Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 42 (20.10.1893)
- Date
- 1893-10-20
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Msgdeiimrs, 2S. Cftiikr 18ft8. XXlV.frtr!. eine allgemeine Zeitung 8es Tuöenlßums. H-Ich»tktch criArtnt je eia« Rumrr kr M0«l11afhfifr7 Mi «Famtli»»* feUtir nu M frei• m «Le MNMK Mt 11a M» latent a. VachMMMaa« «ach *toctMMr *peftttUa Mark vtattdiifcrUA. »O» M» Mink: I* «art!ßchettch. &ir JMaMaartMIt" mä •M₪₪äm " " •4«saww ־־ Herauogegeden von Rabbi»«!)1. M. Nahmen ill Magdeburg. Ustdi Mkchtchrit Nrcht und Mir-«! Mtak f*t Mt ..3*1 a t U Itf4 e ■ »4 t■(«» Ift" dt Iti M . St»«IFe Sltciatat• Mett", Mt McDQciaalin■ prihpilt atn Ma Kanal!M Pf■., HM» cafeaakat Map Mt Ka> »mir■ HtMkaNaaai •tat — faM ■an klk• »os Rakatt NalkaM) macht — MM tsNMlata am! M* **oakwta« >« ״Hkaaet. ־' ta WMUHOHWWU. Nakaa. Snstakk: MtmH UttiketrDe ״tStretn deutsch. »ta°1»bSrgerttdifch «HlMuben«." . Line »»parteiisch« Stimme über de» Ztoniswu > — Di« jüiisch« 9ta1ional׳tit. V07» Professor Di. K. Deutsih i» Li> cstiati ,Bericht»« «er» *»rreip»«»eNj«»l Magdeburg Leipzig. Lanten Hamburg, Limburg. Orsteneich.Ungarn: Budapest Budapest Bulgarir»: sosia. R u t l « u d : Peteitiuig. Sidieiea, IfoiHU nn» »«rwifHM« NO«richte«» Mog,eb»rg. Berlin. Brill». Beilin. Norde», «leiwltz. Rqbntk. Loblenz. Mainz »»in. Ara:.kiurt a. «. Bayern, Jnusdruck. Sien, Men. Paii» Pari». Pari«. Pari«. London. — Inserate. Machen-- «Ufa. 1893. f(114m 5654. Ualeuäer. Kreit« . . . 20 10 SouMOdeu» 21 11 *|S •5.44) •1ן n. Maqdeb Zei k»»»t« . . . 22 12 «N»t«I . . . 23 13 Die■»« . . . 24 14 Mittwoch . . 25 15 SraMTt« . \ 26 16 Der ״Berei« ventfcher Ltaatsbürger jüdischen Glanbens." Wie so viele Blätter brachte auch die ,Eoblenz« Zeitung" seinen Bericht über die jüngst — während x4 Laubhüttenfeste« — in Berlin obgehalte Versammlung l«S obengenaunten Vereine«, au« dem wir einige Stellen, die eine Erwiderung nothwendig machen, hier wiedrrgeben, um darauf die geharnischte ״Erwiderung" folgen zu lassen, die dem Berichte vot kundiger Seite in einer der nächsten Lkummern jener Zeitung zuteil wurde. In dem Berichte heii.t es: .Der Zweck diese« .Verein» ist durchau« mierkenneurwerth. er richtet sich in erster Linie gegen die orthodoxen Juden selbst, , welche gern einen jüdischen Staat im deutschen Staat bilden i möchten, und dann gegen die Autwüchse und Schwächen de« Judentum«, welche man gerade in der SteichShatPtstodr am Besten beobachten kann und die von jedem ernst und gerecht denkenden Jijraeliteu schon längst vernrtheilt und gemistdivigt worden find. In der grasten Versammlung de» Verein« kam auch die strengorthodoxe Austastung de« Judentutll« zu Wort, die sich Noch inaner ans den Talmud al» da» erste jüdische Sillenbuch bezieht. We viele deutsche Juden kennen denn ab« den Talmud? Man dors bestimmt behaupten, dast unt« zehn Jude« acht den Talmud .׳überhaupt um dem Namen «ach kennen. I» danken«wtrth« Leise hat die Negierung Anfschlust üb« die in jüdische« Schult» - .gebrämAicheu Schul» und Lekbüch« gegeben, t« Talmud be- . st»det sich nicht darum«. Weshalb will mm da» otthpdoxe Indeutnm g«ad« diese« am meisten augefochtene Buch, in dem sich »eben vortreffliche» Lehr« doch auch solch« Simudsätz« finden, nelche sich mit de« »od«»eu und deutschen Emustudeu nicht v«- NnOen. t» de» Vordergrund d« Di»s»utatton üb« di« jüdische LAtrulrhre stellen» E» «weift de« deutsch« Juden dadurch m schlecht« Dienst, tzi, lauge «» noch üd«1ll Inda gtedt welche fich von deutsch« Sitte und deutscher Anschauung a> Sschließ«, so last fie gleichsam von den übrigen Deutschen cl« eine besondere Semeind« mit abweichmden Gebräuchen und Sin« angesehen werden künnen, so lange wird dem AnttsemitiSmu« stets n«e Nahrung zugeführt werden. E« giebt heute noch ort,0boxe Juden, welche sich z. B. zu versündigen glaub«, wenn sie ein« Ehriftrn, der durch irg«d einen Umstand in ihr Hau« kommt, ihr eigenes Hau»- und Küchengeräth zur Benutzung vorsetzen. Da« find specistsch jüdische Sitten, welche fich mit dem Aufgehen in da« Deutschtum nicht vertragen." Darauf erwiderte Hr. Rabbiner Dr. Singer in einem ״Eingesandt" wie folgt: .Der Arttkel berichtet von einer in B«lin stattgehablcn Gründüng eine» ,v«ein» deutsch« StaatSbürgrr jüdischen Glaubens", ein Institut, welche«, wie ich vorweg betonen will, nach mein« Ansicht in die Kategorie d« krankhaften Erscheinungen unsere« Sn de •iecle zu verweisen ist und eine edm solche Abnormität darstellt, al« wollten die deutschen Staat« bürg« protrstantisct»« od« katholischen Glauben« zu ein« desond«« Vereinigung fich zusammeMhun. Diese sond«bare vereint gebürt chmaftertfirr die ,Segnungen ', die so häufig au« d« Refid«rftad1 wie ein nicht zu »«meidender Platzregen auf unsere armen Häupter niederstürz« — leg« wir fie zu d« übrigen. Selchen Zweck hätte e«, zu betonen, daß wir al« Siaatsbürg« unsne Pflichten fteudig «füllen und daß unsere Religion, welche älter ist, al» alle modernen Parteischatttrungen, natuigemäst fdne d« bestehenden einseifigen Parteibestrebungen bevorzugt? Wa» Hilst e« uu». daß wir die unfittlich« Verirrungen und unmoralisch« Handlung« de« Einzelnen, west Glaub«» « auch sei, verdammen, und uu« geg« die L«allgemetu«m>g verwahreu, welche nm bei Juden dir vergeh« de» Einzelnen dn Gemeinschaft zm Last legt? Diese und ähnliche Resolution« büßt« schon längst d« Reiz d« Neu- Heft ein und sind überstüstig — überflüssig sowohl für den BS4willig» und Uebelwoiknd«, dtt »m nidst überzeugt sein will.