Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 25 (1894)
- Issue
- 2 (12.1.1894)
- Date
- 1894-01-12
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Magdebirg, IS. Qanuav 1804, xxv. Iliri Vj eine allgemeine Zeitung 8es Äuöentßums. «I , ,«» atWMal M «taM (bOHMt ktr -«achaatchaift-, M JlaBill(■• Siattr* ■i m JiuiiniNttii‘ Wn«» m kaaf UM■ M «Mm •*> «aiicn a. 1111««—«la■!■ aach MaaMMkai (*racaiit•• ara« Mat». «!■Kl IM WM. S1# *cai WaMaakt: « ZH< .,SaMnfaaiir aai. tat tzaraaagi^daa BOA Rabbiner Dr. M. Nahmen in Magdeburg WN» fftfri•" «echt «» Mmh »Mt-Sltatlitllcht «achtalchrili - ■h |Ttal 3״*»na« au.tat«r. Matt". Me ataarfMlMnc OntUtUt a»tt Iticn Kcaai a6 Mfa-. DM flUwekaT karch Mt an. mann Mw MW■■■» - tu» man fcitl aas NataBWaMtaM aiachi — Mnct tla»u» staata aa: ~ ־'־ Mt ״ZOaatt. «achaa- Kakau. i Sngarr: SfUcnKc Artikel: Line Btdüchinilrtd« aus Adolf Itllinek. Bon B. R. — § 179! Verichie NW» CMfttfMnXnitni Magdeburg. Magdtbnrg. Ltsenaw. Lu» «estfalen. Sletliu. «u« Oders-dlefieu. Leipzig. Stutigan. Offenba». Orsterretch-llngarn: Wien. Prag. Meran. Lzegedin. Frankreich: Part». Pari«. Pari«. Rumänien: Bukarest. AemeO« «w» »erweis chte Nachrichten r Magdrbu׳a. Magdeburg. Berlin. Berlin. Berlin. Hildeth enn Stargard Alkoiai. Llmütz. Oswiencim »öniggrSp. Budapest. Butzlaud. Petersburg Pctertb. AachdraL »hie 1alti1»i|f fliriniaiilt rriersi»!. Gine Gedächtnisrede ans Adolf Jellinek .Wer «acht den Menschen beredt?' .Bin ich r» nicht der lkwige?" (2. «. M. 4,11.) M. A I Giebt es an die diesem Sabbat auf einer jüdischen Kanzel in Deutschland einen würdigcrn Gegenstand, als sn ernster Betrachtung den Prediger zu feiern, der jüngst uns eutriffen worden ist, der von allen, die das Judentuin vffentlich lehren und künden, willig als der Meister gepriesen wird? Adolf Jellinek ist heimgegangen, derMann, der fast ein halbes Jahrhunden als Prediger gewirkt hat, der jung begonnen und rasch sich zum Meister herangebildet hat. Er ist fast vierundsiebzig Jahre alt gewordm, er hat durch Wort und Schrift die Spuren seines Geistes tief eingeprägt, er hatte auch ein hohes Maß von persönlichein Glück; so wäre es thöricht, wenn wir heftige Klage über seinen Heimgang erhöben; solche Klage ist berechtigt im Mund« der nächsten Angehörigen, innerhalb der Wiener Gemeinde, in der er fast vier Jahrzehnte sein flanimendeS Wort wie eine Offenbarung niedergesandt hat; aber wir, die »vir nur seine Arbeit für die Äesammtheit betrachten, können doch verständigerweise uns nicht über seinen Heimgang beschweren, da er nicht nur äußerlich sein Lebensziel erreicht ha«, sondern auch seinem Geiste in dauernden Werken ein Denkmal gesetzt hat. Dennoch wird un« bang, sowie wir seinen Tod erwägen, denn immermehr lichtet sich die Reihe der Veteranen, chnd wo find die Männer, die in die Lücken eintreten können, Nie als Lehre«- und Führer der jüdischen Gesammthcit be- Wchnet werden können! _ Machen-- )nur. 1884. Schnait. 5654. NalenSev. Baaaatea» 13 6 w3 (5 Uhr 10 Laaatag. . . 14 7 Maata, . . . 15 8 Dienstag. . . 1k 9 Mitmach . . 17 10 Daunerstag . . 18 11 Krelta, . . . 19 12 Die Wiener Kanzel wird nicht verwaist bleiben, sein Amt wird weiter verwaltet werden, aber wer wird, wer kenn das Amtübernehmen, durch mannigfach anregendeReden allen jüdischen Predigern den Weg zu zeigen, der zum Heile führt? Es giebt natürlich tüchtige Männer unter uns, die ihr geistliches Amt redlich und gut verwalten; aber wo ist, da Jellinek todt ist, der Genius, der zündet, der begeistert, dem sich Jeder freudig beugt. Allerdings die genialen Männer kommen nicht auf Kominando, wenn gerade das Zeitalter sie heischt. Aber die allgemeine geistige Verarmung, unter der wir leiden, hat wohl doch ihre tiefern Gründe; es inuß ausgesprochen werden, daß das geistliche Amt unter uns für begabte Jünglinge nur geringen Reiz hat, daß viele trotz der Uebersüllung auf andern Bcrussqebicten sich lieber diesen zuwenden, um, den sei es nun vemeintlichen oder wirklichen, Kämpfen und Miseren zu entgehen, die sie »ut dem jüdischen Amt für verbunden erachten. Rur starke Familienlradiiionen oder eine ganz eigengeartete höchst preisrnswerihe ideale Begeisterung für das Kleinod unseres Stannnes besti-nmen heute in zivilisierten deutschen Landen einige Jünglinge zum rabbinischen Beruf und diese werden nicht selten von ihren eignen Angehörigen als Sonderlinge betrachtet. Ss wäre werth, von den großen jüdischen Gemeindeverbänden, die in unserm Varerlande vorhanden sind, ernst, lick, berathen zu werden, ob die Gemeinden selbst nicht m mchr« thun und manches unterlassen niüßten, um diesen Zustand zu bessern. Sin halbes Jahrhundert zurück, als Adolf Jellinek sich