Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1894)
- Issue
- 10 (9.3.1894)
- Date
- 1894-03-09
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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M«gd-»«rz, V. MLr, 1804. XXV. Ichrzeine allgemeine Zeitung 8es Äu8entßums. eNchcha, t« «tat «maat tat ,»achauschrtf»-, M kltttr* ■I M -äitttatatUa««•.** Vre«» Me aSc kfWBUMar M ,an «a»■ »aller» a. «■MÄktia,«* a»ch kirnt M tn mMkiaral Mark »tctu1|ikttta. Mb» »Na»: 1» ■Uali{cH4. y! altr JohmIMI- » . OOW Rabbiner I)r. M. Natzmev ix Magdeburg. jfiu jMp^tu into |r81tv(ni 3»ftrat« U Gkwe-zoraelittüh» Mach«»schrist" 1 Mt (rW ״g 0 k11che StttratuT.I aun״, die »irnÄktltar «Mutlli oder dere» 1 »am M Pt» . iwk «na« et durch die »»- » ->a,l>a »,»rdieiaaea ader — tmtt mm seid» 1 auf «aka» Uaierrud »acht — ktreet eiozu- I tellde» -R: Is «a «ffrtWi■ ktt «Sleael. wache». U schelft' tat MoGdekae». H W ■ v.J 11 '— ־ •־ -«Salt: MtatH Artilcit StrafantragUntmurf. — Antisemitischer Lrvdel. Beetchr« w«d Magdeburg. Magdeburg Berit». Berlin. Berlin. München. München. Siegen. Au« der Provinz Posen. Posen. ׳* Orfterreich.Ungarn: Wien. Budapest. Graz. Schweiz. Zürich. Meweßte »e»V »erweischt» Nachricht««: München. Berlin. Berlin. - Aaitowitz. ׳Saarbrücker». Dürmenach. Pari«. - AeHdrrck »hu 11l|hki|( Girier»,,rd, ntnf■^. , . ׳ Strafa«trag4-SNttv«rf. Strafanzeige wider ' 1. der! Buchdrucker V. hier, - 2. den Buchhändler Z. hier, , Nergrhen» 47L>«.ch wegen «e» 8Z I««. 18S, 78, r.* § 80 Prestgesetze«. 3n ueuer-AuSgab« ist im Druck und Verlag von R. zu Berlin und im Lertriebe der L'schen Buchhandlung dasAbst dahiermit in einem Exemplar überreichte Flugblatt erschieuen unter der Ueberschrift ״Talmud,Auszug (Schulchtm-Aruch), Enthaltend die wichtigsten bisher übersetzten noch he'ute gültigen Gesetze der jüdischen Religion". Rach'einer Einleitung, welche in dem Satze gipfelt, aus diesen jüdischen Gesetzen werde eS auch dein einfachsten Deutschen klar werden, daß e« seine Pflicht sei mitzuhelfen, Menschen unschädlich zu machen, die solche Gesetze ihren Rebenmenschen gegenüber befolgen, bringt der Hauptteil d«S Flugblatt» unter Quellenangabe als ״getreue" Uebersetzungen au» dem Schulchan Aruch hundert sogenannte Gesetze. Unter Rr. 42 wird folgende Uebersetzung gebotrn: ״Ls ist verboten, mit einem Juden Aubja zu •) Diese» ia Rr. 8 der J«r. «ochraschrift gewünschte» »»twnrs, wr»»«ttich« ich mit Le» Bemerke», daß mir anch hierbei ei» Inrtst » »er Perso» ו1«ו:< Sohae« zur Sette ,eftaüdm hat. Ich bitte Ü»»eu 14 X•«« ebe»s°« t» **%> 0*M-w **£ *5»*״״»** -!m mach«. Nach deren Berücksichtig»»« gedente ich da» ck PenrBortzanb de« Lentrrlveret»» deutscher Staawbürger Gtander« z«r grsl. mttrs christliche» «oüztrhn», mb «*• varznieg«. Mocheu^ Mrs. 189t. | »»er n. 5654. Raleuüev. So»»od«»» 10 2 (.6,47) •קוד¬ S»»»t«, . . . 12 3 «o»t», . . . 11 4 Di«sta, . . . 13 5 Mittwoch . . 14 6 Domerßog . . 15 7 ■ Kreit« . . . 16 8 spielen, d. h. im Aarten- oder Würfel- oder in anderen Taschenspielen zu betrügen, weil das alles Raub und den Juden zu berauben verboten ist; mit einem Akum (Nichtjuden) aber darf man Aubja spielen. Sch. A. Choschen Hamischpath § 370.״ Setzt man die im Vordersatz für den Ausdruck ״Kubja spielen" gegebene Erklärung im Nachsatz ein, so besagt der letztere: einen Akum (Nichtjuden) aber darf man im Aarten- oder Würfel- oder in anderen Taschenspielen betrügen. Die Uebersetzung ist falsch. Dies wird durch den anliegenden Artikel**) der Münchener Allgemeinen Zeitung ״Der Talmud über Glücksspiel" dargethan. Das Gegentell ist richttg: Der Jude darf den Nichtjuden ebensowenig wie den Juden, überhaupt oder im Spiel betrügen. Wie jedes der 100 Gesetze steht auch die eben wiedergegebene Nr. 42 im Zusammenhang mit der Ueberschrift und den einleitenden Sätzen des Flugblatts, in denen e» heißt: ״wir veröffentlichen nachstehend Gesetze in getreuer Ueber» setzung aus dem Gesetzbuch« Schulchan Aruch; diese- Gesetzbuch besitzt für alle Juden bis auf den heutigen Tag Geltung." ES wird also durch die Rr. 43 in Verbindung mit der Einleitung d«S Flugblatt», in Beziehung auf die jüdische Religionsgesellfchaft behauptet uud verbreitet, daß sich diese zu einem Glauben bekenne, der einmal ein Gesetz aufgestellt Hab« und rS »och heute al» oerbiudlich für die Glaubeu»- —) i» dieser Zeitschrift Nr. S IS»» abgedmckt.