Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1894)
- Issue
- 6 (9.2.1894)
- Date
- 1894-02-09
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Magdebnrg, 9. Aebrnar 1894. XXV. Jftjfrf• eine allgemeine Zeitung 8es ÄuöenHums. «kn-MUch »Ich-«« Idm ■hukt kn M •4•«III•■. kl.ttkwm» M J|il•?■«■• kl■«««.“ «nt• t*1 •St MW■■ ־ ־ «min■ m. B■ «»«kN«•■ t ■h k■» MIM, M Oa «•► . BWMaaM■•■ on* MnOMkn «m d*al Kä •kmtuiifU*. Ml■ UUSk: U Dtk^WOchmIchkW" ■■«< 1 ^L'ssW^ S.u««aAbkMI ■■n Rabbiner Dr. M. Nahmen i» Magdeburg. für Mch^rtt «echt -sd ZffvirAeal ■»» ■■■ lktetl^lt^cht BlOchtklchrifl ükllch« i«t«r»lur- Mt M<ncbmaM «•ttttcttc •kn kna ד 9mm M» tz«ch die Uu» utmm09&tmn»wm 9km — fa>» »an leldft aal NaßaU »«fpra^macht — direct etnzn. der ' lchchtt» IU«NNa| «d «ädertz»l»O« «adatt. Machen- {ihm. 1694. }In I. 5654. vOMMUdeNd 10 4 EONitig. . . 11 5 M«Nti, . . . 12 6 Dir,»«, . . . 13 7 «itw.ch . . 14 8 Sraaerfig . . 15 9 »«ttH . . . 16 10 -nstali: M«(Nk( Mrttld 1 Da» Lchächterverbol.in Sachsen! van Rechtsanvaü I. Auerbach in Berlin. — Dr. Bär» fünfzigjährige» Dienstjubtläum. — Briese «ine» heitern Klelnslädter» V. »srtchr» me» C*mfMN»**4<M* Magdeburg. Berlin. Lob. lenz. Au» Sesifaien. Degau. Hannover. 'Oesterreich-Ungarn: Wien. MM» VerMtsOte «Mchrtchte«: Berlin. Berlin. Deffau. Fr'entstm. Min» •her 1«l|i1li|1 tnlnuiili Untersagt. DaS GchLchtverbot in Sachsen! von Rechtsanwalt I. Auerbach tu Berlin. Unterm 21. März18S2 hat bekanntlich d. König!. Sächsische Ministerium des Innern eine Berordnung betr. da» Betäuben der Schlachttiere erlassen, welche u. A. nachfolgende, hier interessierende Bestimmungen enthält: »Zur thunltchften Adschneidnng von Tierquälereien beim achten wird hiermit Folgendes verordnet: 1) Beim Schlachten aller Tiere mit Ausnahme des Feder- ׳ pleheSrnuß der Blutentziehung die Betäubung vorausgeben. (ES folgen dt« Ausnahmen.) . 2} Qdn Rinde soll die Betäubung unter Benutzung der SchsachtmaSke auSgeführt werden, soweit nicht .... S) Bezüglich der Betäubung der Kälber und Schafe durch .Stirn- oder Genickfchlag will» den Schlächtern die Auswahl der BetÜnbungSapparate überlaffeu. doch werden al» solch« die Holzkeulr für Kälber und der Schlagbolzenhammer oder et» stmnpfer Kellhammer für Schafe empfohlen- Folgen 4 und L. 0) Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen werden Mit Geldstrafe di« zu ISO Mk. oder Haftstrafe geahndet." Da diese Berechnung mit dem Schächten der Tiere nach lisch«» MtuS unvereinbar ist, so ist letztere«, soweit nicht sieh i« Betracht kommt, seitdem im ganzen Königreich fe» unterblieben, ohne daß bisher eine Prüfung der tzchtSgültigkert dieser für die jüdisch«! Einwohner sehr einschneidende« Berordnung erfolgt wäre. Und doch führt diese Prüfung zu dem Resultat, daß ^Ministerielle» Erlaß jede RechtSgültgkeit ab! m * Ralenüev. (.6,50) תרומח Rach Art. 2 der Reichsverfassung gehen alle R eichSgesetze den Lande Sgesetzen von und gemäß Artikel 2 de» Einführungsgesetzes zum ReichSstrafgesetzbnch ist seit dem 1- Januar 1872 da« Landesstrafrecht, in soweit dasselbe Maierien betrifft, welche Gegenstand des Strafgesetzbuches für daS deutsche Reich bilden, außer Kraft getreten. Hiernach ist eS den deutschen Eiuzelstaaten benommen, irgend welche Strafbestimmungen über Gegenstände zu erlassen, welche durch da» Reichsstrafgesetzbuch geregelt und in einem der Abschnitte über Verbrechen und Vergehen oder lieber-« tretung behandelt find. (S. OlShausen Kom. z. Strasges.-B Anm. 4 B. j. §§ 2 b. Eins. Gef. z. St. G. B.) ES frägt sich nun, ob sich das Reichstrafgesetzbuch mit der Tierquälerei, gegen welche sich die Berordnung des Sächs. Ministeriums de« Innern richtet, bereit« befaßt. Die« muß bejaht werden. Der tz 360 Ziff. 13 de- RetchSstrafgesetzbuche« bestimm nämlich: ,Wer öffentlich oder inAergerniS erregender Weise Tiere boS» hast quält oder roh mißhandelt, wird mit Geldstrafe bis zu ISO Mk. oder mit Hast bestraft." Hierin ist zweifello» eine Reichsgesetzliche Regelung der Materien der Tierquälerei zu erblicken, und ist diese somit der Partikulargesetzgebung entzogen. Eben so wenig, wie e» der Sächsischen Regierung zu» stände, de». reichsgesetzlichen Begriff de» Mordes oder de« au^idehr» oder eiuzuschränken, ebenso» Tierquälerei derart zu fällt, und zwa.