer Weltausstellung stellt demnach weiter nicht» dar, als einen Congreß von erleuchteten, vorurteilslosen Männern verschiedener Religionen ohne Mandat, deren Debatten leider keine größere Wirkung erzielen werden, al» etwa die Ber- Handlungen de» ״FriedenibundeS", dessen Delegierte zusammenkommen. um Friedensschalmeien zu blasen, während ring» um sie her die Welt vor Waffen starrt und immer weiter gerüstet wird. Daß mir diesem Parlament, besten meisten Besucher englischer und ׳amerikanischer Nationalität, während die Völker deutscher und französischer Zunge u. a. gar nicht vertreten waren, eine neue Epoche in der Geschichte der Menschheit beginne, in der die Intoleranz nunmehr ״abgeschafft" wird, ist eine bemitleidenswerte Illusion, welche von den in allen Farben des Regenbogen» erschienenen kirchlichen Würdenträgern auch belächelt werden wird. Giebt doch der 1600 Seiten starke Bericht selbst da» erste Beispiel der Unduldsamkeit in der ״neuen Aera", indem er den Erzbischof von Canterbury, welcher gleich dem türkischen Sultan in richtiger Würdigung der vergeblichen Liebesmüh' jede Beteiligung abgelehnt hat. lächerlich macht durch Gegenüberstellung seines Bildnisses als Pendant zu dem einekauernden Jaint-Heiligen, welche Taktlosigkeit den Geist deganzen Unternehmens charakterisirt, dessen gute Seiten bereits in jedem guten Conversations - Lexicon abgedruckt sind. — Was ist denn g.-schehen, das für ein solche- Phantastegrbilde als Folie dienen könnte? Der griechische Erzbischok hat den katholische« Bischof mit einem apostolischeu Kuß begrüßt! Allerdings ein hinreißendes Tableau! Ein Erzbischof prästdierte einem jüdischen Congreß und sowohl ein Rabbiner, wie auch ein Brahmane leitete» je eine Sitzung mit dem ״Vaterunser" ein. Wirklich Welterschütternd! Werden darum di: Judenverfolgungen in Rußland und die Maßregelung der Katholiken und Protestanten daselbst aushvren? — Wird nun der Moslem einen Andersgläubigen nicht mehr als ״unreinen Hund" verabscheuen und Bruder Jonathan aushören, die Chinesen zu shinden? Man muß immer wieder nach dem Erfolge fragen, um d!e Dithyramben der Berichterstatter zu verstehen, die Brod und Wein der Anerkennung und der

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