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Jüdisches Familienblatt · 1893-01-01 · 39 (1893) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1893
Issue
39 (1893)
Date
1893-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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HerauS-egtben von Dr. in Magdeburg.?■#* 8*» U«terh«tt»»»g taub Belehrsug fftr die israelitische Familie. Moe» nnmn nuptnuk «n» dtrfe» « «M>tt.w»ch«llich al« »Hfl,-feile«* aut nS»MuUttft>rn »ocheufchAkr' >tew W ««fegfngi. — Die Einzelnummer kostet lv Oftbei der (ff>« xtton. I» der nächsten Nummer beginnen wir die hift-rische Original-Erzählung auS der spanischen Berfolgm gSzeit der Juden: ..Do» Pedro »»d sei» jüdischer M1»Lster." >»» Leelrulicht. Myithlung von «. v«r>. ,D« bist wirklich recht eige-nAllig, lieb« Anmltel' .Und ich find«, daß Du nicht ans den geringem meiner Wünsch« Rücksicht nimmst . . . .Wann habe ich Dir je et« Bitte abgeschlagen»' .Dies« schlägst Du mir ab, und just auf diese leg« ich den höchsten Wett.' Der tnuge Ehemann wollte den Streit in« Läönrlich« und sein unlogische» Weibchen» da» in «inem-hlti» «in da»selbe Etwa» al» den .geringsten" and „wettvlllstrn" Wünsche bezeichnet«, ein wenig verspotten, aber «1 war erster Zwist, und er hatte in volle» Ernst nnd mit volle« sich soeben über sei« Frau geärgert. Roch nie mal» den anderthalb Jahren ihrer Verheiratung war Mir ge» liche» Abendmahl so trübe, so nnschmackhast imd so verlaufen. Di« junge Frau, welch« «tt Ta» senden schlechte» die Unart teilte, durch stark zur Schau ' RahrungSverweigu un» ihr Schmollen pt de «eigen, finster bald auf ihren Teller, bald auf ein paar kleine von vier und fünf Jahren, dir mit furchtsam«, Ingen Papa und dt« nenst Mama betrachteten. Da» waren und Harry, die Söhnchen Philipp Dann'» au» erster Sie sich« mnckgmäußchenstsll und zitterten heimlich; sie schuld, daß die neue Mama böse war» .Ader so ch doch, Malch«,' bat Philipp . der wie Ander« an fest« Stell« den alt« .Kniff' ernst und da»Fast« der jumpu Frau für höchst beängstig«» ,iß doch Kind! Du wirst noch ganz schwach n erden, Du nicht» zu Dir nimmst. . . . .' ,G» wirb Dir viel daran lieg«, ob ich schwach werde nicht', antwortete sie spöttisch. Philipp krenztr Messer Gabel -der seinem Teller, schob dies« vor sich hi» und hastig ans, «tt geröteter Stirn, er «vor sehr bös«. .Sk« unfreundlich und wenig rechtschaffen von Dt», «in« veforgni» um Dich «nzvzweifeln! Daß ftj Dir nngerechfertigt« Anspruch verweigern muh, beweis! noch daß ich gegen Deine Gesundheit gleichgiltig bin. Und Dir sagen, lieb« Amalie, »«derVorstellung« noch Linnen « jene» Acht drinnen von seine» Platz« verbrät gen.' .Meimtweg« mag e» brennen, so lang« «» will." ,G» wird nur dies« Rächt und morgen brennen, nie «< Sitte für teure Todte verlangt,' .Ich habe nicht -«sagt, daß da» Licht nicht brenn« soll,.. ich habe «ich nur göoeigert, es in meine« "Schlafzimmer / anfzustrllen, weil sein Schein mich und bat Kind stör« wird.' .Stelle ein« Lichtschirm davor,' Phlltpp hätte seine Frau daran erinnern ttnwn, daß sie vor knr>«c Zeit noch ständig ein Rachtlichtletn brennen ließ, al» sie ihm in» Wort fiel: .Warn» spendest Du Acht ein« klein« 'iBnaunt und läßt i» Tempel ein« kleine Sedenkkerzr anzündea, dann wäre. dem fromm« Brauch Genüge geschehen — wozu im eigenen Hanse «in« so unheimlich« Sitte einführend' .Da» Licht soll in einem Raume brenn«, wo e» dir an der Jahre»»«it veteiligtm zumeist vor Augm hat«.' .Darum wird «» tu mein Schlafzimmer gesetzt.' ,E» ist »«« unserer Kinder auch.' .Deiner Kinder!' Er sah sie finster an. »Ganz recht, »einer Kinder.' dann fuhr er mit scharfer Betonung fort: .einmal für immer, ich will daß meinen Kindern die Erinnerung an ihr« Mutter erhall« werde, merk« Dir Amalie, e» gtebt nicht» Häßlichere» al» rin« Frau ohne Ptttät.' Jetzt stand dt« junge Frau tiefbeleidigt anf, ««tute heftig : ■ und giug tu» Rebeugemach. Wider alle» Erw«r« eilte ihr - ' Gatte ihr nicht nach, fie um Berzettznng ,n bttt m und tt» . - Thrän» zu still«. Aber selbst wenn Philstp »in« leise " Regung unmännlicher Schwäch« verspürt und nachgeb» ge- . wollt hätte, da» Schicksal halt« W* einmal h.lttwbckig de» schloff«, der jung« Frau kein« Triumps ihr«, Empfindsam» ,. keit zu gönn«. Denn e» klingelre^iu Bott km, und brachte noch sp« am Abend Philipp ein« Rachricht non g«ß»r Wichtigkeü für sein Geschäft. Er »vßt« unverzüglich vareffen./.. Frau Amalie war genötigt sich anf eine Art Lblssinsttllstand einznricht«, da« heißt, sie gab titon Groll ktt,«»w«g» «Af, legte ader doch al» thätigr Haukfrau alle Siebenfach«, der«, er auf der Rttft bedurfte, zur Hand. - »Jungen», kommt der", befahl der Vater. Hawl und, Harry sprangen herbei und drängt« fich an de» Vater» Knie. .Seid artig, dann »ht fein ,n Bett. Und Du, Monfi«»^ Harry, schrei nicht wieder in der Rocht» danch Du und da» kleine Schwesterch« Acht störst.' .O Papa, hrA wird er fich Acht fürchten," saßt« i ,Da» wirb sehr vernünftig von ihm sein.' »Ja, heA brrnni «tue Lampe,' sagte Hm» altklug, ,n schreit nur, wenn t» dunkel ist." ' .Die Lamp« bremtt für Eure gute Mnttrr, di« Himmel ist,' «rwiedert« Phiftpp, nah« di« ftMn? küßtt fi«. .Ehe ihr »u Bett, geht, sprecht Sott bitttt den lieb« Gott, daß er Euch gA und fv«m soll, »t« fi« gewesen.' Herry, der Klein«, zog »i»! Natürlich hatte er dt« «orte Philipp» nicht Mi~

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