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Israelitische Wochenschrift · 1894-03-16 · 11 (16.3.1894) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
25 (1894)
Issue
11 (16.3.1894)
Date
1894-03-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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4 :ÄH. Vtagtatarg, 16. Mir, 1804. XXV. J eine allgemeine Zeitung 8es ÄuLenthums. «»Ich»»» I« tim ■muk» ka .,ti>16»»fM«lfr% M J«»UI«>> klaut" nl tat -fit««■ tat Mat tt." «in» ft» »TtatfBÜttat M «*«די Sa». •n»«o 6. 8taM6aiMB«n ••» Mrm tat tat itiMMUn drei liärk »ttitljltailM. 11» kn» ItNiik; 1» Statt jlfal». Di« .R16«M1t|r ■M .>16lll«11l»tl“ (6י• ,«ilfitiailliin M« tat tat t>.»: * »Mf M 9H. MtatalMta•«. . Di» ttmpMtt. MM M Ms- HtraMO-t-tb«« VON Rabbiner I)r. M. Rasnttev in Magdeburg. Mr Wpatzvhert «echt und ZfriedrnI Mm» Ottaa-Jttatlltilch« »»ch«ni«rili" ak ffe M ״gRtziIch« Sttttatur■ Matt". Mt McrtäaittM «Mtttctl« •tat tato Wtwm M Wa.. jto rmmtrr »6rch bl« ■n• «aaaa^pönlaao •tat — t«a* ma» leibt atf Watak Ntsgochmacht — blrtcl rin»11* Mt 11111161■ tat 3״*r««l. flnöafl: tdtaiM Mtiittlt Nadklstich« und SeukeafchlSqe, von Dr. Singer. — Gesetz od.Sillkür,»6»Jnsrizrath L e VY. -Briese über Erziehung und Unterricht, vom Seminarlehrer A. Treu. Bericht«' «n» Eorrespsnketizett: Magdeburg. Berlin. Berlin. Berlin. Königsberg. Elbing. München. Bus Unt«, »Elsaß. Oesterreich-Ungarn: Kien. Aut Ungar». MN» »evMtischle Mach richte«: Magdeburg. Berlin, »raudeuz. Görlitz. Halberstadt. Hamburg. Dresden.. Frankfurt a. M. Frankfurt'a. M. München. Petersburg. 1 Mtat etzne 1»lf«1M|t >s»Ien«gsbe ssterssgt. Machen- »6N- 1891. I Di! II. 5654. Nalenüer. ksnsstent . 17 9 7) ויקרא Uhr ) P. Sachor Ltu-ttg. . . 18 10 Mtntss . . . IS 11 Diessts, . . . 20 12 MitNssch . . 21 13 Ttaii Etther. Dssnerstsg . . 22 14 Parin■. Fetits» . . . 23 15 Schu»chan Parim. ׳ Nadelstiche und Ae«le»schläge.. , ' Bon Dr. tzinger-Etblrnz. Lena ein vernünftiger Mensch die Wahl hat, ob er fich von .einen, rauhen Platzregen mit einen! Male, oder durch einen feinen. Sprühregen allmählich durchnäffen lassen soll, wird er Erster«» vorziehen. Ganz fq ist auch das Verhältnis zwischen .dem Ertragen eineordentlichen Hiebe« und der Tortur einer langsamen Qual vermittels Nadelstiche, die nicht nur schmerzen,׳ sondern auch' die Nerven bi» zum Zerreißen anspannen. -Dieser Vergleich drängt sich uns unwillkürlich bei den KommissionSberatungen und der 2. Lesung in Plenum über den deutsch-rufsischen Handelsvertrag auf. hei beiden gab e» Nicht» al/ SHadelstiche von der einen und Keulenschläge von der andern Seite. Wir sind im.'Reichstage beinahe auf da» Niveau de» österreichischen ReichSrate» herabgedrückt, daß da» Ausrollen der antisemitischen Frage bei jeder Gelegenheit weniger auffallt, als da» Ausbleiben derselben, nur mit dem Unterschiede, da» in Wien die Angriffe stet» nur von einer Seite ausgehen, in Berlin hingegen die Tivoli-Konservativ- Antisemiten von Mitgliedern de» CentruniS- und der Rationall'eberalen tapfer' secundiert werden, welche mutig auf die paar russischen Juden, die event. in Frage kommen, losschlagen und die deutschen Juden treffen. Die. ,ifinen Antisemiten" gehen doch systematischer zu Werke, -sie lesen sogar sorgfältig die jüdischen Zeitungen, die sie plündern und zu ihre» Zwecken auSnützen. Daß dies mit vngifteteten Händen geschieht, daß Sätze au» dem Zusammenange gerissen und sinn entstellt gemißbraucht werden» um für uns einen Strick zu drehen, das sind wir gewohnt und e» überrascht un» nicht, weil eS der Erziehung und dem Können der Leute entspricht. Wie sollen wir un» jedoch gegen Männer verhalten, welche unter der Flagge des Liberalismu« segeln und in antiseinitischer Weise seeräubern? Wo finden wir einen Reim zu den AuS'assungen eines Freiherr« v. Heere mann, der erklärt, kein Antisemit zu sein» aber mit dem Zusatze, daß er auch kein Freund ».jüdischer Ueber- Hebung" sei, einen tiefen Nadelstich unS versetzt, der un» schmerzlicher berührt, als all' die rohen antisemitischen Angriffe zusammengenommen? Sollte der edle Freiherr wirklich der Ansicht sein, daß e» nur in jüdischen, nicht aber in christliche« Kreisen .Ueberhebung" giebt? Soviel uns bekannt, ist diese» Wort re!» deuisch und in die althebräische Sprache gar nchr in vollem Sinne zu übersetzen. Jntereffant ist hierbei nur die selbstverständliche Erwartung unserer Hundetreue, daß wir diesen wohlwollenden Männern für ihre so steundliche ,Belehrung" und Beschützung mit dankbarem Schweifwedeln noch die Hände lecken — solches brauchen wir bei ihren offenen Bundesgenossen doch mindestens nicht abzulehnen. Man sollte vorsichtiger werden und einige mehr oder weniger rüde Ungezogenheiten AhlwardtS, den ja doch außer seinen engeren Gesinaungs- und Fractionsgenossen kein Mensch ernst nimmt, kberiehen, damit er wenigstens während des Tagen» des Reichstages nicht mehr hinter Schloß und Riegel kommt. Der Mann kann den Mund nicht Hallen, ec m u ß sich eben bloniirea und wo dieser eckle Sauerteig in die Reichstag«- masse geschleudert wird, da besinnen die Herren sich auf ihre Psticht und ihre vornehmere Gesinnung und die Fluten der

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