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Jüdisches Familienblatt · 1893-01-01 · 21 (1893) · p. Seite 82

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1893
Issue
21 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 82 (sequence 4)
Language
German
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tf.auu.. für Utl rechte« hält, ist eigentlichpanz naturgemäß,^ C'i ci>gtft^tn davon, können wirun» ein ztemlich klare« ,BUd den damaligen Christen machen, wag bei ZarituS nicht ter Fall ist. Wenn auch beide darin übereinstimmen, daß sie un Allgemeinen nicht beliebt gewesen, und als eine sonderbare rscheinung betrachtet wurden, so kann ti doch kdneSwegr» ihre L??:.-.-weise allein gewesen sein, di« ihnen so viel Haß und Verfolgung zugezogen hat. Ihr Bekenntniß und ihr velchrungbeifer. wenn auch im friedlichsten Sinn ausgefühn, i,i -ßtr zu gefLhrlichen Konflikten mit der bestehenden Ordnung :2hren, und den Machthabern wie eine Herausforderung auf Lod und Leben erscheinen, deshalb mußte dir junge Ehristengemeind^ einer Jnauiflrion aoheimfallen, die von einer Nation Leben gerufen wurde, die damals an der Spitze der Zivilisation stand, und keine andere Religion neben der ihrigen dulöeu wollte. Wir brauchen kaum zu fragen, da die Strömung eine ordere geworden» ob sich die heutigen Römer auf die Seite il-rer Borfahren stellen würden, die damals mir soviel Selbst» tr^-ißn'ein auf ihr Recht pochen zu dürfen glaubten, da ft« in irr Mehrheit waren. Was konnte sie daran hindern, ettva da» .vüufhir. Christen? Wieviel Unglück hat doch dieser MehrheitSqiflut« über die Menschen gebracht, und wieviel unschuldiges Blut ist schon darüber vergaffen worden! Alle Religion»bekenner haben einmal hier und einmal dort darunter leiden müssen, c mt man kgnn sagen, daß Reiner von allen noch so viel davon zs enragen gehabt hat, al« gerade die jüdischen, trotz ihrer ruhmreichen aber zugleich traurigen Vergangenheit. Doch kehren p'.r zu Tacitu« zurück, und scheu wir. wa« für Wunderdinge ti uni über da» schwergeprüfte jüdische Bolk zu erzählen weiß. Im fünften Buch« seiner Historien heißt «»: .Man er» Zkhli, daß die Juden, aus Kreta flüchtig, sich am Lydiens äußerstem Rande »iedergelaffen, in der Zeiten al» Saturnn», »it Gewalt von Jupiter vrnrieben, ihm die Herrschaft abgetreten. Den Beweis nimmt man vom Namen her. Auf Kreta fei der Berg I da berühmt, und die anwohnenden Jdäer wurden mm mit Ausdehnung dieses Worte» nach Barbaren Art Iufeict genannt. Rach Andern habe die in ganz Egypten zum üeberdruß angewachscne Bevölkerung sich während Jfis'Herr- , unter Hielosolymu» und Juda» Führung in die nächsten x entladen. Biele meinen, r» sei äthiopischer Volk grwelcheS genöthigt wurde, seinen Wohnsitz zu verändern, »och andere glauben, eine Schaar Assyrier. Bolk ohne habe sich eine» Theil» von Egypten bemächtigt, dann eigene Städte, die Hcbräerland«. und die Syrien näher rn Orte bewohnt. Schließlich wa» der Juden Ursprung ÄchMvoll macht, ist, daß ein S o l y m e r. ein in Homer» Gesängen*) er Bolk»stamm, diese Stadt gegründet, und. nach ihrem Namen Hierosolyma grnaant hätten." (Fons, folgt). Allerlei. Ger ft mm Liedern»«»». .'Zerr Liebermann von Sonnuen- (nätt neulich im Reichstage jeinen auffällig jüdischen Namen Umstande zu erklären, daß die Juden, die im Jahre 1812 -» worden waren, Familii nnamen anzunehmen» sich viel- Namen alter Adelsgeschlechter beigelegt hätten. Dem öchtea wir feststelle», daß speziell der Name Lieberschon iu 13. Jahrhundert bei den Inden vorkommt, wie nden Belegen bei Zunz: „Namen der Juden", Ldvzia st» den „Gesamm. Schr." n Bd. 8- 40) zu ersehen ist. TM»». Jüngst hielt Prof. Tr. Birtor Jaoue«. der authrovoloa. Gesellschaft in Brüssel in der Gesellschaft uda» jaim»" eine Vorlesung über „jüdisch« Typen." Im Nor- «ropa», entwickelte der Redner, hätte» die Bewohner im aeu blonde Haare und ilcue Augen, die Juden hätte« ze Haare uud dunkle Auger, im Süden hätten dir Juden Haare und belle Augen, tzlole Gerechtigkeit ließ der Borte der Schönheit der jüdisckiu Hauen widerfahren, die auf öemisphchten sich sinder. Tie Einzelheiten de» Bortrag«» ,„i z» »dt führen, soviel ging aus demselben hervor, daß der Vrofessor wicht einen befiimmten jüdischen Typu«, sonamrdnmt. Gesuch d»n .Nach langer Zeit sah ich sie wieder. Wü: klopft' da« alte Mutterhazl ' Jett rollte» Freudrnthränen nieder. Lei« Abschied weinte,sie vor Schmerz. „ Ich drückt' so warm die dürre« Hände, Lag kosend lang an ihrer Lrnst, Uni» sichte leif, daß Gott doch sende Rach vielem Leid ihr viele Last. Ich hott' Geschmdde ihr und Früchte, Uni» hüllte sie in Blumen ein, Soll’ auch die köstlichsten Gerichte nd trug hinzn den besten Wdn.; Zeigt' chr die Stadt und ihre Schätze Uni, wa« sie sonst erfteuen könnt', Uni» stagte oft. ob sie'» ergötze Uni» ob e» sich de« Weg« gelohnt. Legt' ihre Wange an die meine. Da suhlt' ich, daß ihr Auge feucht, Uni> fragte rasch, warum ne wdne, Uni> fragte wieder, da sie schweigt. Da bält sie lange mich umschlungen, Uw) endlich spricht ne leise die»: ..Wa» draußen war, ist bald verklungen, ~ - Hier Kind, hier ist mdn Parodie»." So höre, svrach ich. Gott der Guten. Du. der die Mütterlich' erdacht, . Und ibre» Wiederscheine» Gluten Mr tief im Herzen angcfacht: Erhöre Du de» Kinde» Bitten. Meitchhöchste» Bitten und mdn Fleh», S« bat so viele» schon erlitten, Tram laß e» in Erfüllung gepn. Beschirme Du der Mütter beste Bor Schmerz und Leib und Ungemach. Hfl) mach' die Zukunft ihr zum Feste Un> laß sie mir noch manchen Tag. Und steh' mir bei. Du Herr der Welten, Auf mdnr» Leben» schlichter Bahn. Daß ich dn Wenig kann vergelten, Si<! hat so viel für mich gethan. Auf daß dereinst iu fernster Ferne Ihr letzte» Wort sei wieder dft«: ..Jetzt gute Nacht, ich schlaft gerne. Min Alter war mdn Paradle»." Max Weinberg. Mn» Sem Mpruchschay Se» WalmuS. sioetssch Söerttage« dm, Max Seinberg. Man nennt ihn Aabbi, weip» f» Brauch, Gefüllte» Bücherbrett tbi»’» auch I (R'giOa r«> » * 10)1(1 mag' Dich » grämen nnd härmen: Dein Stern versank in Nach», Doch fall Dich'» auch wecken »nb wärmen, Ivrnn wieder di« Sonne lacht. (Brreschit rabba 23) Hast zaxi Maß Datteln! mnßt nicht vergessen, vcg ei« Maß A e r » » mitgemessen. , . ( 7,X L» stünde besser nm Volk »nb lvrlt, - Hätt' Selb mehr Herz' und Herz' inehr Selb. (Lhnlin «). Iva» demim siücht'gen Sans, ' ID*** re streift durch Fei» »nd Auen An den Sohlen hasten bleibt. Davon läßt fich kein Lrdwall banen. _ (Nidda M). *) Oder; Er ein gielehrter? Zreunb, ich find' Aar ein lebrub'gr« vücherspind. SwtzM : «tmckinr oder di. Hnbstblllthe. Oeidnakch^elle von iu 8. A. <K.rts-»u-g.) - 3d4tt« L *•« ». «Mvßd». OtMcu. — Wertet: Ler Käme Lt^rrwan» .. “ ' —

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