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Israelitische Wochenschrift · 1893-11-24 · 47 (24.11.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
47 (24.11.1893)
Date
1893-11-24
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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l fHflpffl f;«6em Bürg« werde es!u PAUHt »«acht, ftiw Ätnb .1 unterzu laste« uud feiet, 06 dir ®eueradon auch aodi vrsache »eben wirb. Etz ist uicht gemtg. «es« mau dem Jude» t giebt» um sich befugt |u glauben, auch bürgerlich: Lugeub Ho« ihm |u fordern, lluterricht. innigste Ueierzeuguug, — dies» Hud bet alle« Reuscheu dt« besten Sruubsietue der Freiheit und He» bieder« Revublikauisilur." vrAerretch-UmA«». Mar««, lü. Nov. (Or. Lorr.) .Heute vormittag n urde hier da» Asyl der Künigswarter'scheu Stiftung für uniemittelte Maelinsche Kurgäste. die daselbst freie Löhnung. Letiung. Be» lchtung uud Frübstück. sowie är»tl. Behaudluna» Mericameate der und sonmar Beuesiiie» erdolteu» im Beisein »er ftaat» en und städtischen Wurder räan uud vieler der hier an» enden Kurgäste feierllchst uiltnA. Herr Banqutr: Fried! trausktz begrüßte «eit eiuiaen war« empfundene: Worten < de» Luratorium» die Erschienenen» unter dener sich der ihauvtmann Gras Wolken siet«. Eurvorstand tu Hernwirtb, Sanitätsrath Tr.״ Han «mann, kaiserl. Rath Dr. Schr eibcr. Dr Hirschfeld.Dr.Homig«derg. Dr.Pollak und andere Kurgäste wie auch der frühere Rabbiner fitr Tyro! und voralberg Dr. Grün t». 3hier zur Lur). seiner Herr Lommercienrath R- Magnus von Berlin, der sich viele Derdienste um die Anstalt erwarb und direct wegen der Zeier auf einige Tage hierherkam» u. v. A. sich befanden — Nachdem der hiesiac Religionslehrer Vogel die Psalmen 80. und 127 in hebr. Svrache recitirt hatte, hielt derselbe eine kurze FErede. in der er den edlen Gründern und Spendern angemessene Worte d«S Danke» 'dmete, zugleich die Geschichte der Entstehung der Stiftung skiend. Wir entnehmen daraus Folgend«»: Bor 23 Jahren starb er Emil. Sohn de» Jsak und der Lisette KänigSwirter au» ,ranktun a M., und da damals kein israelitischer Friedhof hier «Wirte, muhte die Leiche, wie e» in derartigen Fallin zumeist geschah, nach Bozen tranSportirt werden. Bald darae.f spendete Herr König-warter ein Kapital von 6000 ff. zur Errichiung eine» eigenen israelitischen Friedhöfe», wozu später noch weitere Beitrage hlnzukamen. von deren Erträamssen dir armen i» :aelitischen Kurgäste mit Subventionen bedacht wurden, auherdem pflegte Herr I. Wolf au» Eisenach hier regelmäßige Kollelte für bedürftige süd. Kurgäste zu veranstalten. Foran stehin schöne, meist nach Süden gelegene Zimmer in herrlicher Umgi bung vorerst für zehn Personen »ur Verfügung Mit cmem erbebenden Gebete für da» Kaiserhaus und Be- Seiden der Humanitären Anstalt schloß die schöne Feier, worauf die Räumlichkeiten besichtigt wurder,. Hotzenem». Der Kampf de» Dr. G o r d o n um eine Stelle als LanveSrabbiner von Tirol ist Ihren Lesern au» der vor Kurzem vor dem BerwaltungSgeiichtSbofe mitgeth«il»en Ber- Handlung bekannt. Der LcrwaltungsaerichlSbof hob damals die Mintstenal-Eniicheidung, nach welcher Dr. Gordon die!SerufungStritt zum Einspruch gegen seine Entsetzung versäumt hatte, als ungejetzlich auf. Nun yat oas Mnnsterium die materrelle Enischeibun« über die Angelegenheit, die in persönlichen Zwistigkeiten der LultuSvorsteher von Hohenems mit dem Radtiner ihren Grund hat. zu treffen. Erwähnt sei die Haltung ter LultuS-;emeinde von Hodenems ihrem Rabbiner gegenüber in der Gealtttagc- Dr. Gordon erhielt seine Bezüge bis zu der am 1. August IM erfolgten Ministcrial-Enischeidnng, während der Recursfrift an den VerwaltungSgecichtrhof wurde die Zahlung eingestellt. Stun. nach dem Unheil des Verwaltung« hole», forderie Dr. Gordon durch seinen Brrtretrr Dr. Ro cnfeld den unterdeh an Gehast ausgelaufenen Betrag von 1400 1.. ein Berlaugen, da« dir Lultutgcmeinde von Hohenems rundweg abschlug. Dr. Gordon hat sich nun in dieser Angelegenheit zur Audienz beim neuen UnterrichtSminisrer MadeySki gemeldet und beim Rcicheraths-Adgeordnetrn Stattdaliereirath Plaschek vorgesproche». Frankreich. Pari». Av> 5. d. MlS. ist ein geräu1»i»rr Brtsaal in Ler me Cadet in Anivesrnheil der hiesigen jüdischen Autoriiäieu eingeweiht ivorden. Derselbe ist sür die Anhänger der orthodoxen Richtung best uimi. Die Einw>nhu»gsrede hielt der aus Deutschland ftaminende, französisch-׳ Rabbiner W e 1 s k o p s, auch sprachen Zadok Kahn und D r e y f u s. Da es im Sinne deulscher Gemeinden eine osstzielle Gemeinde hier mcht giebt, — der Einuud Austritt aus derselben ist frei — so kann man von einer Trennung nicht sprechen, doch wäre heut zu Tage eher Zusammenschluß als Trennung nöthig. Die Hauptmacher der neuen orthodoxen Synagoge find: H. Prague, Redakteur der. Archive-, Trdeseo. u. Dr. «lein. Ne«efte «ud vermischte K«chrichte»>. W«Orto>l Am 0. Der. begeht ber seiver Zell vom fatoiner $t. Katzmer t - Leben gerulene basta« Syn»g»g«n>G«sang -Veiein sein 2-jtlhrig«S Jubüäum, da« durch sekkltche« GotteSdlevfi >md eia Baukett (-» 10. Dreemder) gefeiert «erden soll. Berkt«. Dienstag, den LS. No»r«d«r, Abend« » Uhr stabet die Generakversammlnna des-Vereins zur >l, «ehr deSUuttlesitt««»»' tnVerltu. tu deu Vmoriasälen (Letpzigerftr. >34) statt. TageSordnuug: l) Lhättakitsbertcht uud Geschzstltwe«; Ü) Etat für!804; 8) Etwaig« Anträge. Elnintr nur gegen Vorzeigung de, Mitgliedskarte. Auf Wunsch erhasten Mitglieder de« Verein« EiateittSkart«» t» uuserem Uureau ,Nagdebnrgerftr. 18. Kür den Vorstand»: ». G » e t st. Ricke et. I o rdau. Berlin Nach der ArntttonSNste l-«S RelchStnge« Seiirht dt« a»tise«i:isch« Fraktion unter dem Namen -Deutsch« Nefonnpariel" au« 12 Rngliedern (VSckrl. stdntg. Wer»», Ztmmermaun u s. «.) Dr. Fvrfter gehSn ihr aur ul« -Ho»plMnr an. AblwarX, Leu» und Ltdermaun ». Bonnenberg find al» ״Wilde" bezeichnet. «kchUchschBet«. 2». Nouembee. Gestern Abend «-»de die Nettze der von dem hiesigen -Verein sür jud. Geschichte und Läeramr" veranstalteten dffentlichen Vorträge durch «inen vom Herr« Rabbiner Dr. Na hm er au» Magdeburg aehaltem« allgemein interesfiecnde« Bort«, «rSffnet. E« »er erfreulich zu sehen, we'ch« rege The.lnahme bl« Mitglieder bekundete», Di« Versammlung war überaus zahlreich besucht, solgle dem anregende» vortrage mit grobem Interesse und zollte zum Schluß dem Vortragenden uid)«n Beifall. Vorsitzender des Verein« ist Herr Laudrodbiaer Dr. N ü l f. Demnächst findet ein Diskusfionsadend stau. — E« dürft» viel, Leser dies. Bl. ficherlich d,e Mittbeilung interrsstre» dah Herr Bankier Spanier -Herford eine poetisch« Urbertragung stimmt,icher iöO flja!m:n im Manuskript »c< endet hat. Ela Denkmal für Emin Mascha soll, wie Professor Schweinsurth i>: der -Naturwiffenschasti. B-ochenschttst" mitleili, hier errichtet iverden, wo her Forscher seine Jogeuü und Schulzeit oerledt ha». Es haben fich schon mehrere angesehen« Männer zu einem Uomite für da« Emin Pascha-Deukmal »«reinigt. HONwave». Die anrisemitlsch« -Hannoversch« Post" brach׳« vor einiger Zeit einen Entrüftungsaniket, zu dessen Ausbruch sie, trotz» dem ihr, wie gerichtsseilig am 3. Nov. sisigeftelll wnrd«. dieser Umstand bekannt war, sage und schre,b« »oller fünfzehn Jahr« de, durfte. Di« Strastammer verfehlte auch nicht, dieser, — in Rüäflcht darauf, »ab es sich um eine infolge des inzwischen ringelcetene» kodes des Beschuldigten nicht mehr erutrbare angedtlche Ausbeulung seitens «ine« -Hebräers" handeln sollte — persiden Gedächtrtsstärke gebührende Anerkennung zu zollen in Gestalt von einem 4 ionat tvesängnis sür den Bersasser und »00 Mart für den Redakteur. Ul«. 14. Nov. Der heutige S'aarianzeiger meldet: Bei I>er am 3l. Ott. di» U. No«, d. I. vorgeuowme»« Radbinatsdienstprüfi na ist der Ravbinalskandidal Dr. Berthold Einstein von Ulm, der!tu Nabdlnatsoerweser in Lau «heim, (dr befähigt zur Anstellung als Raddüter erklär» werden Prag. Hier >>: der -Raüdülerveitaud in Böhmeu' eudllch zu Stande gckommeu. Seine Statuten find denen »es ״Brrbande» der Rabbiner in ' Deulschland" annalsg. Mägen seine Lei,tungen ei sprehtiebe sein. «ItA*. Die hiesige Synagoge wurde heute Nach!« ausgera ibt. Undekannle Einbrecher dränge» durchs Fenjter >» da« Golierhcu», zerschnitten di« ivetthvolle» Altaitücher, stahlen ein« Meng« Silberzeug und entweihien d'e Gesetzesrollen. Der Oderftuhlrichter und der stomorner Stadlhauplmaun habe« sofort eine Untersuchung ringele ״e!. Es geschieht nun schon zum zweiten Male, daß die Geaner Syna^ »g« i» so frecher Weis« beraubt wird. Au« Ungarn. Die Familie de» Kaufmann«« I Franl! in Stssek traf in der versloffeneu Woche Borbrreiiungen, um die Hochreit der äUeiie» Tochter des Hause« zu feiern. Drei Tage vor der Trauung erkrankte die Mutter der Brau, so schwer, oa& sie einer 2p«- ratton unterzogen werden mußte, wtsthe sich aber al« vergeblich «twir«. Als die Praiite ihren Tod heran nahen fühlt«, wünscht« fii nnr noch di« Trauung ihre« Kindes solle sofon nach dem eingerre enen Tod«, an der Bahre selbst stattfinden. Der Wunj h der Sterin »den wurde erfüll» und in ünwesenhrii der Leidtragenden, welche soader» barer Weise auch da«-Hochzeitlpubliku.r. bildeten, vollzog der S-fietrr hin«! die Berbindung de«!ungen Paare«, GariA. Das hiesige Ravbiuerscminar und die mit deniieiben verbundenen Präparanö-nanitalt Talmud Thora wird von 48 Sä «lern besucht, eine bi« jetzt unerreichie Ziffer. Dem Balerlande nach find die Zdglinze au» der Türkei, England, Orftretch, Rußland, Rumitnien, Bulgarien. Tum« und Tripolis. &*n60n. Emil Zola besuchte hauptsächlich das Ostend vor hier, um dir volksreichen jüdischen Quartier-, wo dt« fremden J»r,1ttil«n wohne», kennen zu lerne». Man bekwuptet, der derllhmtr Schttst» steiler;gürte da« jüdisch« Proletariat zii« Gegenstände «ine» Roman« nehmen.

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