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Israelitische Wochenschrift · 1894-01-01 · 16/17 (20.4.1894) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
25 (1894)
Issue
16/17 (20.4.1894)
Article
Beilage zu Nᵒ 16-17.
Date
1894-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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י — 130 unb Borbrter« Herrn D. Waren he im fand a« letzten Sabbath in der mit frischem Grün und Topsaewäc^srn reichgeschmücklrn Synagoge rin FcstgottrSdienst statt, an welchem sich satt dir ganz« Gemeinde betheiligte. Herr Rabbiner Dr. Schönberger hielt eine angemessene wohldurchdachte Anred« an den Jubilar. Sodann folgt« in der Wohnung dr« Letzteru die Beglückwünschung seiten« einer au« Borstand und Repräsentanten bestehenden Deputation, w.lche durch verschieben« Redner der Anerkennung unb dem Danke für die treue Pflichterfüllung Ausdruck gab. indem thm al« Ehrengabe ein auf eine ansehnliche Summe lautende« Werthpapier sowie rin silberner Pokal seiten« der Gemeindevertretung und ein kostbarer Kronleuchter seiten» de« Borktandr« der Thewrah kadischah, um welche sich Herr W. besonder« verdient gemacht hat. überreicht wurden. Aranlkurt a- M. Nach dem Jahresbericht der Realschule der ,Israelitischen ReligionSaesellschaft" hatte die Anstalt am 1. Februar d- I- 287 Realschüler, IM Vorschüler und 208 Schülerinnen. Da« neue Jahr beginnt am 30. April. Part«. Der Minister des öffentlichen Unterrichte« Herr Svuller hat unter dem Beifall der Kammer ein« Rede über die religiöse Duldsamkeit gehalten, in welcher er den .neuen Geist" der Gewissensfreiheit uns Duldung anrust, sowie die Veredelung der Menschen durch die Religion. Part«. Aus Veranlassung der Ausstellung in Chicago ist eine proste Anzahl Israeliten in den Ordeu der Ehrenlegion als Offiziere und Ritter ausgenommen worden. — Die erste Liste der Spenden für die russtschen Juden betrügt 76,000JJr., darunter zwei Spenden von je 25,000 Franken von Baron Moritz v. Hirsch uud Francis Goldschmidt. Loubs». In diesen Dagen ist von dem hiesigen Bankier Rothschild eines der seltensten hebräischen Denkmäler an die Synagoge in Petersburg gesandt worden. Der Bankier schickte nämlich als Geschenk eine grobe silberne Tafel mit symbolischen Darstellungen. Die ganze Tafel ist mit Saphiren, Perle» und Brillanten geschmückt- In der Mitte find die Gesetzestafeln, umringt von Bildern aus dem Leben, der alten Hebräer u. s. wabgebildet. Längs den Rändern der Tafel ziehen sich herrliche Ornamente in antikem Stil hin. Die Verwaltung der Synagoge Synagoge hinter dem Platze des Vorsänger» angebracht werden- Lau»»«. Der »Foreign office" veröffentlicht ein Bericht über die LolonisattonSversuche in Argentien- Diese Versuche «en glücklich zu sein- In 18 Monaten wurden von der Baron p. Hirsch zur Verfügung gestellten 50 Millionen 11 verbraucht und 8000 Eolonisten in Argentinien angefiedelt, nachdem die untauglichen und dürftigen von den wirklich brauchbaren ausgeschieden wurden. Obwohl die meisten der Einwandere! Handwerker waren, so haben fie doch 160M Hectaren bebaut, ein Teil pflanzte Frucht, ein Anderer widmete sich der Viehzucht. Die argentmische Republik ist den Eolonisten in jeder Beziehung «ntgegengekommen. Aello«. (Belgien.) Der StOnig verlieh dem Präsidenten der hiesigen jüdischen Gemeind« Herrn Michel Aribsurg de» Leopollvrden. Ei»et«»ati. Die Agnalion für die Tolonisation Palästina'« nimmt unter dem Einflüsse der in europäischen Großstädten meisten» von xujsische« Jünglingen gegründeten Zion-Bercine immer noch zu.' Da» ist um so gewissenloser al« selbst die hebräischen Zeitungen, welche dieser Schwärmerei freundlich gegenüberstehen*) voll der bittersten Klagen über die Tyrannei der türki!ch«n Behörden sind. Roch deutlicher wird die dcnklichkeit dieser Schwärmerei durch den Brief eine« in Cambridge studierenden jungen Armenier« illustrirt, welchen ״Christian Register" vom 16. Mälz veröffentlicht. Wir hebe« einige Punkte heran«, indem wir al« bekannt »orau-setzeu, dast die Gesetze gegen dir Christen auch gegen die Juden gelten, gegen die letzteren wohl umsomehr, al« ihnen zuliebe keine Flottendemoustcation auSwärnger St veranstaltet zu werden pflegt. Sk« lauten: iger Staaten *) Auch die orthodoxe jüdische Pieffe. sowohl in Berti« und Wie«, alt i» Pari» und London sucht sie durch Wort »ud Schrift ia inwerautwonlicher Wels« zu fürder«. 1. Da« gerichtliche Zeugniß fine« Christen ist un״ gültig. 2. Für die Ermordung eine« Mohamedaner« wir> da« Leben zweter Christen gefordert. S. Die Gouverneure mancher Provinzen sind' ehemalige-' Räuber. .4 Säumige Steuerzahler werden gepeitscht, eiugekerkert und ihrer nvthigeu Einrichtungsstück« heraubt. S- Kinder werden entsühn und gewaltsam .zu. Mohammedanern gemacht. Sind nun solche Berhältniffe danach angNhäu, einen Erfolg für eine gedeihliche Entwicklung -von Eolonisten zu versprechen? — fragt mit Recht di« ״Deborah". Curiosum. ... . Wir erhielten vor etwa 14 Tagen anonym --'mit dem׳ Poststempel ״Berlin" — folgenden Ausschnitt quS einer, Zeitung zugesandt: . j ״Die Fam ili e Rah mer. Bei einer Durchsicht der, Geburtsregister (?) rc. hat sich da« intereffante Faktum, herauSgestellt, daß die Familie Rahmer, die in L o dz; eingewandert ist, noch gar nicht naturalisirt wurde, 1 also noch Russen sind. Der Vorfall hat dadurch all»! gemeine» Interesse, weil zu dieser Familie der. bekanntes Rabbiner Dr. Rahmer in Magdeburg gehört." > Da wir öfter von Antisemiten oder ähnlichem Gelichter s allerhand schmutzige Stylproben, von Lügen und Berläum»' düngen strotzend, erhalten, die.kurzerhand-in den Papierkorb׳- wandern, so warfen wir auch diesen Wisch zu seinen anti« semitische» Brüdern. Den anonymen Einsendermochte aber diese« schneidige Verfahren verdroffen haben; wir erhielte!» diese Woche dre volle Nummer jene» Blättchen«, ln dem die' obige Stylblüthe blau angestrichen war. Da da« Format de« Blättchen« weder da« der ״Staätsbürgerzeitung״ noch' de« ״Volk" war, so sahen wir un» nach »Fovf" und ״Redakleur" um, ersteren fanden wir nicht — e« herrscht ln de« Blatte die größte Kopflosigkeit —; cil« ״Chefredakteur" war der un« al» »Chef de» national-jüdischen Zionismus״ bekannte Nathan Birnbaum in Wien gezeichnet, wir hatten also eine Nuinmer der sogenannten ״Selbst-Emancipation" vor unS, der ״jüdischen Staat«» bürgerzeituna" im zukünftigen Reiche Juda. Diesen Leutchen scheint die Errichtung de« geträumten jüdischen Staeste» zu lange zu dauern und sie suchen die. Ankunft de« Messias (nach der bekannten Talmudstelle) durch ״Ehuzpah" und-° ״Lüge" beschleunigen zu wollen. Wir wünschen dem Chef» redakteuc und seinem Stabe (E»ra, Kadima, HaSmonäa, Maccabäa. Jung-JS-ael und wie alle diese, ״Chowewe Zyon“'®mi..e heilen ״lögen) eineMdigeAbreist nach Palästina — leschono haboob b’Jruscholaijim! — DieToten r»itea schnell I ׳ -' ' 'Zur Sache selbst haben wir nur zu bemerk»», baß wirmit Rußland nur den Anfangsbuchstaben gemeinsam haben.׳ ' L. Israelitische Hellau Pflege-iim-; statt für Nerven-u. Geinttthskrwnke^ ca Sayn hei Coblena am׳ Rhein. Bestand ••it 1869. Gesonderte Abtheilun^en Ar ISO Kranie. beider Ge״; schlechter. Prespecte durch die-Unterzeichneten. M. Jacoky. Dr. Bahrend!. , -Dr. RoaanthaL - Veramwortl.Redayeur:0r. Rahmer. Druck vonFrtedr-tch Rasche «. So. Berta«von Robert Fries«. Leipzig.

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