Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 40 (5.10.1893)
- Date
- 1893-10-05
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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AÄfY. M»«dsO»r«, S. CttoUt 1S9& 414 eine allgemeine Zeitung 8rs ÄuLentßums. «»chaaMch »tch-t», 11 «tat *waa ktr ilalir ■S M JitiiiUiHtltl.11 «r<* ttr 1b knilMMn M aBaa * a. BaMaaMaaa■ 04 ktaactknka» «Mina lijvcMttaa tXt (Mau-a^ut J>aran*9«f»b«n om dUtibixet Dr. M Nähme» i» Magdeburg. M» WchchM «echt «ad Wstedstl Aas»««« IRr»b״S«r««l>«tIche »»ch«»>»rIs»" ata far kaft ,Lakllcha »Uetatut. Matt*-, M< WR|dM(taac PatataaUa •kct tan N«a» M Pf»., st--- wlartrr »mach M« »aman» tajiMaaiM« •kaa — fall ma» MW aas ■aMC »afraa^ w«^ — ktacet etaaakaa!ו ta WiiMlaai■ •akatL Wochen- «Ute. 1896. viltei. 5654. »retta, . . . 6 26 Samaabea» 7 27 Camte! . . . 8 28 »•»tat . . . 9 29 »ieafte, . . . 10 90 «ttnaa» . . 11 1 Saaattfag . . 12 2 Snhak: jilfclUt Artikel r Der Tierschutz und de« rituelle schlachte», — Ser Aadera «iae Grube gräbt. 80» Dr. Singer- Lobleaz. Bericht« AN» Tarres»a»»«M»«»r Magdeburg. tkagdeburg. Mag» deburg. Berlin. Otzerod«. Sr an kr «ich: Part«. »«Lutea: Bukarest. N u fc I a b : Petersburg. Pal äftiua: Jerusalem. Amerika: Lraetaaatt. veraeischch A»chrtcht«»r «erliu. Metz. Landau. Sschasseaburg. LtuÄgart. Hell. Wien. Karl»brd. Teplitz. Prag. Seßa. LtucteuMt. NalruSev. 0,18) ס־אשית) Borchi ■afchi. (Nenmoadeinseganng.) Roack Ododasod ■•MheMhaaa. Tierschutz «nd »a» rituelle Tchlachte«. »ia» religitzs« Betracht»»« »um Sabbat »eraaatztt. ,.Und Ihr saM herrsche» über di« Tiere." (l. Buch Mose«, Kap. IM) Die harte Not dieser Zeiten zwingt in», unser Rachdenken auf religiöse Bestimmungen zu richten, die nicht gerade auf der Heerstraße der religiösen Erwägrmg liegen. Wer hätte vordem geglaubt, daß da» Judentum sich ernstlich zur Lehr werde setzen müssen gegen den Borwurf, daß es die £ Tierquälerei begünstige. Aber in diese» Tag<n ist auch dieser r Lorwurf mächtig gewordeu und hat in zwei hochkultivierten , Ländern ein Berbat gewisser jüdisch-ritueller Borschriften -.herbeigeführt, alt seien diese Vorschriften tierfeindlich und deshalb kullurwidrig. Wenn «ia freie» und geistig hochstehende» Bolk erklärt, die Ausübung eine» jüdischen Ritus in seiner Mitte nicht »ehr dulden gu wollen, dann ist «» hohe Zeit, daß wir ernstlich ן di« Frage prüfen, um, »«an möglich, vor unserm eigenen Gewissen den Borwurf zu eatlrästen Im Talmud ist zu lesen: צער בעלן חייב דאורייתא , ,Wer Tiere quält, ja selbst wer Tiere kitai sieht, ohne sich Hver «nzunehmen, versündigt sich gegeu ein biblische», ein Gebot." Es ist bekamt, wie stnmg die Sabbatim alte» Israel gehandhabt wurden, aber sie mußten »erden, wenn es galt, ein Haustier au» Qual und tzr zu retten. Es ist talmudische Vorschrift: ,Seiner dirfe sich zu Tisch er nicht vorher seine Tiere verfingt habe." quält, versündigt sich wie der Mensch, Schmerzempfindung hat, sodanü verroht der Sinn dessen, der erbarmungslos gegen da» Tier verfährt oder es gar zum Scherze quält und er wird grausam gegen seinen Nächsten. Eine Fliege zu quälen, damit hat er begonnen, und einen Menschen zu morden, damit endet er zuweilen. Indes auch der Tierschutz hat seine Grenze; wenn er diese überschreitet, so verirrt er sich in Sentimentalität, in Empfindelei und wird lächerlich und ein Hindernis der Sultur. Da» Judentum ist so eifrig daraus bedacht, das Tier zu schützen, daß wir getrost die jüdisch« Religionsgemeinschaft den ersten, ältesten und ehrlichsten Tierschutzverein der zivilisierten Welt nenne» können. Aber schon auf der erste» Seite der heiligen Schrift lesen wir da» Wort: ורת ,Und ihr sollt herrschen über alle Tiere der Erde I"; in den Psalmen heißt es: ,Du Haft dea Menschen zur Herrschaft berufen über da» Werk Deiner Hände; da» All hast Du ihm unterworfen." Tiefsinnig ist die talmudische Legende: Rachdem Gott den Menschen erschaffen hatte und die Engelschaaren da» neue Wesen erblickten, da irrten sie sich anfangs und begrüßten dea Sterblichen mit den Worten, die nur Gott gebühren und riefen ta» Menschen zu: ,Heilig, heilig, heilig, die Fülle der ganzen Erde ist seine Herrlichkeit." Der Mensch muß, um seine Sulturaufgabe zu erfüllen» das Tier in sein«! Dienst zvingen; das ist nicht möglich^ ohne ihm weh zu thun; läßt sich da» stolze Roß zähmen, ohne ihm Schmerz z»> bereiten? las», zumal in diese» nördlichen Himmel»- de^ MWrensten Beobachter nicht seine