Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 52 (30.12.1893)
- Date
- 1893-12-30
- Page
- Seite 405 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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eine allgemeine Heilung 8er Luörntßums.!> __ 1 IjlMMflflktll VOR ftattfaKt Dr. M Naymev i» Magdeburg. WM Wmm** Mich» «n f9uu|{ ־'" Mt »et, Mlimn PMMtUe»Mt tun MMl M ■mm Mn« Mt «M. M (Mt — t«*l ■uu BH«a««1rt M4» M■ Mi Mt •mmMm M» -»( StchNvi: HMawo« flhrriMt Die niif&f* vewegnng d» Jndeitmn. — t«l SchüchMn. Om ODtrabltixtr Dr. Adler in London. gideSnot und israelitisch« Stichler. Wvetch»« een» T«rr»tV»M»eMz«nr Magdeburg. Verlin. Kempen o. Sitz,in. Uarlsrnhe. Klein (Veden). Etnttgeirt. Oederreich-Ungarn: Me». KrankreiL: Pari«. Pari». Asien: «hin«. Mene st« Mn» »erWtfchte «MhrichteNi Vien. Mydebnrg. verlin verlin. Hannover. Hnnbnro. Steist«. OSrltz. Schnee, »reg Siratzbnrg. Lolmnr. «len. Vien. Prag. Prag, Krnkan. vari«. Machen- Iftnln. 1893. Cnm• 5654. NaleuLev. CMKntenk ««nnt»! . . «onto, . . . Lienslatz . . . StiMM» . Dmwersta, . . Kreitaa . . . 90 81 Io«. 1 2 8 4 & 21 22 ־ 23 24 25 26 27 MB» (4,5•) iMiahr WM Mini »tz» MllinHfr ■1t4t1«s}1*t nbtftft. ZlbonnementsEinladung M fnafnaöiPöniigftrnJöbrgöng. Die ״gsraelttifche Wochenschrift" ist d,» «injige unabhängige jüdisch« Blatt, da» durch seine feUftALndtge Halt«»,, durch seinen Areimuttz und seine Gchickstfernakeitt mit denen «* für Wa hrtzeit, gleiche» Recht und Frieden «intritt, bei den i «inden dieser heiligsten Güter der Menschheit al» da» beft« gehakte und «eiftaefiirchtete gtlt^ Feindin aller Reclame und Heuchelei, jeder Schmeichelei und Heimlichthuerei, stebt fie wachsam auf der Dari« und kämpfi! mit offenem vifir. Li« ruft Freund« und Gesinnung« genossen zur Mitarbeit im harten und .schweren Kampfe auf, zur Bei breitung de» Blatte» in di« weitesten Kreise. Pr»de»««»rr» stehen auf Dunsch zur Verfügung. Die ,^»raelittsch« Dochenschrift" erscheint n zwei Ausgaben: Dt« »rahe Ausgabe mit zwei Beilagen Snblatt u. ktteraturblatt) — unter Nr. 8107 der Preisliste — kostet vierteljährlich 8 Mk. D e Heine mit einer Beilage (,Lamiüenblatt) — unter Nr. 8800 — nur 8 Mk. SS Pfz. Da» Abonnement muß — wenn e» noch nicht geschehen, — sofort beider posta»statt besorgt weiden ohne voherige Bestellung wird Nr. ( nicht gesandt. Gegeu Franco-Ginsendung de» Betra-ze» versenden wir die Bl. n«hveutschlandund'L>«st׳rrreich rum obigin Preise -franco, nach dem Aw»Ul>»« gegen por>0i>ichlag von so Vfg. pro Quartal. Dt» Ggstest ttta». Die rettgtösa Beweg««- im J«de»th»m. Der politische Kampf, den mar uns Juden aufgedrängt hat, der Kampf um unser bürgerliche« Dasein läßt uns kaum Zeit,׳ der iunerrn Entwicklung unsere» religiösen Leben» unserer Aufmerksamknt zuzuwenden. Dabei hat sich immer mehr herausgestellt, daß die Antisemiten gar nicht zu widerlegen sind; fie sind wett mehr die Feind« uuserer Vorzüge, al» die Feinde unserer Fehler. Nichtsdestoweniger müsicn wir sagen: auch das ist zum Guten; Gott nützt die Bösen als Werkzeuge zur Entfaltung des Guten; dieser Haß, der sich s-.lbst bis zum Sessel de« Richters herandrängt und z. B. jüngst im Hamburger Fahrkartenproceß dem Präsidenten de»!Serichtshofes eine Unmenge von Briefen zutrug, die jüdischen Viehhändler besonders streng zu bestrafen, dieser Haß zwingt uns auf uns Acht zu geben und ganz besonder» vrrsichtig zu sein in Wort und That, und nicht vom Pfad der Gerechtigkeit zu weichen. Aber anderweit hemmt dieser widerliche Kampf allen Fortschritt, alle Reform. Es ist ja naturgemäß, daß wir im Streit« mit denen, die uns an'« Leben wollen, alle religiösm Differenzen vergessen, daß uns die Kränkung de» orthodoxe» Juden so nah« geht als die de« freisinnigen. Aber die Thatsache ist doch nicht aus der Welt zu schaffen, daß es auch unter den Juden Parteien gieti, und daß z. B. nach der Anschauung der Strengen ein Aufgeklärter, und sei er auch sonst für da» Judeulhum begeistert und opferbereit, allsabbatlich Ding« chut, für die er zehnmal den Tod verdient.