Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 50 (15.12.1893)
- Date
- 1893-12-15
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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♦ eine allgemeine Heilung 5es ZuLentßums. ®Eaa: fni» De * MMttK M Utu M> Guns s. W ,, ■l»W «Ich MpasWUit g^tatugtftbtn »0m fRabbtaa Dt. M. Nahmen in Magdeburg. ffe MchchM «echt «ad »Ärdeat ist» lix M ״aSHIfb« liltetalitr• Man", Mc •tcrg<inUttse Pettaitle »dn tcns NIMM Bk Ws.. Ks» nlUorkn »sich dl« U». SOMMMMWiilmmi» •b<1 — fik» man Ikldft sss ■•MC *sj*ra* ■Mt! - klntC «tsis- ־frtom »s. Die k«T _af»n*C. ms» .»מדיי** Snyalr: ScHcnbc VtHfcl: Juwtewiit dürfen »ie über ander« Religionen Öffentlich «!trilen? — Briese eines heitern »letnstldlert an« Berlin, lll. Veetcht« und Twrrtfpou»en>«1>r Ulaadrbur!,. Berlin Berlin lkattow^ Sehneidemn l. BSNliiqen. Earlsrah«. Stuttgart. -England: London. und »er«ischte Nnchrisl tenr M«drburg. Mo - Benthen. Rybnil. Bromberg, -lnsbach. vtntlgaä. Bai UsHdrid ohne uipiiliii Iultu1|1t1 «tersagt Machenfttratn. 1893. fnm. 5654. Raleuüi'v. Kreit«, . . . 15 6 «Mssfcaft 16 7 (M5) ויג« TsNUtS, . . . 17 8 «säte, . . . 18 9 Die»»«, . . . 19 10 Fstttlg. «tttmsch . . 20 11 Dsmcerü«, . . 21 12 Inwieweit dürfe« wir über andere «eligionen Sftentlieh »rteile«? Smd wir verpflichtet. Alle» wa» wir al» wat»r erkannt haben, laut hinauSzurufen auf der Markt de» Lebe«»? Sollen wir jeden Irrtum, jede Meinung, ine un» al» Irrtum erscheint, energisch bekämpfen? -Da» kann nicht unter allen Umständen ein Aebot de» Gewissen» sein, wir kämen dadurch mög icherweisc in dir gefährlichsten Konflikte mit den GtaatSgesetzei!, mit den religiSsen Ordnungen, die Audem heilig si»d; e!r ist nicht nur klug, sondern auch weise und edel, eine UÄerzelgung, die andere verletzt, entweder ganz für fiä, zu behalten, oder veaigsten» ,mit aller Vorsicht und mit allein Vorbehalt zu äußern; jedenfoll» sollte Niemand eine solche Ansicht au«sprechen, wenn er nicht vor seinem Gewissen darüber klar ist, daß er Rumand damit kränken will. Ja unserer nervösen Zeit ist e» für einen Juren höchst ׳bedenklich, öffentlich über daüChristentum sich zu lächern. e» :sei denn, daß die» in eiuem Buch von rein wiffenschaftlichem >Charakter geschieht; denn die Wis senschaft muß frei sei«, ihr darf da» Recht, Me» zu sagen, nicht verkümme.-t werden. Schon daß ei« Jude überhaupt über die herrschende Re! tigion sich kritisch äußert, ist in den Auge« Kieler «in und da ohnedies dos Maß de» Hasse» gegen ׳Jvbeu und Judentum beträchtlich geMt ist, so Haien wir die lMge Pflicht, den Groll «icht zu steigern. Wer auch ohne diese Lug« Rücksicht ist e» «ligiö» und sittlich unsere Pflicht, da», «a» Ander» heilig ist, »icht herab« ziehen. Wir dürfen und solle« da« Hohe «8t Herrlich« unserer Religion künden; zweifellos ist der Be gleich oft geeignet, die Vorzüge in hellerem Lichte heraustreten!u lasten; aber in diesem Falleist e» richtiger.fich aufBergleichenchteinzulassen. Einige Worte in einem Artikel diese»Blattet(Rr.44)haben nun den Zorn eines hochangesehenen Christen von jüd. Abstammung erregt nndrrhat einen Brief an den ihm persönlich bekannten Redakteur d. Bl. geschritten, voller In» vektiven, aber doch mit der Bitte, seinen Rau, m nicht öffentlich zu uennen. Diese Bitte wird natürlich resxktiert werden, aber fie ist gerade kein Zeugin» für den Mull,, mit dem der geistig hochstehend« Mann für seinen neuen Glauben ttntritt. Wir hätten dem trefflichen Mann mehr sittliche ftraft zugetraut. Die Worte, gegen die sich der Gegner uxmdet. sind, wir erklären e» von vornherein, etwa« scharf. ,Der Uebertritt eines im Judentum wohl unterrichteten Juren sei, wo die Rücksicht auf äußere Vorteile fehle, eiuem vernünftigen Menschen unmöglich, undenkbar, nur au» dem Verzicht auf den Intellekt oder au» seelischer Depression erklärbar." Die Thatsache, daß unzählige Uebertitte von Juden zum Christentum aus den welllichsten Motiven stattfinde«, wobei die Dogmen der Kirche eine ganz unte» geordnete Rolle spielen, wird der welterfahrene Mann nicht bestreite» wollen; solch« Erscheintmgen verbittern un» da- Gemüth; der Groß- Vater war ein Packträger, ein Hausierer und in Wahrheit ein Edelmann, den» er ertrug alles Elend um seviem Ideale treu zu bleiben; der Enkel ist ein hoher Herr mit lkliteln und Orden geschmückt und eiu feiler Geselle, denn er ha׳! einen Glauben beschworen, der thm fremd ist; da» find für'xc» Christentum di« ״Füchse, die den Weinberg verderben."