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Jüdisches Familienblatt · 1893-01-01 · 16 (1893) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Familienblatt
Volume
1893
Issue
16 (1893)
Date
1893-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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tflltttn-jpkftr $mn<fctrtcn Mi Dt. M. N»tzm«T ta Miitiii*« Zur A»terh«lt»«g «mb Ivelehrmeg für die i-r«elitische F««ilie. —-I- Ll_ l |..... I ----———7^ •eil unb Ehr«. Origt*aI.Jlom«n u< bei (Mgnunrt. Bon Ribcrt Ariner. (6Aluft4h^tttl.) — UtanMnc, bl* ,örrbf>,■& 0HgiMt«9tiiMBe Don A. 8. 1L — ®i* Geschichte Mm jübtschei Hnsar«U.lMjI«r. - ®le ji*i Hagaba-Lieber. L7 <U»tef»Uier HbMrW i«l bitkm BliMr ift mtnfflft.) A«td »ud Kyre. CrlftaablliMM t*t brr Gr, n, Win. 8m Roben •r«u«r. 16J (Schluß-Kapitel.) ®i war zwei Uhr Nachmittag«, al« von Wahle mit verstürstm Antlitze in da« Hau« de« Baron« eintrat. Dem entgegenkommenden Diener gab er den Befehl, ihn der Baronesse unverzüglich aazumelden, da er ihr eire äußerst wichtige Miltheilung zu machen habe. Der Laauai kam al-bald mit dem Besche de zurüch daß ihn die Baronesse im Salon erwarte. I« fliegender Eile stieg der sonst so ruhig« Mann die Treppe empor und trat in da« Bemach der Baroaesfe. Diese hatte eben ei» Album in der Hand, wo .in sie die Physiognomien bekannter Personen studirtr, und al« sie e« an» der Hand legte, war e« gerade Earl Beide'« Bild, auf welche« sie zuletzt geblickt hatte. Mst den Worten .guten Tag. gnädige« Fräulein," trat von Wahle eiü, ihre ihm dargebotene Hand an Die Lippen führend, .ich stürr sie wohl jetzt, aber ich konnte vicht ander« handeln, da ich Ihnen ein« sehr wichtige Nachricht über» "Mitteln muß, welche Sie vielleicht bettüben wird. Bevor ich aber ans da« richtige Thema näher eingehe, muß ich Ihne» eine in frühere Zeit znrückgreifende Begebenheit «rzählea. .Ach, Sie erschrecke» »ich vällig, Herr von Wahlen so erregt sehen Sie au«, um de« Himmel« Willen, sagen sie e« mir sofort; denn ich kann «ich nicht fassen, w* ahnung«- volle« Schrecken."/ .Gnädige« Fräulein, zu« Schlechten komm: man »och immer frühzeitig genug, nur da« Gute pflegt mitunter da« Leid anüzngleiche». Dar»» bi» ich so frei, 3! pro zuerst ca« Bnte zu erzählen, hoffentlich wird diese» Balsam auf die Bunde sein, welche Ihne» »eine zweite Mitt Heilung ver» »rsachen dürfte" Er folgte der Einladung Melanie'« und f>.tzte sich ihr gegenüber «ns einro Fauteuil. Er begann: .Ich kenn« eine» jungen Mann, welcher mein bester Frenud »st und dessen Achtung st» über alle« schätze, da er «in außerordentlicher Mensch i|t Nun :ft dieser edle Manu, weühem ich «eine ganz« lbsistenz und »ein Lebeuüalück verdaZckr, von der Natur iirsostrn stiefmütterlich behandelt, al« er weder von adeligen Beblüte ist, «och in der christlichen Netigioa geboren ist. >kr ift Jude, und Sie wisse« r« ja, einro wie schwierige, Standpunkt die Bekenner dieser alsthrwürdigeu Religion «ntei: den anderen Nationen einnehmen. Ehemalch al« die Welt noch roh unbs3| ungebildet war, wurde diese« Bolk, welche« durch seinen Beist eigentlich berechtigt ist, ein« herroiragendr Rolle in der.» menschlichen Besrllschaft zu spielen, von dieser zurückgedrängt '..».i und auf barbarische Weise behandelt. Aber gerade der Umstand, daß diese» Bolk ttotz aller Mißhandlungen doch noch immer stst und ungebrochen dasteht, treu seinem Blau.ben7^ und bestrebt, in allen Künsten und Wissenschaften Tüchtizse«^ zu leiste»,, hat mich zu der unerschütterlichen Ueberzeugvnß \ gebracht, daß e« eigentlich de« Chrisstathum« unwürdig ist,i gegen ein« so strebsan»« Measchenklaffe so uneuschtich zu fahren; e« ist geradezu eine schändliche Handlungsweise,^ Wehrlost zu bedrohen. Doch leider hat diese Erkeuntniß nur bei sthr wenigen Borurtheilalostn ^atz gegriffen ^u»w gerade in unstrn Tagen macht sich ein« Strümung bemerkbar; welche alle Errungenschaften der measchlichro Kreihtit^ in de» Koth zu treten sucht. Doch der wahre, eia Christ wird sich einer solchen Sttümuug nie und nimmer^ anschließea, er muß e« vernrtheileu, wenn er fstht, wie den Inden, welche doch, wie selbst unstre grüßten Mänrer s versichern, der Grundstein de« Christeath am« sind, eia Himmelschreiende« Unrecht begangen wird. E« gstbt keine» Erwerlckr^ i zlvech wo ihnen nicht Hinderaiff« in de n Weg gelegt werdm,^., bst sie aber siegreich überwinden. Auch wem Freund lML untrr diesen falschen Begriffen uuendtich viel zu leide» »nd? vergeben« durch Talent dst Bonüge der Beburt zu üler-l holen gesucht. Hüre« Sie, gnädige» Fräulein, und sälleitj Sie ihr llrtheil darüber: .Ein de« materiellen Untergänge geweihter Edelmai suchte de» Tod in den Belle» der Denan, woran ihn »1 Freund eben hinderte. Durch sei» Talrot bat er den üll zweistlte» zu einer geachteten socialen Stufe entporgrhtß«^. « und zu großem Retchcha» gebracht. Run bat er di^roM Edelmann um dst Hand seiner Tochter, dst er chm aber>ere>v weigert«, sobald er erfahren, daß sei» Lebensretter ein Z»dr^^ sei.' Da« soll ein unüberwindliche« Hiuderniß sein, we'cheü''^ zwei liebende Herzen von einander trennt, — finde« Dst nicht furchtbar, gnädiges Fräulein V Dst Baronesse starrte, ihrer Sinne kau» > Erzähler au. und cüt fragender Blick traf ihn, droltuh zeigst, daß sie in höchster Spannung de« Lüsnug «warst. .Wer ist dieser wahchast unglückliche Maun, der de» «enschlicheu Borurtheilen so schrecklich leidet?' ci,1 sich'« ihr m fliegender Hast. .E« fft —CarlBelde," tünst-»zurück, »dieser'j der durch dst Erzengnffst seine« Geiste« dst ganze B«

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