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Israelitische Wochenschrift · 1893-10-20 · 42 (20.10.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
42 (20.10.1893)
Date
1893-10-20
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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gehetzt wiik. Da» «ikeesprtchr unsere» Gesrtzc» u,d »Sr« »ine Cr •i«£ri»1na fir unter 80 lk und unser«» Staat. A4 gewicht Niemanoem tax *fc«, sich mit lalcheu Sache» z» beschäftigen" Nebenbei erwähat, ist man allgemein überzer gt davon, daß die erst« Nummer genannter Ekhrift auch der«« letzte sein wird. flafjUM*. frtftlNti. Der.voech»!»" schrei»«: Ei» chrtirlicher »rzi Herr Deiche»arri, Mttglirk der medizinische» Geftllscheft Smolensk, hat dies« daru» ersacht. dri txm städtischen ■nk allgemeinen Vehsrde» der Provinz «inzukommr», da»i> keine weiter«» jüdisch«« *erzte als Komnnal- und Veziiksäiztezvzelaff»« würden. Diese» m nkwü»,ge Gesnch >ft in der versammiuug sedr kühl «nfgenvmmen »»,de» In der ietz» ten Sitzung der Gesellschaft wurde de! Schritt de» Herr» Petchalaws sehr ledhait angegriffen. Der Präsident deautwarirte «uf da» ruerdischft« diese aniijüdiiche» Neigungen, ,die in ei» andere» Ijeitallrr gehöre»." — .DirMischen Aerzi« können »>cht» sür ihr« Geturt," jagte er, »ich hadr fir aus dem Säilachtieide, wie auch während t<r letzten Lhol«rae!>id«mie deodachlet, überall rrsülltr» fir ihr« Pfiichi. L« ist sehr b«trük:»d, daß conseffionelle Enfeiudunaea kt» in eine» ISerri» dringe«, de jen einziaer Zweck ist: Kranke» z« Hetzen.' (Und doch kommed«> gl auch in Deutschland vor) CiWrit*. Wie der »StL«dard"-Horresvon »rut in Shaogdai aus »uverljssiger Quelle au» IZftfibirtrn erfahr« u haben will, ist dort der bestimmte Befevl de« Mnister» de« Zniiem eingetroffrn, das schon besteheude Gesetz, wonach die Iudra urr iu bestimuaeu Orten lebeu dürfen, genau durihguführen- Den Luden iu Tomsk. Tschsta, JrkutSk, BlagoweschtschenSt, NikolajevtSk. Ehabarowka und Wladiwostok ist der Befehl zuaraangeu, sich bis »uw 18. Oktober in die ihnen »uaewiosenen Gebiete zu begeben. Durch di« Ausführung dieser Bestimmuag würde» weit Zudem iuSbesondere in JrkutSk und Tom»!!, wo st« dedeuteu!»e Kavitalirn au- «legt hätten, schwer geschädigt. ES sollen im Ganze» 20,000 bi« 2LOOO Juden in Sibme» lebe», voa d««u Biele schon da« Land verlassen, um sich nach Lhtua, Japan oder Amerika zu begeben. Neueste und vermischte N«chrichte«. «agkedrera- Einig« antisemiusche Häupiltngr hake» einen der dedeutendsten diesige» Kleischermeisrer veiuch«, m» von!hm eine zustimmende Erklärung zn erhalten, »aß da» jüdische Schächte» ,Ine Tierqnälrret sei. Stau deffe» ecklätte ihnen dieser, daß er de« jüdischrn Schächte» stet» den Vorzug vor de« Töte» durch di« Schlacht» matke gegeben have »nd daß er. wenn es »ur irgend angeh«, auch da» Vieh, da» er für seine zrhireiche christlich« ikundschati krauch« vom jüdische» Schächter schlachten laffe. «erttr». Zur Gründung ,tue« jüdische» Lehrerinnen-Semiuar» hat eiu ungenannt sein sollender dt« erste» 5000 iMt. iu! vrtzüzung aestelli, kit er «»zahlen wolle, »bald ei» Kapital von 30000 Mk zu diesem Zweit« zusamm.-n sein »erde. — Vivant «Siiunot«! Berti», >8. Oktober. De! Kausmanu Joses Hehmann, Inhaber der bedeutenden lketreidefirm» M. Neufeld u. ko., bat au, «»laß fcteec heut« Galtst» de» den fit der«» Hochzeit de» Magistrat de» Betrog r m 10 000 Mark Urtfaubt. D>« Verwendung dieser summe soü derart stattfinde», baß 20 Ehepaar« ohne Unterschied de» Glauben», weich« 23 Jahr« vecheiratet »nd hilstdrdürstia giworden, »der der ksfentticheu urmenpslege noch »ich, »«fallen sind, und denen bannt «ine Hilfe geschieht, «u je 300 Mark bedacht »erde» sollen. Berti» 17. O?wk«. Santtätäeath Dr. Juli»« Sa dt, der henie z» Grab« aeirnge» wir», war ein« der ält eiten >«zte Berrin». Er hat «4 a»s 77 Jahr« gekräht. Bereu« 1890 beging er sei» fünf» ztgjthnge» KoVorjuktlänw. Er hatte sein« Zr,t in Berti» mtt e!»«r Abhandlung ük« die vhmp>o»>»oloai« k« Nierenerkiaukungen de» DotrortUel ׳rwarken. Di« Srzuich« Pragi» Skt» « fett 1841 «u». Er war kit vor bu|«t Frist »>ch in seinem Berufe thätig. lUrMt Herr Semtuarlehr« A- Treu «wShnt sin IL.,oädagogtsche. Bi lese ük« Erziehun,; »nd Unterricht' (Nr. »0 de» .jüdischen KamUrenbl"», »atz tgtaelutzch« Lehrerseminar zu Btiinster, welche« im Jahre 1823 ^gründet worden, sei die erst« deranlg« Anstalr, »er später Hannover, Kassel, Verti» w. folgte». Dies« Angabe ist unrichtig, de»» da» Semt»!lr zu Hassel war schon am l. Oktober I4IO (ffnftrt worden, Härte zwar spät« »1«k« aas, wurde ak« am l. M »t 1424 wieder «»ff»« «ab beste dl seitdem nnnuirrbrochen. Gleiwth. 13. Oetod«. Lies« Lag« sank hi« di« Einweihung «in« neue» Schul« statt. Di« cterieal« ,Netzser Kta." meldet darud«: Nachdem die anderdgläudiae» Schulkind« d« t» Frag« komme»»«, »i« kchnlklaffen mir de» kath>ltz»r» Schüler» sie» veretnt hatte», de- »egt« sich 1« Zno «ach de» Kalhdaus«. wo die Udtische» Behörden und verrre!« >oww k« evanzeUsche Bic»r Siezet und Navki»« ii0 Krettschulützperttir Schi»t n»d aiidere vrriretrr d« i llarporationr» pch «neihtra. vor da, Schulhache «mgosiliinncht« Herr Eiattbaurath Kel» mit eitwr *»spräche die erste», Herr» vderküchrneristee Hmtket. N»»- dp« da» Schulh«»» «ch. Iffiwk, die Lhirr «nd bat. ehe er die Schwelle detral, dir anwesendeu Geistlichen je «ach ihre« L-Uu«. die religiöse «rihe de« Haus,4 vorznaehmen. Di, Hekrea iolMrn dirs« Sufforderung. H«r Rabbiner Dr. Münz, bezeichnet« da» Schirlhun« al« ein« Burg, hie von de« schwachen Hauch« b« Kinder getragen wird »nb doch fest und unerschüitettich daftehr iu de» Stürme» der Zeit«», ei» Hori der vilbuug und Sittlichkeit, b« Stakt zur Ebr', der Jugend zur Lehr' «nd dem Vaterland zur geistigen «ehr. - gt,k«U Oder-Schi, «m 29. Oktober a. soll tat hin erbau,» inaelüische «aiienhau, sür Ober^chlefien seiner Betimmung üb«, geben werden. Um II Uhr vormittag findet deähalb ein feierlich« Uinweihungoaci statt, zu de« sämmiliche Rabbiner Ober-Schlesien» eingeladen sind, ^«rr Nabbin« Dr. Lohn- «attowip ist al» Mitglied de« Knrawrium» mit dem Äeihegedet betraut. Eodlenz. (Or.-Lorr.! Der Lehr« und Kanter der hefige» itrarlitischen »emeiad« He« S. *. Friedberg feiert am28.Oktober d. I. da» Jubiläum sein« 3S-jShrig«n ZS'rtz.imkeü am hiesigen Orte. Di» Gemeinde Hot vorkehrusigen getroffen, diesen Evnniag ihre« Bramten t« würdiger Weise zu begehe». 01*181, 12. Oktober Gegen einen hiesigen kaiholischen Lebrer ist einr llulrrsnchuNg riugrleitet. w.-U er im Relg,ion»untelrichi« einige Bücher d« hl. Schritt als unecht bezeichnet had-'n soll «öI8, 16. Okiober. D« erste Jahreädericht dr« hiesigen v«. eine» für jüdisch« Geschichte and Ltt«atur ist gebrückt erschienen unk legt ei» schöaeo Zeugnis von drr seoenäreichrn Lhätigkrü brl jetzigen Vorstaude», an besten -pik« He« Rabbiner Dr. Frank siehi, ab. Et wurden im Ganzen (fett d.m 4 Januar 1892) 34 Vorträge gehatten, darunter 8 öffentlich«, alle behandetten, der tenbenz des «errin« entsprechend Lh.'mata au» d« jüdische» Lüeraiur-. unv llunurgesldirdte Die Mitgliederzahl ist aus Soll gefiiegeu. Der Jahretbeitrag ist 6 Mark. Ei« besoudere» Lesezimmer soll demnä>sist eingerichtet werde» <E» ist dahin zu streben, daß in allen Ge neniden solche Be,eine >׳egrüde>. werben, und daß sämmlliche Gemeindemügliedei sich rege darai. bttheiligen.) Fres7,.׳N a M. Iu d« »ächnen Woche bätt j׳«r Dr. I o- Hanne« Müller, drr durch seine im Frühjahr und H«bft bonge» ' Jahre» gehaltenen Vorträge ,Zur vrrstäudigung zwisihen Judeutum und Ehniieutum" bei manche» Hörer« noch tn Erinnerung stehe» wird, hier einen Vvaragszoklu» üb« maknnt r.-ligiöse Kragcu sür Gebildet, all« Kofestionrn >m Kausoiäuniiche« vrreiuäiaal. Batzer». Bei oer dirvjähriaen thevlogilche» *nftellungtpiüsuua in d« Pfalz war unter de« schriftlichen Aufgaben sür die Ethik als Thema gegeben: .Di« rechtliche Siellung de« Lhristen zu dem Judentum und zu de» einzelnen Jude« ift darzuttgen und zu e-öneru, wie d« sogenannie AutiiemUitaui» m seine» verschiedenen Lchattirungea vom Standpuntt« drr christliche» Ethik und »ach den in ber HrUigeo Schrift gegebenen Winke« zu beurteile» sei." (vielleicht veiösfentlicht einer der Prüfling« seine Lrbeu üb« »lese» Thema.) Za J8»itzkr«K übernahm Dr. K o b a ck, früh« Rabbiner IN Bamberg und Lemberg, die Stelle al» Prediger und iicilgiontlehre». Er muß daselbst aber m«,» vegetarisch irden, weil lei» Schachet angcsielll ist. — Ueber die jüngsten haarsträubenden voigäng« iu d« vaichbargenirindr zu Hohenems, das uueihört« Bersahreu de» Lar» stände« gegen b-n Rabvivrr Dr. G o r d » a brireffeu», berichte ich Ihnen iür di« nächste Nummer. »i«8, 13. vctobri Heute!and hi« die feie, sich« Eröffnung der .izrarlftisaj-theologis >>ra Ledraustalt statt. Näoeiei Bericht folg« sür di« nächst« Nummez. siEtem. Unlängst hat d» anrisemittzike Reich», attabgeordn«« De. Patrai dem Judentum gegenüber folgende Korderunze» ausgestellt, wie er vorweg b«w«ft, eug degrenu, um st« der Erreichbarleü näher zu rücken: >) verbot der Ein»and«ru׳׳g fremder Juden, 2) Erzieh- «na drr christlichen Kind« durch christlich« Lehrer, 3) Prüfung der jüdischen SiUenlehre von Staat« wegen. Je nach de» CrgckaiStn dies« Untersuchung würden da»» auch weil«- Fragen zu entsch-idr» lei», insdesond«« dir V«tl«idu1»a öffentltttqet «em»« durL Jude». (Do»t eowm« oke» uoa»!) Penets. Di« bei« ,*usrnfrn" in de» diesige« Synagoge» gespen» tzkle» Gaden betrugen wahrend der hohe« Feiertage: ui,«ö0 Kranke«. D« Arzt Aiderlo Leoh har ber »tadewii! der Wiffe»- schäfte» «in Kapital von 10,000 Franke» vermacht, deffe» Ztnse» der S»«dir» zur Bekämpfung >er Mitrodea und drr LlphtrsitrH. Parlö. D!« ,ranÄfisch« «nsgade der Gritz'sche« Geschichte erscheint nächsten» in der Buchhandlung Ourlaedor, nw lnAjätt». Der gegenwärtig erscheinende Band ist der vieiie und begreift den Zettraum von Sa ad ja die zum Beginn der Reformbrweauaz, als» uuzesähe sechs Jahrhundert«. Der nächst« Band schlirpt dir Geschichte dt« zum Jahr» 1870. Der Preis »es «and«» ist 3 Franke». Die dridru erste» viftrde w»rde» vv» Herrn W, g u «, di,׳ andern von Rabbiner «äse Bloch ükerscht Patiö» Da« koanrö, welche» die Aejllichtetten für da« rnsstsch« Geschwader leitet, veröffeiritt tzr >» seinem letzte» Recherschasttkericht ». A. auch dt« Stzevde» der Herr«, von Rothschild mit 10,000 Fr. nnb de» vk«k»kki»«r Zodoc Kahn mj, 60 Franke». HeGk»«. Geae» eine» jütüscke» Schächter in *kerdeen «st di« kl »klage weg«» ThiergRölerei erhoben I wrke», weil er dnrch sm» »8g »s.chi ck l« » vctzahrr» d«ü Thier «utöthigerWeis« »equätt haz,

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