Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 43 (27.10.1893)
- Date
- 1893-10-27
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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’■frar«, 27. Cttefctr 1808. XXIVilto eine sÜAemeine Zeitung 8es Äuöentßums. HHitmUH utchitai tt ttat *Man« kn 4«<»״ aal•jrtfr•, M ״••lalllta• ktattr* ■u ke» »Sitet• tae IMat «».*׳ «rcU tte rn MtUMl M lJ«a •י*■ SinxnMLjM^tan■(4■» ■׳ M»9 M kn n 8feff -fa Qctattfgtytt«« MM Rabbi»» Dt. M. Nahmen m Magdeburg. Mia— —* . . 1. n, /.* ....v Mu-aa—k |Fv ßrnfNftu Mr»» ■80 jriMMi!taten•• rat 1 t tl(<k t *Be»tt |d)t 1 |r I* 3״*k<f#t SltiraluT• Mt vttrtztü alttat Pnttzttlt »der dnta UM UM•., fink taöMktl MuH klt Kt» naati■ GntklHiata •ker — faU ■an Idk» aas Makatl UaKrach »a ,l — kttnt tlatu׳ ttakta am! oüUL '-«akatL ' 9n0»n: ÜcHmk Ittiitl 1 ״®tgta t><:* Ratio»aljudratumvon v. R. — ״Tie ״JtreuMcttung“ auf der Hübe." von Dr. Stngrr-lkob- Itity. — ״Gnvemann'« Rede zur «räffnang »er iSr.-chtologischen Leveanfiatt in Wien." vertOte und TsrrospO■»«■»«■» Magdedur!. Berlin. Berlin. Oberdaus«». Leipzig. Llolp. Oesterreich-Ungarn: Out Ty'ol Rumänien. Bukarest. Amerika, ädicago. Rmdt und »erMischt« Rnchrichten: veilin. «r^Strelip. Wie«. BortSmomh. An» Bulgarien. stlochhn» «hoe rntrrsagt. Machen- «Uh. 1898. rhefchmm- 5664. NaleuSev. Srett« . . . 27 17 Sinnoben» 28 18 n->-, (5,31) Sonnt«» . . . 29 19 Mont»» . . . 90 20 Dien»«» . . . 31 21 Mitvooch . . 1 22 Donnerst^ . . 2 23 Wege» daN Eist schmerzlich» einen» Manne entgegen reten zu müssen, der, wenn au« den Worten ein Schluß auf die Gesinnung gestattet ist, e« mit dem Judentum gut meirt; eS ist natürlich, daß, ivenn ein Srauktr viele Jahre sch «er leidet, man das Bertraueu zum Arzt verlier! und den Quacksalbern in die Hände fällt; da die Brnunst nicht Hilst, so erwartet man Rettung vom Unsinn, der in diesem trostlosen Zustande selbst, einen sonst Bernünstigen umfängt. Solch ein Ouackfalberrecept dünkt uns das Rational» judentum und wir kömnn eS kaum glaubm, daß die Augäbe deS Dr. Jacob Sohn korrekt ist, nach velcher auch die Herren Dr. Hildesheimer und Dr. SargeleSin Berlin zur Fahne de» Natioualjultentum« schwören. >) Dieser Dr. Hohn entwickelt uns auf fünfundzwanzig kleinen Seiten in einer phantastischen, my tischen Sprache dieses wundersame Recept. Zugegeben selbst, daß e« gut ist, wo ist denn die Apotheke, die die Medizin herstellt, wo ist *1 Assimilution, Antisemitismus und irattonalj»de», thu» von Dr. Jakob Lohn. Sie» ISS4. >) In emem^Anhong" Werbe» dt« verschiedenen «hervorragenden׳ Verein« und Männer aufgezählt. di« für die jüdisch-national« Sach« wirktiu Unter de» erüirn find eS besonder» sogenannt« .StndenWnvrretn :" t» Wien, BieSlau, Heidelbtrg. »zeraomttz, Prag, Lrakan, Bari». Zürich. Dorpat, R a«; sodann jüd.» ntUional« Verein«, Palüstina-iSesellschaste» «nd bebe. Sprach- und Sprechvereine, movo» tu Berlin »no in Wie» s! » (in Wten-sognr «in Weibttchery, tu London 2, in Pari» l. di« andern in Sanzten, Rnstland, RomSnien, Patästin«, Amerika. Unter de» mitte» ״in der Bemeanng stehenden hervorragmde» Juden" Werde, » namentlich ansgesthu, an» Paris, 8 an» London und » a»S Berlin: Ra». Dr. Hildesheimer und Sasta» LarpelrSsRedaltenrderMosse'sch«» Zeit. ». JMnnth.) ' 1 iiajusiiirtiäi.. das Land, das die Millionen unglücklicher und hilfloser Juden aufnimmt. damit sie eS bebauen und pflegen? Palästina ist ein Zauberwort, müchtig genug, um Mensche« zu erregen, die nicht wissen, wir groß dieses Land ist, wie weit eS ertragfähig ist, unter welchen politischen Verhältnissen eS existirt, kurz die keine Geographie kennen. Die Kolonien, die dort existieren, haben Vermögen verschlungen, und was würde aus ihnen, wenn die Unterstützung ihnen entzogen würde. Sein Jude, er sei nun Nationaljude oder SonfesiionSjude, hätte etwas dagegen einzuwenden, wenn unsere rusiischen, rumänischen und galizischen Glaubensgenossen, die jetzt in Unruhe und Elend leben, auf ihrem e genen Acker sorgbtS da» selbst bereitete Brod äßen. Aber uns erschreckt der Gelanke, Hoffnungen in diesen Armseligen zu erwecken, die une»füllbar sind. Dieser Dr. Jacob Sohn hat aus der Pandorabüchse die verhängnißoolle »Nabe kecker Rede empfangen, er scheint noch sehr jung zu sein, und wenn er mit den großen Worten r rs» seit, so dünkt er sich ein Held. Weil wir Juden eng j»- sammenstehen, — leider noch nicht eng und treu genug, — solle» wir ein« Natton und keine Sonsession sein. Di» religiöse Bekenntuiß ist aber unleugbar ein viel stärkere» Band als da« nationale. Wenn Deutsche und Englänter untereinander Ehen schließen, so hat die« viel weniger Schw«- rigkeiten als Mischehen zwischen den Anhängern verschiede! er Bekenntnisse derselben christlichen Sirck»«. Mag der junge Mann sich doch umhören, um zu erfahren, daß etue verfost ste religiöse Minderheit schon aus de» religiösen Bekemrtriiß Anlaß mannt, sich fest zusammenschiieheu.