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Israelitische Wochenschrift · 1893-10-13 · 41 (13.10.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
41 (13.10.1893)
Date
1893-10-13
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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3 #*» ■ז«t« v!>abn 3affa«ämjfal flUbe »oiltWttflWt baten;9ta1tl0fen «ab stcher fNtUftitt«. 3«U« wird der »Neckar-Zeit." aeschrie ien: Die Eiscosale« hat, wie vorauSzuseven wer. eine erstaun- . . . , « in« Leven strafen. In der Sitte der Bahnb&fe werden ganz fabelhafte Preise für die Baustelle« bezahlt. Die Bahn, welche nun ein Jahr tan Betrieb übet geben ist, wird sehr stark fteauentirt. denn selbst der Fellache setzt sich lieber ' ' eme Eisenbahnknpee, als da« er sich dem Hauderer, dem Maultier« oder Eselsrücken anvertraut. Diese Art von __ flSmittel ist deshalb auf der Sttaße Jaffa-Jerusalem Sau» auster Brauch gesetzt, aodurch freilich nanchen Leuten e ganz bedeutende, resv. die einzige Erwerbt quelle entzogen wurde. Jedoch findet mancher jetzt sein vror dadurch, daß er bei den vielen Neubauten, welche m Jerusalem und Jaffa, na- «entlich in letzterer Stadt, in Angriff zenommen stnd, ein schvnetz .Geld verdienen kann. Hier entstehen ganz neue Strasten. auch - soll jetzt allen Ernste» mit dem Bau des Hafens begonnen werden, welcher durch die Eisenbahn zur alrsoluten Notwendigkeit geworden ist. Fünf Kilometer von Jaffa entfernt, in «ordöiuicher Richtung wird zur Zt auch eine Brücke über den Wadi Mifferarn erbaut, wodurch einem dringend« Bedürfnis abaeholfen wird, indem der Wadi zur Winterszeit wegen hoh-:m Wasserstand iffterS unpaffierbar ist. Der Verkehr mit NabluS resv. mit dem Hauran ist aber ans dieser Straste ein ganz bebrütender. Bei Ineser fteudigen Erscheinung deS unaufhaltsamen Vordringens des modernen Fort- "'ttäS im hl. Lande ist für ein deutsches Gemüt nur eines etwas rzhast, nämlich, dast diese Unternehmungen sämtlich von zosen auSgehen. FranzSstscheS Kapital wird hier vorteilhaft 'er angelegt, französisch« Ingenieure leteu die Untertmongen, fraazomches Material wird dazu geliefert. Eiten, «ent, Backsteine, Ziegel rc. Sa wurde jüngst der eiserne Oberl der Wadibrücke etne« Marseiller Haus loco Marseille zu 36MV FrS. übertragen._ Neueste und vermischte Nuchrichteu. SRoOdeAArg >»f Bcranlafsri^ des jüdisch«, »»ltüsbeamten in Reetz der für drei Fleischermeiste, «t» Rind .geschlichtet' hatte, we r die Lunge atrfgebtase» worden. Die Fl«ischer»etper hall«, das Rind rituell schlachte» lassen, u« von de» auch zum verkauf auf dem Markt destwmn,!n Fleisch an die jüdische Peoslkerung »erkatten zu können. Aus Grund jenes Vorganges erließ die PotiaerveraUtung zu Reetz «ege» Vch. eine» Strafbefehl. Die tm gesundheitlich,m Interesse von he» Regierungspräsidenten z» Arrwkfun a. O. erlessene Polizriverdrdrntng »0« 6. Februar IMS stell: da« «ufdlasen de« Fleische« ge» ׳ schlachtete, Lhtece «iitttst des Mundes wie eines vlasebalges oder;pnderer Werkzeuge nMer Strafe. Siege» die Straf»« sügung trug Vch. 'ans richterliche Entscheidnna an. La« Schöffengerttist zu Reetz wie die Strafkammer bei de« Landgericht z» Landsberg ». W. gelaugten zur vertmhrstung des AugekUqwn, >tnd die gegen das Urthell des »westen Richters »och eingelegte Rtvstiotr oerwarf der Ferien-Lstrafmm* des KamrnergettchtS. (Wir thesten die« zur Warnung ür die Schicht« »it, Geldern. Wege» verlenmderijiber Beleidig»»- ist der bekimnte .R»tifr»>leoführ« Dr. KSntg »ns »Rite» von dem hiefige» Schliffengerlcht verrrrtellt worden. Ju mehnaen versammlnnze» hatte de leide Handelsmann Meier Ster» als. einen Wucher« der schlimmste» geschildert. Sine» Koffäthe» sollte er für ein!barlehn von.ILO Glatt «rach acht Monate» 9000 Mark «bgenommeo habe», nachdem ׳ Stern de» Schuldschein gefälscht gehrbl. - In der d«eit» am 2«. Sepßnnder statt-ehodten Schisfengrrtchts»«Handlung wuide die ganz-: Ge- . schichte Ms vollstidrdia ersturde« «nfzedeckt. Die Pui likation deii llrteil« R d«n>«ls aus heute vertagt norde, uud «folgt! nunmehr dahin, daß ube» Dr. Kümo wegen »erlenndertscher Beleidigung eine!Heldstrafe »0» sechzig Mark »«hängt aardk. CM». Seil einige» Wache» erhielten die Laudleute ut.se«es Kreise» «uisemsttsche Klngblätttr von -Autisemittschen Verein Stolp". Die Wirkung ist mm nicht »»sgebletbe». In den Dorfe Liebes hei Stolpmunde wird seit einigen Lagen der jüdische »anstnann- Rosender, von haldwüchfige» Bursche» durch Stetaewerfru beltstigt und verfolgt. Nachdem drei dies« Mtffeihäter ermitrell und de« ^Gtrafrichle, angchetjgt Pud, hm «au während ein« Ras» da« tzan» de« p. Rosender, gewaltsamer «eis, beschädigt und!«gen Aar»-,dank uenrümuwrt. Die Ortsgemeinde LZobesde wird füi Schadenersch in Uusprnch genauoue» «erde». 8. Oktober. Gestern, Sonnabend, ISachwittag 8 Uhr, daging die hiesig» Gemetnbe die feierliche Gin weih rng ihre« ״euer -Schnigedände«. «ntzer de» zahlreich erschienene» Mitgliedern der .Gemeinde war die Stadt oertreten durch Herr» Bürg et» eist« Quentin die Rnsfichtsbehsrde dmuh Herr» KmtSschzIstGel tvr Pastor Ei,»- der. Ruchde» die SchSI« die Metette4k»• statt »« Her.׳ das nicht tatet" zu» vartrag gebracht halt«, be«M Herr Kalbt»« huwch dg» Podtpw, um »e» jdpeck de« z, GH1M Gatte« ««ich- Gwwchs», bi» Schüler z»r hsöttesfnrcht, z» «rdettsfrenisakett >»» alle» menschliche» Lngend«, a ,«isd״, klar zu leg«. Rach ־־ *^■e» Gebete ri^etr mell, Wtae Lu» v«»m« erste ".«etze^ ,hWlche.Hmll» der jstunde fawasst gdb de« Dankes für bte thätlge Mithilfe an die Rnweseaden Hohe Befrtedigung erregte» die «armfühlende» Warte!»es Herrn Bürgermeister Quentin, aus bene« edle Fürs»«!e für das Wohlergehen aller Bürg« Herford» ohne Unterschied der Kanfesfione» he׳vorleucht,!te Nachdem auch Herr llreisschultnfpektor Pastor Saud« de» Wunsch «nsaesprochen. daß die segnenden Worte de« Festred»«» Dr. Httlisch zur Lhat »erde» tnüchten, ersolgten seiten« der Schülerchors die Schl«ßv«se des schdnen Liedes, worauf mit einem von Herrn Dr. Huiisch ansgebrachteu und begeistert auiatnoBWuatn Aaifethoch der Schluß d» offiziellen Feier erfolgte. — In de« Räumen der .verglüh' fand dann durch de» Vorstand eine Bewirtung der lkinderfchaar statt. Unter Spiel wurden di» nächsten Stunde« di» zur Dunkttheit hier verbracht. gftNlffttrt «. gst^ Das israelitische GemetndehospÜal versffentlichte seine» sechsten Bericht, der die Zett vo» l. April 1890 bis dahi» lSVS umfagt. Die Zahl der Pmtenten, »ad damü auch das Defizit, ist in stetig» Zunahme begriffe». Die israelitische Gemei»de hat et» Desiztt 00» M. 32 188 zu decken. Die »esammtausgaben detrugen im letzte» Jahre M. 69,309. In Geschenken gingen l899/9S M. 3340 (namentlich erwähnt sei eine Freibettstistung vo» M. 3300 von Herrn und'irrou Jul. Wallerftet» und M. 100) von Frau Louise v. Rothschild). SRfitttz-SattztttNOe». D« Rabbiner von Soultz und Gerb well» Dr. Glesberger hat von d« Univerfilüt S»aßdurg ,!ine wissen» schasllliche Mission nach Italien erhallen und »ird die Meile nächsten» antret en. Hie«. Der vorstatd der ismel. Lultnsgemeinde leranstallet ans Anlaß de« 100. Geburtstages der verewigten I. R. Rann- Heime», am 17. Oktober Abend» >/,7 Uhr ,« Bethause ter inner» Stadt eine Gedenkfeier. In vlMÜtz ist der »nttsemlli««»» auch stark verbreitet. Die «nttsemllen waren nun vom Ansage an dem Herrn Kür terzbischof -ohn nicht grün und suchten ihn »ns allerlei Weise zu rerhdhneui Dazu mußte unter anderen auch das bekannte ,Gottes Segen bei »ohn' herhallen. Zwei anttsemittsche Blätter brachten den Spruch fast in jeder Nummer zur Bmhühnnng des Ltrchenfürsrea. Daraus verfügte stch der Palizei-Dtrektar zu« »rzbischos und erNürte, er sei bereit, jede Nummer, die de» HSHnendea Spimch enthalle, zu konfiszire«. ,Gott ve»mhre' erwiderte der Erzbischof, ,laffen Sie da«, zumal ich mir ja nicht» Nnhmoollere» wünsche, Ms daß Gotte» Segen alle mir fei." Hoog. Auf dem internattonale» Kongreß zur Bekämpfaua der Lrunksnchr sagte Dr. Beraeron, ein Katholik, die hebräische Rasse'tft in der Lhat eine der schönsten der Dell, die Israeliten haben stch niemals der Lrunkeaheit ergeben, sie find im Gegenteil eine sehr nüchterne BevSkkeruug.' Diese Worte wurden mir großem Beisall begleitet. GortS. Die Familie de» hier verstorbenen Gelehtte« Senior Sach« hat deffen rttchhalligeBibliocheck dem hiesigen Lonsistor um zn» Geschenk gemacht. — Die neue Deputierenkamvrer wird fünf Ji raeme» haben: vtschoffshei«, Advokat Lrämteux, de» ShtMttUe» S. Naqnet, ken Mtntsttr Naynal »nd de» Padltcisten I. «etnach. Uchtlle Anld, ist nnr Israelit der Abstammung nach. GtÜttS- Den Eiter», welche ihren Kinder« eine wiffenschastl che Er» zieh«»« geben nad dieselben im.Französchen ausbilden lasten wolle», empfehle» wir dir Pensto» der Krau I s a a c m Anteuil-Pa7i< i«i de« Boulogner Wall. Nähere Auskunft erieill H r. Rabbiner Dr. v l 11 m e uft t {u tu SuftmiMtfl Lottl. Zum Nachfolger der nach Brüfftt berufenen Rabbiner wirb Jacob Kahn hier aewäglt. Ans Nwßlowv. Bezüglich der Privatteiirer der jüdische». Nellatoti, der sogenannten .Melarned»׳, sind folgende Bestimmungen er- Lrffea: Diese!tea müffen bet den Volksschrlen-Dtrekttoae» «» Er tHellaag von Zeugntffen zur Berechttguna ut diese« Unterttcht nach» suche». Personen, die :« soches Zeuani» erhalte», wofür jähttich 3 Nnvei zu zahle» sind, dütte» einen- .Eheder" erüffnen. Da» Klaffenztmmer des .Lheder" muß hell und rein sei« und eine der Anzahl der Kinder, die in dem ״Eheder" tmterrickttet werde» sollen, entsprechende Größe aufwttsen. An de« ״Eheser" dütte» nur füdische Kinder in hebräische- Religio» und i« Lese» und Schreiben desoHebrätschen unterrichtet «erden. Brrkawmlungen von Kindern der Erwachsenen zu andere» Zwecke» als de« eben erwähnte» s:«d tm ,Lheder" nicht zulässtg. Die Aussicht über die ״Ebeder" st,ht den Lirettoren und Jnjpektere« der Bolksschnle» zu; speciell ül«r de« jüdischen RekiaionsunterrW wacht der Rakbtner, der jedoch selbstständig keine Bettügnnge» über de» ״Lheder'' zn treffen hat, sondern sich in solchen Fällen an de» Bolksschnlen-Jnspeftor resp. Direktor »ende» muß. UuwfkaotiMGül. David Effendi Molho, der erste Uveersetzer in der Kanzltt des Sulla», ist zu» Rang eine» ivata (Marschalls-Rang) erhaben. E» ist dies das erste Mal^daß ei» Jude diese» Grad erlangt hat. Ein »»derer Glaubensgerroffe Ändert Effendi Ntthmt», ist zu« Direktor der potitllchen Angele, enheire» der Provinz Adrianopel ernannt. (Auch in Saloniki, Bagdal! und st» türk, ilrchipel beneide» Jnde» diese» hohe» und wichtige» stoße«.) WggozvAei«. Die stet« wachse»de Zahl der «es Europa eingewaiderte, Jsrattsteu wird die GrL»d»ng ei»er iüdtkch-e»rchRische» ' ־ Mt Kolge Mm», d» die powrgittfsche Geawmde ein« den» fremde. Raus and die Predigt t»! arabischer Sprwhe Grropäa

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