Jüdisches Familienblatt
- Journal
- Jüdisches Familienblatt
- Volume
- 1893
- Issue
- 28 (1893)
- Date
- 1893-01-01
- Page
- Seite 110 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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bet Richtung, wo der Dieb wirklich gewesen, stehen geblieben Ich habe auch von Anderen in Ober Ungarn ähnliches gehört. Merkwürdigerweise erinnert da« Verfahren mit dem Reuter an i:r. Ring mit dem Henkel, mittelst dessen, wie Iosephuö lAntiqu. Kd. 8 Sav 2 B. 5) erzählt, der weise Salomo Wunder gewirkt und auch in seinen Zeiten rin Mann, namens Elieser, in Segenwart deS BefvafianuS und seiner SSbne. Dämonen beseitigt haben soll. Ihr, die Ihr kommt, mit uns ein Fest zu schmücken, drm dir Flammea edler ftunft erglüh ». I urch Wohlthun die Enterbten zu beglücke«. Daß tausend, — abertausend Funken sprüh'» Av» Slwcheu unverfälschter Pietät Jür fremden Schmer?, für Ml verborgne Thränen. iu imponireud Bild voll MaseMt Seid ihr dem ewig ungestillten Sehnen, Das bebend fragt tu kaum verhalttnem Groll: .Wie'S arm« Xtnbtr morgen sält'gen soll?" Za§en galizifcher J»U»eu. lim »«S j«wor (Alle» ist xrgänglich.) Dowid hamelech hat a mol zusammengerufen alle Goldschmiede un hat sei ihnen gesagt, daß sie sollen ihm machen a Ringel, was, wenn er wrrd sein frei- ::'x) i fröhlich), soll e« ihm machen traurig und wenn er werd sein traurig, soll eS ihm machen freilich. Die alle Goldschmieds haben aufgrzogeu die Achseln und haben gesagt. daS können sie nicht. Da» Alle» hat aber mit angehtrt sein Sohn Schlaume. nur er hat sich gar nicht willen gemacht. Nachher i« er gegangen zu einem Goldschmied und hat gesehen wie er macht a Fingerl. hat ihm Schlaume gefragt: »wie viel verdienst du dabei?" hat er ihm gefegt - »50 Kreuzer", hat ihm Schlaume gesagt »a mehr: wellst du gemacht meinem Laten (Bater) da» Fingerl. wallst du a hach (Menge» Geld verdient"; hat der Goldschmied ihm gesagt: »Io! wer kann das aber?" hat Sckilaume ihm gesagt: »weiht du wa». sach a Ringel und schreib darauf auf: a Gimel. a Sa sin und a ILd.'l wenn er »erd sein rraurig und werd a Kück geben auf f-’» Ringel, werd er sehen, da» auch das geht awek. und aso auch, - nn er werd sein freilich I" Der Goldschmied hat aso gethan!~,t> har gebracht da» Ringel zu Dawid hamelech. Wie der Gold- ^mied hat ihm erzählt, wer e» hat ihm aufgegeben die Svekulatio. hat Dowid gesagt: '.aznnd «seht) seh ich. daß mein Sohn ia Chochem!" Akiba Nagelb erg. Urocog zu eine« Woltltstängreilg-Gsneerl für nattsteidende Familien und arme Schulkinder. Seid uns geglüht im weiten Königssaale, Ihr Freunde herz'ger Opfersreudigkeit! . . Euch grüht die Kunst. — die au? krystall'ner Schale Der Sympathie echt gold'ne Früchte beutl Dreifach verstänvnißinnig wird der Gruß, Wenn er die Thräue trocknet, die da J Letzt, — Und wenn erauickcnd uns. als Hochgenuß, Ein Dankesblick de» K nde» —wiedrrgrüßt! . . Wenn wir der Milde Becher froh kredenze». Mt Rosen ihn herzinnig heut bekränzen, Woll'n wir just dem. was »indesstimme ivricht. Ja. >vaS e» weinend siüftert, ernst hier lauschen. — Für ein vielleicht schon welk .Lergißmeiunicht" Des armen Kindes reiche Liebe tauschen . . . Wir können all' den bitter'n salz'gen Mähren De» Hunger» und der Krankenbetts nicht wehren. Doch Drost zu bringen, in der Milde Zeichen — Fidelio singt's: »Tie Liebe wird's erreichen!!" Was wiegt in einem Mutteraua' die Thräne Am Bett de» hungernden und kranken Knabe»? Wollt Ihr für unser Losungswort »Versöhne" Noch eine tiefere Leglaub'gnng haben? ... Ist'» nicht ei» fellen Hochgefühl, wenn Freude «ich spiegelt in der Tbräne trübem Glanz — Und war nicht allzeit Trost bei fremdem Leide Ein hehrer Stolz de» deutschen Vaterlands? Du aber, theur« Heimathstadt Kerlin, Tie mit de» Ovfämuthe» edlem Sinn Stet» Kränze flicht von Rosen und Eiwressen — Die selt'ne Tugend ist Dir nicht vergeffen Sn allen deutschen Gauen! Am Altar er Opferwilligkrit stehst Du, Berlin, Für jeden Schmerz, für Roth und für Gefahr Als dje bewährte Hohepriesterin .... Wir aber opfern freudig früh und spät An dies« vielumworben«» Altären! — Hier fallen sich die Hände mm Gebet, Und dort — ach! — lächelt Hoffnung unter Zähl en! Heil Dir, Du deutscher Milde Sonnenschein, Veil Dir. denn Gott im Himmel steht darein!! — Berlin, den 29. Juni 1898. _Max Bauer. . Hommermoroeuoaug. Ich ttet' ins Freit. U welche Lust. Da» Herz erweitert sich in der Brust. Eichhörnchen huschet Lhn alle Bang Bor Menschrntritt, Den Rain entlang. Die frischen Lüfre, So lau und lind. Dem kränksten Herren Erquickung find. Das Wispern, Plätschern In Flur und Au, Ob noch jo leise. Ich hör'« genau. Ter Grille Zirpen, Ter Wachtel Schlag, Wie ander« wie Am Nachmittag. im Sand ein Käfer reibt schon kein Spiel. Der schlummrrtrurken Bom Baume stel. Und wie der Lerche Ter Sang aeräth, Ihr erste» Schmetteni. Ihr Frühgebet Wie find die Laute So weich und ttaut. Wie erste» Beten Der jungen Kraul. Leif' ziehn dir Lüfte Durch Baum und Sttauch, Ich kenn' die Laute Und bete auch. Max Weinberg. Mu» dem Spruchschatz de» Saktnud. Denn — Gott sei Preis und Tank — Humanität Im Brennpuntt edlen Wirkens Derer steht, Di« für die Armuth und der Leiden Noth Ein warme«, weiche» Herz im Busen ttagrn! Ta girbt die Konfession un« kein Gebot. Ta» Herz allein aebeut, den tausend Plagen, Die uns iw Kampf rm'» Dasein Wunden schlagen, HeiltrSft'gen Balsam milder Hand zu streu'u — Uno echte Samariter stet« zu sein! . . . »Web' denen, die im Schmähen und im Höhnen Tie Losung suchen dieser schweren Zeit. — Nein, Äegrniähr friedlich zu versöhnen, Da« ist ln« Aufgabe der Menschlichkeit!! imt sind Sie Ansang »buchftab«» t dieses geht vorüber, s -rrrrH. Kedakte« ISe. Rahm« r. Ma^eburg^ woeuiw uoeriragen von wa; « einoerg Kwei essen au» derselbe» Schaale Und halten ganz verschiedene Mahle. lAboth »' 8. Nathan Cav. 53.> Mer Seid legt ans rin Hirschgeweih, ver girbt'» wohl selber vogrlfrei. (Vethnwath 72.) Jechcktt: TlenSi»« oder di« Herbpblüthr. 0rtgi»al-N»v«>« von A. S. £. 0S»rti>:»»ral — «»riAnvSrtrr dentstber takn. K», L«»- lF»rti>:p»ng). — »prlchwlrlie Sentscher ZnSen »old Mandl. Möge, ^liztbher Jade», «v» Allda Rag,tb«g. — »retea. Aon ttmlmna. — Lenunerinereena«»,. Gedieht «äl veinb«.--wa» de» Gprnchschntz ML»l»»d. 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