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Israelitische Wochenschrift · 1893-10-13 · 41 (13.10.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
41 (13.10.1893)
Date
1893-10-13
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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btt 1803« eine allgemeine Zeitung 8es Iuöentßums. Mt״l«, ׳ ...... wssasB& iw«4 t*r 11t nAflil»■ M lat«» m. •htf' uictMtlu 1 *•akut r j2«r ßaraa»9«a*b״ m■ Ra-bturr l)r. M. Nichmrv i» Magdeburg. M» MchchrS «echt «K> WÄriwai ,י--« )■ImN *JliitlmMi »•«•nicht tfi" .... Ib M ״satzllch, Silitout• kfata‘JTkt« »lat<W«ltcM VtttltMc •kn kau Raa■ WAW», Ink »»«kn k«nk Mt •a« *»rntautmMinm •kn — f*n ■un Itu» ul kM —»utk nach« - Mm «m» |«akat ai M•k«t>. M ag alt: «brüfm Der *nilf«״il*01ui von Wanttga»!«. — Offiztelle und osfzwse Heuchttei. van Dr. Vtirger.Lobleuz vericht» m»» C«rrHt»M»׳n1t«a> Vtagdedu g. Magdeburg. Verliu Letpjlg. Vramttrg. Vchaeldmiühl Hannover. O«-erretch»UnM«ru: dus Ungarn. ^rautretch: Pari». u ß l a n d : Peter»du,g. Riga. Wilna Palästina: Jaffa. tt*k Mrartfatt l»chOrtttz«e»r «aidedmg. M««. 61019. Hrrsard. Arakdurt «. R. Ilsat»Lothring«n. Wien. Pa»4« Pari«. Llmütz. Loul. «n» Vvstlank. «an, amtto^et^Ale^anvrta. ü. 2 alft niprtl!. S&3L Machen- «Kitt. 1893. »hesch»«. SSKt. Kreit״ . . . 18 3 CmnattBk 1t 4 Camta« . . . IS S Mo»ta» . . . IS S Dienstag. . . 17 7 »tttwach . . 18 8 Damierßag . 19 9 Naleuäev. (5,59) נח ״Der — N« fMl» . So lautete die Ueberschrist zweier Artikel, «eichen die ״Nene Freie Preise' jüngsthin liebevolle Aufnahme schenkte. Der ge» lehrte Lrriasser und die geehrte Siedactton de» genannten Blatte«, Beide scheinen gar nicht bimrrkt zu haben, das, sich schon in der Ueberschrist dieser Studie deren Tendenz wieder piegelt. I», ja, »Der Snttsemittrmu» von Paolo Mantegazza' ist kein gewöhnlicher, alltäglicher Lnttsemitttmu», wie er sich lli Witthrhäusem. anttsemittfchm Zeitung»-Redc!cttonm und ähnli-m Sauflocalen herumtreibt. .Der Anttsemitt»mu» von Paolo Mantegazza ist ei« Anttsemitt»mn« von einei: »eigenen Ratz', nie e« im Wiener Gassenhauer heitzt. Ja, auch Paolo Mamegazza singt von de: »eigenen Rac«' der Juden und dabet meint!roch der gute Man» al» ihr Anwalt zu gellen. Sei« Plaidoyer für die Juden ist Din rührender Einfachhett, e» bastrt auf dem Grundsatz«: Anttseuiit ist Derjenige, der die Jude» mehr hatzi al« absolut nothwendig ist. Aber etwa« gehatzt mutz werden. Warn« denn? Du güttger Himmel, da« lötzt sich sreillch mll schlichtem Mrnschmverstante nicht leicht er- Aären. aber mll etwa» Wissmfchast, da geht'« schon. Hören wir mm Mantegazza'» nagelneu« Theorie, die den Judenhatz zu er» klär» sucht. Ersten« habe« nicht alle Inden dieselbe Heut- und Haarsfarbe, dieselben Nasen wi« die Richtjuden; » «eiten» girbt c« «Mer den Jude« um angehende oder wirkliche Millionäre: dritten» u. s. «. stad dir JM«n häufig Wucherer. häufig Tyrannen im Reich« de« Solde«, oft »mein, fast, immer nerv 5« und zm 'Hypochondrie neigend, sehr für ihre Gesundheit besorgt und ängstlich , Wahrlich, ein comvlete« Sündenregister. Und solche Gelahrtheit soll noch widerlegt I »erden! s^.^Wwfii chen «tt e«. Mmtt^za ist Italien« c und Patt «rverrn könnte er wieder, ohne Italien zu verlassen, auf Juden b»nweifen. die einen au««esvrochen kelttschen, romanischen, ja selbst filmischen Tyvu« haben. Die Haut- und Haarfarbe begründet somit ke i n«n echtfarbigen vewei» für den AnttsemittSmn». . Mt den Nasen verhält «» sich nicht wesemlich ander« »Jedermann weitz,' so sagt der gelehrte Mantegazza. ,datz die humoristtschm Zeichner die beste Sarricalm der i&bifdten Phyfiognomte erzielen, wenn sie an Stelle der Nase dtt Ziffer 6 zeichnen' .... Welch' überragende Gelehrsamkeit l Merk» würdig, Napoleon IN wmde von d'cn Tarricaturisten nie ander» al» mtt einer solchen Sechseraase gezeichnet — und doch hat er da» neue Königreich Italien geschaffen. Sind deswegen die Frauzosen Juden? Den Fürsten Bismarck zeichnen alle Larriraturiftm mit den berühmten drei Haaren. Sind deshalb alle Deutsche« kahlköpfig? Kennen Sie, Signor Paolo Mantegazza, zufällig den Prinzen Lloi« Liechtenstein? Nein. Und den' Rabbi Dr. Bloch, kennen Sie denk Auch nicht. Schädel Nach Ihrer Nasen-Theorie zu urthetten, mützte man den Prinzen Aloi» Liechtenstein ganz bestimmt für dm Abgeordneten von Kolomea und dm Dr. Bloch, deffm Nase ein eMschiedm antisemitische» Lolorit zeigt, für dm Srwähllm von Hemal« Hallen. Leider ist aber da« Umgekehrte der Fall. «Iso mll Ihrer Nasewei»heit bleibm Sie un» gefälligst vom Halse. Signor Mantegazza. Da« nattonalr Laster der Ir-dm, entweder Millionäre werden zu wollm. oder e» berett» »u sein, ist allerdings schon viel schwerer zu entschuldigen. Datz alle Judm Krösusse sind, lützt sich zw« nicht gui erweis«, dmn e» gttbt sog« fanattsche Anttsemiteu. die schon arme Teufel von Judm gesehen haben wollm — aber die Judm haben doch da» Gold »aufgehäuft.' Datz sich ein Man» «sie Mantegazza nicht scheut, solche Altweibermähr wttderzukuum. Thatsächlich ist dtt Arbeit unter dm Judm nicht minder »erdretttt. wtt unter dm Christen und dort, wo sie am dichtesten «oohu«. wie z. B. in Galizien und in Rutzlaad ' ArmtzstffW ihrer GMvUweitau» die der chrißw

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