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Jüdisches Familienblatt · 1893-01-01 · 20 (1893) · p. Seite 78

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1893
Issue
20 (1893)
Date
1893-01-01
Page
Seite 78 (sequence 4)
Language
German
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ist nur ein Schatten zn bedanern, der diese schöne, Mische Weltanschauung verdunkelt, dt» ist die untergeordnete Stellung der Frauen." .Auch Eie glauben da«?" erwiderte ich, „mm. wenn Sie vorurtheilsfrei sind, so werde ich Sie vom Gegeutheil überzeugen, denn Sie befinden sich in einem vollständigen Jrrthume." Ich zeigte dem Pater einen v.in mir im Rooemberheft de« »Univers" 1879 veröffkntlichten Anfiatz über diese« Thema, und der geistreiche Redner, der ein unvergleichlich schöner Vorleser ist, la4 die betreffende Stelle daran« vor: „Man macht öfter« der mosaischen Gesetzgebung den Borwurs. Sonderintercssen zu haben nnd die Bekenner der. selben von der zeitgenössischen Bevölkerung-getrennt zu haben. Warum rechnet man un« die« nicht zum Verdienste an? Durch den Monothewmu«, durch die Moral» durch die Achwng vor der Familie, hat Mose« ans von den heidnischen Völkern S‘ rennt; sind wir aber für die Mißbräuche verantwortlich? er die Sklaverei. die Polygamie, die blutigen Opfer nicht abschaffen konnte, so suchte er sie wenigston« einzuschränken. Er hat ans den ersten Seiten der Genesis die Rechte, der Frau wieder hergestellt, er versicherte derMutter di« Achtimg der Sinder, der Frau den Schutz ihre» Mannes; er spricht ihr da« Recht und dem Minne die Pflicht der Kleidung, > Kost und Wohnung zu; diese drei Pflichten dehnt der Talmud aus zehn aus; er verbietet de« Krieger, seine Gefangenen zu entehren und zwingt den Verführer, die Ehre seine« Opfer« wieder gut za machen. Und wenn der christliche Dichter Legouvä mit Recht ausrnst: »Beuge Dich vor diestm Ge» schlechte, welchem Du Deine Mutter verdank^" so kann Israel mit gleichem Rec^e sagen: »Wir sollten da« Geschlecht nicht ehren, dem wir die Richlerin Debora, die Prophetinnen . Miriam und Hulda, die Befreierin Esther/ die Engel der Tugend und Sanftmuth Ruth nnd Hanwi verdanken? Schlagen Sie den vietverschrienen Talmud aus und Sie werden überrascht sein, zu sehen, welch herrliche Rolle er der Frau, zurheilt. welche Vorrechte er ihr überträgt, welche Schonung er sür ihre Schwächen hat, welchen Schutz er für. ihre Rechte anss.-ellt. Ich könnte eine Legion von Belegstellen hierfür an führen, doch sei mir nur gestattet, die eine Stelle hier zu erwähnen: »Derjenige, der seine Flau liebt wie sich selbst und sie ehrt mehr al« sich selbst, nelcher seinen Kindern eine tugendhafte Erziehung giebt und sie zur rechten Zeit zu verheirathen sucht, auf einen solchen sagt die Schrift: »Du wirst da« Glück nnd den Frieden de« jäu-liche« Heerde« kennen lernen und die hohe Senngthuung der erfüllten Pflicht empfinden." (Jebamoth 62 b.) j »Finden Sie einen auch nur annähernd ebenso schönen , Grundsatz in Code civil, rer nur zu oft der Frau gegen» ' Ober civil ist? In diesem Gesetzbuche wird die Frau über» , all al« eine Minorenne (Minderjährige) behandelt, die ohne! Ge nehmigung ihre« Mann« weder vor Gericht erscheinen, , noch ein Geschäft betreiben darf, deren Rechte und Rationalität! im Falle des Ehebrüche« mit zweierlei Maaß gemessen! werden. «. «." Der Pater sah seinen Jrrthm» »in, und er versprach m>r, bei erster Selegenhest seiner veränderten Ueberzengung Ls entlich Ausdruck zu geben. grtart! «er einem Vottrtfcutfr tanken mehrere Personen Sem Lenke unk defianiqieu kie gerade keffe.ben. Dn bemerkte »iner eine h«ch «den enptnndue Inschrift, et In« pe Mt: „Cvkaut tm Jahre IS««". Daraus bemerkte ein Ankeret et.4 der Gesellschaft: „®* mn| kodi in jenem gehre ein befsafer* gnttr Nekeerhier gepredigt Heden, ketz die Neete sich oekrnagen fühlten. liier enhen ko* Do ln» en*nbetnp*, »mn ste fich ktinnen ctkem hätten i" — A»» der Aeerßr»he be* .*;■• f^»r»chdtch1»UgeU m Mnr WtMttp (Rachdrnck verboten.) " wer auch mir wenigem leben kann, Ist ein beneidenrwerther Mann, Iver nur mit wenigen leben kann, Ist wahrlich mehr al» «bei dran. S&aft frei auch mancher wicht herum. Ans den man zeigen «nicht' mit Fingern, tlann da» den Werth der Cngenk wohl link jene» Unwerth wohl verringern? K»erLe»»»>-. Wer nach Anerkennung jagt Und nicht Mann von Stand ist Und sich grämt dann und beklagt, Daß sein Ihnn verkannt ist ffat bannt doch nur gesagt, vag er noch ein Fant ist. ffätt' er irgendwen gefragt, Ver hier ort; bekannt ist, ffätt' man sicher ihm gesagt, wie da» hier zn Land ist, Daß wer Knecht ist oder Magd Stet» in'» Joch gebannt ist. ver sein Leben lang sich ^lagt. Bi» sein Licht verbrannt «st, Und nnr n*r zur Spitze ragt Bald — zum Rath ernannt ist. Jla* dem Sprmhschatz des Uat««d. ''' Portiich übertragen von Max Seinberg. Ls iß au» alten Zmten ein Rabbi mir bekannt, ver seinen <vch» nie Vchse, sein Weib nie Weib genannt, Lr Uiinntr seinen tvchsen nicht ander» al» .«ein Feld" Und rannte seine «attin »mein ff an»" nnd „meine weit". <Sabbatii«> wer hungernd Andre steht beim Mahl Lrdnldet sechzigfache Pual. « «Saba Kama-sr.) . ' i willst vn durchaus durch ffängen ater der Welt, prüf' auch voiher, ob Strick and Nagel hält. (peßachim \v2.) Lieb, da» der Weber fich bestellt. ' Noch nicht dem Spielmann auch gefällt. (Zoma 20.X * Bei Landkanf fei nicht zu zaghaft Und «f Brautschau — nicht zn wag Haft. C» thnt der Säse, wa» sein fferz begehrt, ve» «Säten fferz nach fromem Seien »erfährt. (Beenfchlth rabba - Linen Säfewicht beglücken, Kahlt er heim mit Bubenstücken. ÜBerefchith rabba 22.1 Mancher «nicht' wie Simri leben, Und gleich pinha» Lohnerheben. <Sota rr>> Seranteeaatl.lllekaktenr:Un|«ct,Wefkeknig. Druckfem«en!>ixikH»hUK,>tz«:D.L«eljfl,«a«kehUt^ SeriagKab. ffriese.

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