Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 47 (24.11.1893)
- Date
- 1893-11-24
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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SRftgb&itig' 24. Ro*e«ber 1893. XXlV.likr(. eine allgemeine Zeitung 8es Tuöentßums. ■Ml Rabbiner l)r. M. Nahmen in Magdeburg. IM* - V -t* mil, z<-ן WOGVge» Menst uns jpntwBi ■>M< 3״tt»« tioteKfdMti" 1*111" ־■־־ BtUrarnr. tnc PAtt«ile alxr acrai amtut tan( die N»< tUmti. ©«*<•״ taaTaMMta ffnOaß: Mtctikc ■rtifeli Der KlkiSft Charakter der jitdlshen Schlach» meffc. Bon K. — Dt« Lrauerfeier um den Freiherr» Mortvon Kdnigtwarter. »erichl« «mV Torr«N»»»»e«t«»> r Magdeburg. Lollraz. Berlin. Berit». Berlin. Berit». Mürchea. Lu« dem Eisah. Oesterreich-Ungarn: Meran. Hohe»«»«. , Frankreich-: Pari». fUiUfU tut» »«Mischt« Nachricht«, r Magdei arg. Berlin. BerU». Braunschioeig. Leisse. Hannover. Ulm. Prag. Gran. Lu» Ungarn. Pari«. London. gachdirt ahne «Ißindigi hitiMiAi iitrrs qt. Machen-- Iimtn. 1893. Me». 5664. Xalenüev. Kreit«, . . . 24 15 Leinevr,« 25 10 4,52) דיש^וו — in M&gd.t L»»,te, . . . 26 17 Ment«, . . . 27 18 Die,»,, . . . 28 19 «ttMich . . 29 20 Dem.«»«« . . 30 21 Der religiöse Charakter -er jütischen GchLchtweise. Iw November vorigen Jahres erschienen in der ״Lippischen Landeszeitung" einige Artikel gegen das jüdische Schächtritul. Hierauf erließ ich eine Erwiderung, worauf em, Replik und eine Duplik folgten. > Da die Schächtsrage gegenwärtig im Vordergründe der Dircussion steht, so dürste e» von Interesse sei!:, diese Lowtroverse einem größeren jüd. Lsepublikum vorzusühren. umsomehr als auch hier von nichtjüdischer Seite der Versuch gemacht wird, dem jüd. S ch ächten den r« lig t ösen Eharakter völlig abzusprechen. . Dir jüdische Schächtweise und die Tierschutzvereiue. 1) Die Agitation argen die jüdische Sä »ächtweise ist neuerdings in «ne neue Phase getreten. Man begnügt sich nicht mehr mit dem Vorwurf der Tierquälerei, welcher seit lauge gegen darituelle Schlachten erhoben wurde, sondern begmnt eben, den mosaischer, Ursprung de» S-chlachtritualaozuzweifeln. Dem gegenübcr ist es norweni ig, diejenige Cteut im Pentateuch allgemein bekannt zu mach«», in welcher jene» Ritual zwar nicht d«ailli«t, aber doch in nicht mtßzuverstehend« Weise angedeutet wird. W« etva diese Andeutung nicht für hinreichend erachten sollte, d« möge be» denk», daß gar viele Schote im Pentateuch bloß angedeutet find, während die Ausführungsbestimmungen üb« dieselben d« mündliche» Ueb«lieferung ü! »erlassen wurden. Ich erinnere an da< Schot d« Sebetkapsln <kk^1attori««f. an die am Schwach vechoteuen Achxitem rc. Bei «L» tiefe« »tdche. wir trotz ihre» pentateuchischen Ursprungohne traditionelle Erläuterung nicht im Entserntesten wissen, nie wir dir betr Gebote auszuführen hätten. Die auf daS rituelle Schlachten sich bezirhende Bibelstelle befindet sich im S. Buche Mose'» Kapitel 12 VerS 21. — Es heißt daselbst: ״Wenn zu fern ist der Ori, de» der Herr dein Gott erwählen wird, seinen Nanie» dahin cu festen, so magst du von deinem Rindvieh und deine,« Kl.lnvieh schlachte», wie ich ei dir.befohlen habe, und ei essen in deinen Thoren nach all« Lust deiner Seele." Die in in diesem Verse enthaltenen Worte: ״So wie ich dir geboten habe" können nach den Regeln einer gesunden Exegese sich auf nicht» Andereals aus die Art und Weise de» Schlachten» beziehen Da ab« diese im Pentateuch nirgends angegeben wird, so muß dieselbe von Moses mündlich überliefert worden sinn. Hiermit ist d« mosaische Ursprung de» GchäÄtritual nachgewiesen. Hierzu komint noch d« Umstand, daß da- Ritual auch bei den nuS dem Judenttim hervorgegangenen Sekten der Samaritaner und Karäer, welche die Tradltonen der Rabbinen sonst nicht anzuerkennen pflegen, zu finden ist. Auch sollen die Falaschas oder dir abeffinischeu Juden, vo» denen nachgewiesen ist, daß sie ia d« vortalmudischen Zeit in Abesstnien eingewand«! sind, dir fünf Hauptregeln de» jüd. Schlachtritual» beobachten. Diese historische« Fakta sprechen deutlich genug für da- Hohr Hier der in Rede stehenden Gebräuche. 3) Wa» die Wichtigkeit de» jüdischen Schächrritual» al» religiöse Leremonie anbelangt, so genügt e». um dieselben zu beweisen, auf den Umstand hinzuweisen, daß jene» Ritual hauptsächlich auf dss äußerst strenge biblische Verbot de« Blutgemrfse» sich gründet. Den» keine andere Tödtung«weise ist geeignet, dem tterischen LSrper da» Blut in solchem SlaSc zu entziehen, al» da» Schlachte», uns zwar ohne vorhergehende Betürchgstg. De« durch diese vnrd die Lirkulatum