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Israelitische Wochenschrift · 1894-02-16 · 7 (16.2.1894) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
25 (1894)
Issue
7 (16.2.1894)
Date
1894-02-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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ס M«gdeb»rg, 16. Aetrmar 18V4 XXV. Irtn. eine allgemeine Zeitung örs AuLenthums. »l«nU* frtartt״ ,r rtar l- -ct**ta|*tiTr*, ta» .!«■ווו•!• *lattf M M _jil««ata*Wa»l».“ «1M fir iü aarfÜHMw M < ־ ־ (■4ha ■aaUatr: U Marti XHr ,■1*1aHd)r «*» •Saarn M■ J(Tml1|>l11n 1■(I *״ ה&0י»•*•&*! QaraaafryrWa aa« Rabbiner Dr. M. Wahmev in Magdeburg. J*to Mchchrit Nrchk und Mvirdrnt Iasarata >r Mr •A»ra rillt Ich r Mache »Ichr ist" »lr sRr »a» ^JTtilchr Lllrralar- »lall", Kt •tarftiMUlcac OrNlariir odrr trrca Raa» MB Rfa., Bl» tmaarkn d.rch dir a!1> naarra Gairlnram ata — f•■» »an iclbfl aal **»et: *alta»l^E»achr — Mrtti et 14*■ fla •xaatMaa tat — ־ “־ •Mw•■•. ».. -aatarL Etachaa» mMLZSSttSk M WMIfNHpX RtlSB« >-» ■ » Machen- Fedraar. 1694. »dar I. 5664. Ualeuüev. Sonaadead 17 11 m*n (6,8.) Saaata! . . . 18 12 Maata» . . . 19 13 Dieasta, . . . 20 14 ( Klein-Parim. Mttnatch . . 21 15 1 Daaaerftag . . 22 16 Kreita, . . . 23 17 Snvalt: Mlrntr Ärtiftl! Die Pflicht b׳t Selbftvrneidlgnn-. Bon v. R. — Der Deutsche jüdischen Bekenntnisse». Bon B. R. — Da» .,Gebetelesrn" i. d. Religionischnle. Bo» I. Herjberg-Bromberg. Veticht« »a» Tarresparide*,«» l Magdednrg. Bretzlan. Ai- »ona. München. Dresden. Ree» o. R. Beuthen a. S. Oesterreich.Unftarn: Dien. Holland: Haag. Schweig. Zürich. Schweden. Stockholm. ׳Kr aa kr« ich: Pari». Boutogne. England: London. Meteste *«» »rrrmischlr Mach richte*! Magdeburg. Berlin, verlin. Münster. Posen. Iauer. Lölhea. Stuttgait. Oberdorf. Wie», London. Dach»raü atzae aollöatigr »airrsagt. Die Pflicht der Selbstverteidigung. Endlich komait nach langer Zeit eine Schrift gegen den Antisemitismus, die das Gefühl voller Befriedigung erweckt.*) Es ist ja vielleicht nicht ganz wahr, wenn Herr Dr. M. Mendelsohn in seine»! Vortrag ,die Pflicht der Selbstvertheidiguilg* behauptet, bis zur Gründung de» ״Tenttal» verein» deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens״ habe Riemand unter den deutschen Juden selbst, sich gegen die fchmachvollea Angriffe gewehrt, sondern jeder habe die Gegenwehr Anderen, unseren christlichen Freunden, überlassen: e» ist auch nicht ganz richtig, da» die Selbstvertheidigung ״der Juden allein den Bann zu brechen vermag. Wir erwarten immer noch da» Beste in diesem bösen L Kampfe von einer gesunden Reaktion des deutschen BolkSgristr»! -egen die vergiftenden Wirkungen des religiösen Fanatismus, |bc* sozialen Hochmutes, der niedrigen Konkurrenz und des v ReideS, jenes Sklavensinnes, dem nur wohl ist, wenn er auf ^Jemand treten kann: warum sollte nicht da« Wort eine« Mommseu endlich einen mächtigen Wiederhall finden! Aber wenn wir auch den Sieg vor Allen! erwarten von den Vorkämpfern der Toleranz und der Gerechtigkeit unter A unseren christlichen Mitbürgern, wenn wir auch jene״Kau1pfrs". . piwmunq ", die einst den Feldiuarschall HirschHildeSheimer serlt hat, seltsam finden, die Pflicht der Srlbstvertheidi» Di« Pflicht der Selbstoertridiguog- •iw Red« ton Dr. M. ieadelsoh*. Be!Iln, Verlag »o» Jmberg st.Lefsoa. IS»». flung ist vorhanden, sie ist geübt worden u. A. durch zwei Erklärungen der Rabbiner Deutschlands, sie ist auch in diesen Blättern nie versäumt worden und wir nehmen mit Freudensdavon Kenntnis, daß jetzt ein von angesehenen Männern gebildeter Centralverein überall eingreifen wird, um gegcn die Juden verübte Unbill und Unglimpf abzuwehren. Lehr richtig ist eS, alle Fragen, die daS öffentliche Recht des Judentum» betreffen, vor allem unter den! Gesichtspunkte der Gleichberechtigung zu betrachten. Denken wir nur an den Religionsunterricht. ES kann einer dafür schwäruien, daß der Religionsunterricht Privatsache sei und daS der Staat sich nur insofern darum kümnirrn solle, als er wie in Frankreich und Rordainerika einen Tag dafür frei* giebt, den nachher die Eltern und die kirchlichen Gemeinfchaften auSnützcn wie eS ihnen beliebt; und doch muß er sich sagen, daß diese Freiheit für uns Juden ein privilexiyw oäio8uw ist. wenn der Staat wie in Preußen den chiistlichen Religi* onSunterricht auf allen öffentlichen Schulen von Staats wegen erteilen läßt. Der ״Eentralverein" thul gut daran, wenn er eS anstrebt, daß der jüdische Abiturient ganz ebenso in Religionslehre sich über seine Leistungen auSweisen soll wie der christliche. Der Lentraivrrein wird sich im Verfolg diese» Prinzips einer anderen Verpflichtung nicht entziehen können Da» Judentum ist in Altpreußen ohne jede offizielle Vertretung. Die Religion bedarf freilich dieser offiziellen Anerkennniß nicht: aberin einem Lande, wir Preußen, wo das Beamtenwesen in so hohem Grad« de» Staat und die Gesellschaft beherrscht

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