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Israelitische Wochenschrift · 1894-04-06 · 14 (6.4.1894) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
25 (1894)
Issue
14 (6.4.1894)
Date
1894-04-06
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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— 111 — I und wurde. M WdrmnUisem itistb»PwHentts«mn«»üsWchift»ris«hkck «,Ereigniß bejnibtlt. Der ■§ctmm*t Michftr üurttätatf närMch t eine« gegen zwei,Huden geiaLi« Sch'üdspcuch Umnit. ,deckt! die jüdische Frechheit ui ch RaManrthät ssit.eittig« Ze,r ^llle - Grenzen der Gedutd üb. rrsckuMu,. lnch « Hah« Och gieuve. . einmal mit einer egzempl mische» Stocke bie«Uef»HMchke,t der andersgläubig« Eeoölkr rang z» ,mmMmir". Wie nun aus ^StaniSlai» dem tziMgen Orjeom zur Abwehr ,brt Amiscmitis. ־ mul, dem ,Freien׳-»lat t". Leetchtar «irh, Hat da« dortige »> Preisgericht das , betreffen de Uechoil m^Aehode, und d« tmt AngeNagte» n«r .der A, cklatze beüait. Len andere« » einer . Arykftstrafe von , drei La g«, »ie in «ne «old'wase tu« iS fl. verwandelt wurde, weru «heilt. Dw MegründANg jene« Urntbeiles aber iS Gegenstand emer Dtsaiplin« -Üntersnchung -, gegen den Geochisndjuwtten PiMoptb. vRe»«L»Pckl»«. ISchlnss.) AeGemeuckchasi »ul «ratz und »och einig«.Huren sverjaudle er etne." ,nicht f־ftr die CCcff rmUti^f eit ibcfri mm r qpuoewt DenZchrlft'), in :.welcher fr .uub 4a»r ׳ öenoffeu «es das vodlgenottimeiir .,Uebel hnmnoyri und Bo.schlagc zurAbhuli'e macht«. an die »,maßge仫 ,Mkoeml, au die Borsttnde vau Palastina-Ver- ׳.,einen. Durch ei ne rbiS jetzt nicht aufgeklärte Judtscretion l-,brachten die Oolitifthmi Zeitungen einen sechs Zeilen -rohe» '..Auszug, »agagen aber der selige Lewy und Genossen'in der ^«Vossischeer" Heitungimnd in der ״isr. Wochenschriftprotestir- .<te». De. Lehmann,Mainz) unterzog diese ״als Manus- : tri pt gediraukte".^Denkschrift" in Nr. 27 Jahrg.1872!.seine« mt» ' euirr jcharj.n Sritik, in welcher er über ׳^Pro., Dr eLnätz -herfallt und die Mituaterzeichner d<x :^Dc. kschrifr", St. Lewiy und deffen Lousin Ascher Lewy, .^l-unhefts>-heMSnne<bezeichnet, welche unterschrieben hätten, oh- . nrg» w ffen was heth»n.Le1 selige Lewy konnte diese öffentliche Be. v , leid gung mcht Diiüschw«qend hinnehme»; er antwortete Leh. ׳. . map» und sagte ihm yffeii und ehrlich die Wahrheit. Er . «Lift ihn zuöchi. Lqß er!.den Sachverhalt entstellt, und gegen . du«», der Zetzagckwre sich vergehe. Er schreibt: »Wir werden .»«inst Alle vor Gatt trete», und er. der die Herzen und ,״Sfcrm prüft, wich richten zwischen Ihnen und uns." (Jetzt stehen, fie nun alle drei: Grätz. Lewy und Le uiann vor . -lirm Aronc Sottesr) Hinauf replicierteLehmaün noch in :schärferer Tonart. Die wilden Zornausdrücke Lehmann« ,schluerzten Lewy sehr, er fürchte. die Errichtung dr« i«r. Waise». chMlee" in Jerusalem «erde nicht zu Stande kommen. .Bitte Sorge» uns Mühe» bereitete ihm auch, und de» Mitarbeitern für die Errichtung des Waisenhauses, wie er!wir schych .die Gegensätze «Her einen Hut zu bringen." -Dr« ultra-uirthodoxe Pmchei stellte sich dnn Plane der EriNchtUNg .d«S Waisrnhause« eutgageii. Nichts fchnierzt, ihn . . ,mehr.,als wenn man seine Recht-läubigker, antastkte. Leider «wurde ihm stber dieser Schmerz gar oft z» Theil. Sein ssskennsslchastlche« BerhSItniss m Männern anderer religiöser ' MiÄtwA hat ihn oft bei sei«» orthodoxe» Gesinningsge-' - «Men ui Äechachr gebracht. So beklagt er sich darüber in - etswm Schreiben HU Ende de» Jahre- 1887,'daß der Umstand, *te| er »Ul Dr. Maybaum onUlsslich des 70 Geburtstags- . fttbilckitms.de» Krch. Dr. Grätz in einem EomitL gemeinsam gewirkt, ch» bei den Herren der ״Adath Israel" als pviov - srschei»e» lasse, obgleich «r wiederholt Maybaum gegenüber seine«, altgläubig« Mehlung Ausdruck gegeben und die reli» x gibst Richtung und da« rabvinische Wirken Maybaums streng verurtheilt habe. Schliesslich aber war ihm die Freude zu Theil, die Errichtung des Waisenhauses und deffen heilsames Mrken erlebt zu habe». Allmählich kam auch die Anerkenimng , von gegnerischer Seite. Dr. Israel Hildesheimer, der sich, ,,ssvrch den Lärm der Ulftoonhodoxn, überrascht, einige Zeit -Mßchzezögen hatte, ttat dem Waisrnhause wieder näher und < ׳ ‘) Z». ■dw« gksßt« &i*am ist mir mti» tftmwtar »er tat Sttta# tcwi^ca, •Hf fctB ge■•■*■ öert. ' [ Um ich »ich »ich! »che eAtsin»-■. S. . als »er Sitz des JF«a«n* zur EÜilHmg ,Lb,scher Mnsew in Palästina" «mch . amnksurt -M. verlegt worbe» war «nd Lewy Altersschwäche »»«'׳n vom Präsidium 'znriickttak, :wurde.Rabbiner.Dr. «, Horovttz Borsitzrnber de« Verein», währmid Lewy bis z» sSmnu Tode Ehrenpräsident de» Bereites geblieben ««. I» seiner Todesstunde ermahnte er sei« Fiamilieiiaogehörige« fest und unerschütterltch im Glaubea ausjuharren» im bürgerlich«» Leben durch Reinheit und Makellosigkeit des Lharäcters dm Ramm .Lude" zu Ehrm und zur Änerketmung zu bnngm; auf leinm Grabstein sollen aber dlotz sein Name und das Datum seines Lebens und seines TodeS und die beidm letzten Verse dcS: ch.«iou-o!am- Ge. t<«es gesetzt werden. Da« ist da» Bild eine» schlichten, wahrhaft ftouiuie» und segensreich werkenden Mannes! 0. -rcurfte ««ft vermischte War!!nd*tat. . ■׳►«r». •J, *vril. In der antiic!»i1i,'S>׳>t ^>.en und auch in einem L.,eilc v:-r conic.voliv.n si-!d ׳,»-.-s::- >״!: weis auf den Harfen!iko.,entfaj von Jtcu)4ua.14)auf>1 1no,aifcheu Slanbeus Anläufe gegen die ftcie Advocatur unternoinmeu war» den- Diese haben nunmehr dazu geführt, dass der Herr Justizottuistrr gutachtliche Aesserungen der OderiandesaerichtSpräfiaeMen über die Frage einer eventuellen Einschränkung der Zulassung der Rechtsanwälte bei den Gerichten ein'ocdert. Die daroviubelnden SittisemUenblStter verrathen, dah es dabei douptsSchlich auf die jÜdijchm Advokat« abgesehen sei. Besonnene — selbst nationallieberale — Blätter »ne die ,Magdeb. Zeitg," erklären aber, dass diese Bcrfuche einer Beschränkung der fteien Advocatur im Reichstage kaum auf Zustimmung zu rechnen Hab« dürfte. Am 28. März Abend» fand in Betershagen bei Danzig eine Bersammluna de« deutsch-sozialen Vereins statt, in welcher der antisemitische Reichstagsabgeordnete Liebermaun von Sonnenbera ein« Bortrag hielt. Während de» Vortrages wurden Zettel folgenden Inhalte» verteilt: ^Heil zuvor! Freunde der deutsch-sozialen antisemitischen Sache, fordert unsere Sache durch Beittitt zum deutsch-sozialen Verein zu Danzig. Der Karne kommt nicht in die Oeffentlichkeit." (Das find tapfere Teutschrl) w«mb»r«. Der LorfitzeNde der biestgen Antisemiten-Panei der Buchhändler E. A Hübner, Herausgeber der antisemit. ,«bwehr", ist von dem Ebrmrat seiner eigen« Partei als des 'י י ' —----- rigenmächttger tea der durch .. . _ .. gesammelten Gelder (Ein ,dunkler Ehrenmann" mehr!» «srnserg, 29- März. Der hiestge a n t i s e m i t i s ch e B e r e i n erlässt eine Erklärung, wonach er und sein- Mtglieder mit der Inschrift ,Lauft nicht bei Juden!", die überall ongeklebt werde, nicht» zu thnn habe: mit solchen ,bübischen Waffen" kämpfe er nicht »für Deutschthum und Ehristenthum". Gtmt»»»r1. 1- Avrll.!Or- Eor) Aus Veranlasiung des Wjährigeu Jubiläums der württ- BereinSbank wurde dem Direktor derield«. Emanuei Beazinger, auch Mitglied der K. Jsrael. Oberkirchenbehörde, der Titel Kommerzienrath verlieh«. Vor einigen Wochen brachte da» ,Ulmer Tageblatt" die Nachftcht. Herr Gustav vr a i t r, früher Direktor der Handelsgesellschoft m Krc-nkiurt a- M.. sei mitseiner Familie zum Christentum überaetretcn. Da von Herrn Maier in den ersten Jahr« der antisemirkschm Bewegung eine sehr lesenswerte Schnft: ,Mehr Ltchtl" gegen diese erschien, wurden Zweifel gegen detrübend« Mitteilung rege- Nachdem aber kein Dementi dagegen kam, scheint sich die Mitteilung leider zu bewahrheiten. L Avril. Die ,LosziuSkofeier" ist hier mit einem Lrawall gegen die Juden etngeleitet worden. . ,Luüg» polniiche Abgeordnete behaupten nun, dass dies auf russischen Einfluss ,urückzukübr« sei. Lei d« Lerhoferen sei russische» Geld gefundm worden. Nach einer anderen Version waren die Exzesse tegen die Juden gerichtet gewes«, weil ein Jude während de» lurimfeßeS -ine ReligionSstSruna (?) begangen habessbem widerspricht, dass auch dem Lardinal DunaiewSki, der doch ficherlich kein Jude ist. die F«ster eingcworf« wurden. Da» Slnschreit« des Milltär« verhinderte weitere Exzesse. 70 wurd« verhaftet- «ssHr.-OOr»»- Herr Dr. Jakob S pir a, Rabbiner in Visen» (MäbreuX ist einstimmig zum Rabbiner und Prediger der .hies. Euitusgemeiube gewählt worb« und «ird sei« neue Stelle am 1. Juli er. aatret«.

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