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Israelitische Wochenschrift · 1893-10-27 · 43 (27.10.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
43 (27.10.1893)
Date
1893-10-27
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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ttfirUn, daß keine Trannng« wetz McactunuBKu atrbcn kann» teu, da der Eultutvorftetzer di« A^rtzroll« in den Turasaal?Kaffen ließ. Die LnlwtzEeaetube HoieWo» wendee sich an die Bezlrkthauptmaimschafi Feldkirch um Abhilfe. Diese enthob untrr Berufung auf Artttel 8 der Verordnung der Administration der ehemaligen Grafschaft Hohenem» vom «. Oktober 1796 den tbdlner seine» Amte«. Der Recur» de» Dr. Gorl!on an die nsbruckrr Statt halteret wurde au» den tu der ersttnstanzlichen tscheiduna angefühtten Gründen abaewieseu. ilm IS. Mai 1892. dem letzten;tage dieser Recmsfrtst, telegravhr-te Dr. Gor» Hon an da» Eultuiionnisteniun und bat um eine achttägige Frist» Verlängerung. Nicht«destoweuiaer wurde der drei Tag׳ später, also - <,« 22. Mm 18V2, eingebrochte Miittftertal-Recur» cil» verspätet abgewiesen. Bei der heute »ur Lerhindluaa gelaugten Beschwerde au den Lerwaltuna»«Gertcht»hof vertrat der Besänverdefübrer sDr. Victor Rosenseld) den Standpunkt, daß die telegraphische Anmeldung de» Recurse« rechtzeitig erfolgt sei. Di; erst nachträgltch erfolgte Stecur»au»whrung kbnue daher niiht al» ver» Met behandelt werden. An menlorischer Beztehmg seien die Verwaltungsbehörden gewiß nicht competeut aeweser, den Streit Wischen EultuSgemettwr und Rabbiner zu schlichten; denn der Rabbiner sei nur auf Grund eine» privatrechUtchei Lertraae» mgagirt. und allfällme Streitigkeiten könnten nm dir ordentlichen Gerichte regeln. Endlich habe »u Zeit der Beseht »crdeführung Her Hoheuemser Lultutgemeinbe b«: der Feldkirche 1er Bezirk»» hamptmaanhast die Lulmtgemeiode gar nicht mehr ja Recht bestauben, da sie nach h 31 de» Reick^iesetze« vom LI. März 1890 al» aufgelöst zu betrachten war. Der RegieruagtVertreter bedarrte darauf, daß die Recuröfrift versäumt worden sei. Der «r«altuug»-Gencht»hof» welcher mit Rücksicht auf die prinzipielle Wichtigkeit der Frage au» sech» Votanten bestand, hob die an» schiene Entscheidung al» im Gesetze nicht begründe: ans. Wenn Origtual-Äv^fertiguog der Stalkhalterei-Eutschetlnma. wie da li«rung»vertreta behauptete, eine vierwSchenlllch« Recur»srift etzte, so köune die« an da Thotsache nickst» ändern, daß in dem Beschwerdeführer tmimirten Abschrift eine Recuröfrift »jcht festgesetzt war. Da Vawaltang«»Gericht»hos sei überdte« «,^1» Entschlüsse gelangt, daß im concreten Falle nach da kaifalichen Vaordnung vom 28. Ocioda 18bS die »aübersckueitbare srchzigtägtge Recur»frist zu gelten habe. Liese Frist sei »ach da Actenlagr nicht überschritten worden, weßhrlo die vlinifterial-Entschetduog al» ungesetzlich aufzuheben war. Da haben Sie ein stapitel von unserem ״inneren" Anlisemttitmu»! ״Deine Berwüster und Zerstöre, gehen au» eigene» Mitte hervor." Ist ein solche» umütstsche :ähren nicht empörend? Eine i«raelitische Borstehnng. »eiche sich nicht eniblödet, die Thorarolle» in!» Turnlocal zu geben, blo» um den Seelsorga iu bovcottire!, und quasi ■auf* Trockene!u setzen. Eine jüdische Gemeinte, die üba Speisegesetze und Laemonien zum großen Teile fick! himvegsetzt, benutzt «in Basken de» Salsorger« al» geschickte und a- , -wünschte Handhabe, um denselb«« au» dem Sattel zu heben und brotto» zu machen! Unerhört! Ballend» lächerlich ist da >8orwurf und?!onoand da uveorrektea Beaufsichtigung da Tchrchita. Al» ob die» viel nützen würde bei einem Metzaer, da nicht viel Federlesen» und kurzen Prozeß macht indem a sich selbst da» Htz«ht zum Schächten vmdicirt nach dem Grundsatz«: Hakol jehoch tin. In Gemeinden mit ähnlichen Verhältnissen, wo da Lehra, seit Jahren einaenistet, dem Rabbiner gegenüber die Sorachrolle .auf« Trefflichste zu copiren versteht, ist für den ehrlichsten und tüchtigsten Geistlich« kein Lorbeer zu pflücken und wäre e» unsere» Erachten» wohl da» sstichtigste wenn da Sitz de» Zande»rabbnmt», nachdein dir Hoheuemsa Gemeinde leider in den letzten Züg« liegt, nach I na» br uck vrlegt würde. Bukarest, 20. Ocroba. Die Unaaechttikeü de» io Ha v rgaogenen Parlament»session geschassrnen'tstesche», wel» che» nur den Kindern rnmänischa Bollbürga tie Woislthat ' de» unentgelttiche« Umerrichte» in den Staateshulen zuäe- ^ht, hm durch die vou da Siegiaung durch,,eführtr Bestimmung da Höhe de» Schul«-ide« noch eine Verschärfung erhalten. Da Unterrichtvmnister Tach« Ione»«u hat nämlichd^ für die Sind« von Nichtstaat»büraan i« den Stadt- «einden zu «trichteud« Schulgeld auf 80 Krntrfi für da« zr hiuaufgeschraubt l Daß hierdurch da HoiMUweck da Hechchmg de» unentgettlicha: staatlichen vclrrschuluutcrricht», da» heißt nämlich die Ausschließung da einheimisch«, aba nicht zum Genüsse da staat«bürgaliche» Rechte zngelaflenen rumänischen Järaeliten von den staatlich« Lehranstaltm, da Hauptsache nach erreicht wadm wird, vast-cht sich von selbst. In Tchie««« hat der griechtschorthodore Erzbischof Lass» von Zante vor dem.Welwurtamenr" da Reliaioan! eine Erilä» ruug aeam da» Blutmärchen abgegeben. Diese Erklärung lautiie׳ Lm Ost« ist unta da unwissenden Masse da Bevölkerung da Glaube verbrettet, daß die Iud« für die Zwecke ihre» religiösen Ritu» da» viut chrtstucher Kind« benützen und. um sich solche» zu verschaff«, vor da Begehung von Mord« nicht zurückschrec!«. Jufol« diese» Glaub«» brechen häufig Judenverfolgung« c»u» und die unschuldigen Ovf« sind viel« Demüthiaungen untawarf« und groß« Gefahr« auviesetzt. Mit Rücksicht auf die Thotsache, daß solch« irrtbumlich« Idem auch unter den Unwis eod« and«« Land« circultreu und im letzten IabrrebM sowohl _ mürben, solche Rlmalmorde be christlicher Priester an 1 . _ unsere Ueberzeugung zur Kenntnid zu nehmen, daß da» Iud«- tum Mord jed« Art verbietet und daß keine seiner heilig« Autorität« und Büch« den Mord od« den Gebrauch vou Men« sch«blut für rituell« Zwecke oder religiöse E«emonien gebiet« od« gestatten. Die Verbreitung ein« solch« Berläumduna gcaen die Bekenn« eine» monothrimschm Glauben» ist unchristlrch. D« Ursprung dies« Berläumduna muß zurückgeführt wnden auf die Einbildung d« Röm«. daß die erste» Ehriften Mensci»eoblut bei ihr« religiösen Vrrricmnug« benützten. E» ist un»«- einbar mit d« Pflicht de« Lhrist«, eine so schreckliche Anschnldicning unwiderleat zu laff« und e« liegt im Altreffe de« g it« Rufe« de» Lhnftentum», daß ich diese» Parlament aufforterr. zu erklär«, daß da» Judentum und die Iud« de» ihnen rntac* dichtet« verbrechen» ebenso unschuldig sind, wie» die Lbrikea d« «sten Jahrhundert« waren.'' Der Sitzung, in der dien Trklärung abgegeveu^wordr^ vrästdtne — da» ist am«ika»isch« cldigr Iud« waren, die aaaek aat begangen zu haben: richte ich al» dies« Eoagreß die Aufforderung, Lourtoifie — ein Jude: Hirsch au» Ehicago. Neueste und vermischte N«chrichte». Verlit», 8». Oktober. Gegen den Profeffor Dr. Paul KSrfter zu Frtebeuau sowie aege» den Redner«! Dedo Müller von der .Gtaat»bür»er-Zeitu»g' stand gestern vor der erst« Lttaftammer de» Londaertchl» l, Termin wegen Beletdigung durch dsi Presse an, die bei Beiprechuug de« Vulchhoff-Procefie« Dr. Fürster iu eiue» »fsentltchen Vortrage begaug« har an» dt» Iu eine« Bericht In der,Vtaat«» bürger.Zettuna' wiedechegebe» wtirde. I, diese» Ausführauag» studet dl r Aullage Beleidiguucr« de» Eist« Siaaitanwalt« vuwaarr und de« Lauda»r1cht»ratd« Vrtziu« zu Eleve. E« kam »ichi zur vertzaud» >»»», da Prosefiar Adrirer ein Er«nlheÜ»-Attest eiugereichl hatte. In Gr» Ltrehlitz ist die LioiuUauschule vor etutger Zett ausgelöst worö«: «uumebr har die Lynaaogengemernde eiue Sff«rttch« südische Volksschule Wim«, SL. Oktober. Vor de»hie,'. Ert«m»izsen«rehaliesich Ponlut Metzer, der au» seiue» P«z«h weg« de« Vtunueircheni berüchrigle zege» dce vom S«aa1»au»atte Va«, L r « ch »l« r erhvbeae »»klag« der Dk«t»stät«deleidta»»g, der Veleidiguug de» Papste« uud »eaen Gmherbuug »»gesetzlicher Handlung zu »erantwvttk». Paul»« Meyer, der detanmllch gegenwärtig seine Vtraf, weg« Ehreudeleidtguug adsttzr, machte dt« Aenßerunge» im Iuquisiwuwiiul«. Odgetch drei Beamte, zwei Gesangenausieher uud stebe» Sttästiuge die beschimpf«»« Vemectuug« beslättgt«, leug- »eie er in ,einer weitschweifig« Manie, uud »erstcherte mit eine» feierlichen Eide, »ah er uuiwuidig sei. Der Gertrhtdtzos oerurtheive ih» nicht» des« »wenig er im Viuu« der Anklage zu »termouatlcher schwerer Rerkerfiras« uud sprach über td» »1« Laude», »erweis»ug au». Paul»» Meyer danke sirrdie «ilde Strafe. .Eti ist sehr weut^ obwohl ich uuschuldig diu.- metnte er, .aber ich milchte d« Sttafe all« 1« adsch«.- Präsident: ,Da»ist »ich»Sach« des Geriänsoses, sende« der Stralhauevermalniag - »s»1l<«s«ttz. Hier murd, Heu Leo» Emanuel «iufttmmtg zum Btrgemuttster »«»Lhll. E. war mehrere Iah« hiudurch Präset der jüdisch« Ucmeindc «N» Vwltürie«. Auf «iu« «iuladuuch »eich« Fürst Kerdiaaud zur Gruwtfieiuleguug « «t»«r tuata Gyuag^w i ur d<« deutsch« Iud« ia tbostci »em Vcm-Temitü «rhtett, ltah «rselo« schriftlich sei» Bedaue« «!»drück«» da» « fich daeet utcht tz^a nwwiklk «, sei »•a!mx Treue setuer St. Nuwrtb»»« üdergm«» m» üderseud» SqO Fr. zur Penhetle», «a dt« Aermfi« der iür. »«teiud«.

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