Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1894)
- Issue
- 4 (26.1.1894)
- Date
- 1894-01-26
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Magdebnrg, 26. S«»«ar 1804.. XXV. Iilrg. eine allgemeine Zeitung 8es Äuörntßums. tj»*aa14 •dMi |« dm teaan kn •¥*■}*«TtF, M .•■■111•■ ilatt> ■ri M ״»It *• ■ »M ■ t tl.‘!»in Mailt•«••■*_ ״ MMMMilaM. ■M Man Mt« •t*tltki«l 0era»»geg«b«■ ■OU Rabbiner I)r. M. Uahmrv in Magdeburg. MM. MM * * -** MM . *- * -a- IfwB jBUfmftXt VMpt 089 JflUMAI Ml Mi ״Lok ticke Klttalur• *ime•, M> Mmwim MlUttU( •kn kn» ־“ fjaJMk ■Mm kiuM kt« «•• •kn - t*M ■un felkft •«tu- ■MMMluSb ■4 MM ««ckt — Mttct Ink» •n, tff»tl« »B kn 3״»«•(. JNLXSsrtssk '־' *־■< snvarr: Lotte»»« Artikel r Zu Kaiser« »eburistag. Bon B. R. — Zur Ab- »ehr gegen den Antisemltiomu« und der Fortschritt tm Judentum. Bon B. I. —Wotte gesprochen an der Bahre Zellineks. Bon Rektor Dr A. Schwarz-Bien. Wochen- Hnc. 1894. »chetoot. 5654. Ralenüev, Loauadeuk 27 20 6,82) »חוו.) ftaifei« tdebuttst. Bericht« tut» »»er «tpcktt »««,«»• Magdeburg. Magdeburg Gouuta» . . . 28 21 Magdeburg Eoblenz. Stettin. Stolp. Au« Westfalen.' MkUtUG , , , 29 22 Aus Wettpreußen. Vtungart. Arohbritanien: Belfast. Dienst«, . . . 90 2S Aettefi« tut» *erattfcht» Aachrichte»• Berlin. Berlin. München. Mittwoch . . 31 24 Rüntoerg. Prag. Pest, vietttz. Domirrstag . . frk. 1 25 Buchdruck •Hut itlliUili •arlnnifkr »utrrsk»t. Freitag . . . 2 26 Z« Kaiser- Geburtstag Der Geburtstag des Fürsten ist in monarchisch regierten Staaten gleichsam ein politischer ReujahrStag; wie wir am religiösen ReujahrStage unser sittliches Leben prüfen, wie wir an der Wende des bürgerlichen Jahres unfern Besitz frststelle» und alle geschäftlichen Verhältnisse regeln, so hal- ^ten wir an diesem hohen staatlichen Festtage Rückschau auf die nationale Entwicklung im letztvergangenen Jahre, ob wir politisch vorwärts gekommen oder zurückgegangen sind. Unleugbar ist der Besitz der Angelpunkt auch der polt-; - tischen Kämpfe geworden. Wie auch immer die vor>uchn:en Hchlagworte heißen mögen, ein ernster Mensch täuscht sich > nicht darüber, daß im Wesentlichen die großen Parteien des Lande» danach trachten, einen möglich großen Antheil von vi ten Gütern der Erde für chren Anhang zu gewinnen und daß sie gern den Staat als mächtigen Helfer dafür ge- Winnen möchten; eine kleine Schaar wahrhaft ideal ge- ,Himmler Seelen hat in diesem lauten selbstsüchtigen Lärmen nur geringe Geltung; selbst das Toben gegen die Juden nur unter diesem Gesichtspunkte die rech« Erklärpng, der Untetschied der Religion und der Raffe sind durch- Hchtige Vorwände, und der Neid ist der Grund und Kern Feindschaft, daher können alle Versuche, den Gegner ז widerzulegen, kaum gelingen. In dieser sturmdurchwühlten Zeit ist eS uns in Deutsch- «in Trost, zu wissen, daß ein treuer zielbewußtcr Führer Steuer steht. Bornrtheile aller Art find wieder mächtig rW»; sie drängen sich heran an die Stufen des Lhrv« Derhält neS, aber sie erreichen den nicht, der auf dem Throne fitzt und da» Scepter hält in fester Hard. W׳r lesen an diesem Sqbbat in der heiligen Schrift» wie 'Jethro dem Mose Rath ertheilte in der Verwaltung seineS hohen Amtes und wie Mose den Rach annahm. Mose hatte Gewaltiges erreicht; er hatte den Pharao gedemüthigt, Israel befreit, und weil >r selbst demüthig seinem Volke diente, so hatte er auch den Israeliten, gleichsam ein höheres Empfinden eingehaucht. Aber einen Mose blendete» die Erfolge nicht; als Jeihro zu ihn! trat und ihm verständigen Rath ertheilte, da so berichtet die Schrift: וישמע משה?*קול חותני ויעש כל אשר אמו¬ .Da horchte Mose auf die Stimme Jethro's und that Alles waS er ihtn fagte.* Auch diese einfachen Worte deuten unsere Alten in ver» schiedener Weise:' Mose that, was er ihm sagte, — er, daist Jethrn, sagt der eine Lehrer; o nein, meint der andere, er, daS ist Goch. d. h. Mose hörte wohl zu, wenn verständige Männer zu ihm redeten, dann aber ging er mit sich selbst zu Rathe, und that, was Gott ihm eingab zum Heil seine- Volkes. Unsere Weisen zeigen hier den Weg, wie rin Fürst ein Führer seine- Volkesein kann und doch darum nicht zu verzichten braucht, auf den Rath Anderer zu hören; der Fürst, der sich sklavisch einem unterordnet, und auf eine selbstständige. Meinung verzichtet, und sei dieser eine noch so bewähre, ist von seinem Throne herabgestiegen, der hat sein Sapte^ aus der Hand gegeben; ein verständiger Fürst ordnet nicht Alles nach seinem eigenen Sinn«, er hört» wa« weise Männer zu ihm reden und dann prüft