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Israelitische Wochenschrift · 1893-09-08 · 37 (8.9.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
37 (8.9.1893)
Date
1893-09-08
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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t briaratttj hem wie d ttberfaubt eite in bofc gerade in den kleineren Skmrfäben auf hem Gebiete des liaiontztmterrichtt« viel mehr gelüstet wird al» in den größere«, die schon von jeher einen »abotmr -m voller Skistnna besitzen. IDa mm die notorisch Unfähigen sicher keine Anstellung al» Stab» >,׳ keiner finden, die Andere« ab« irfolge ihrer vtelsachen THStiakeit gewiß eher Anerkennung als Verunglimpfung »Menen, durfte ei wahrscheinlich würdiger und — anständiger fein, die Worte Mwa» gewissenhafter und vorsichtiger zu wählen. Je eifriger »-übrigen» die Herren Rabbiner ilrem Berufe obliegen und je mehr sie tziraus bedacht sein werden, so voyugeben, dutz man sie nicht .P-tm Verdachte niederen Eigennutz:« haben könne, desto eher und Z; leichter wird e» ihnen genügen, die Anderen in l>en Schatten zu x Kelle«. Luch ein 'stadbiner. C4ttfi). ®ettl, Ende Ailguft. vielt schweizerische Leitungen ftagea ßh, wann denn da» Schächwerbot zu wirken beginne und ge» naen zu ganz abweichenden Schlußfolgerungen. Dabei ainaen Mehrere Blatter von der Ansicht au», auf all: Fälle erheische )er neue verfaffung-grundsatz l«n Erlaß eine» Bunde»gesetze». da» möglicher Weise vor eine Volk»absttmmung kommen könnte, - In dem Fass nämlich. daß die Schachtfreu nd e 90,000 Unterschriften :»«gen da» Au«sührung»gesetz sammeln würden. Nach Bunde»-; Mai» indessen unterliegt die Frage, wie und w,1nn da» Hchächt» uDeroot in Wftksomkett ttete, keinem Zwetftl. Wenn eine Bermnatzrevision ftattgefunden hat. erstattet he:- Bunde»rath in _ nächsten Versammlung Bericht Über da» Erg.'bniß der Volk»- <W»d Ständeabftimmuna. Man nennt die» die ,Srwahrung der Abstimmung." Diese Erwabruug erfolm durch einen Beschluß rfammluna (SvezialbeschUuse de» Nationalrathei _ _derathe»). Mt dem »ugenblich da beide Räthe durch übereinstimmenden Bunde»beschluß da» Abstimmung»ergeb» »iß erwähn (festgesetzt) haben, darf in der Sästveiz kein Thier geschächtet werde« Der Zeitpunkt fälli in den Monat )e,emb er diese« Jahre». Bi» dahin ist demnach da» Schächte« Gebiete der Schweiz erlaubt, kein Kanton darf e» , tonale Maßregel verbiete« Denn ein kantonale» . Ichtverdot stände im Widerspruch mit dec aegenwärtiaen ZnndeSversaffuU. wie denn von der Bunde» ״naannlung die von Ber» und Aargau erlaffenen Schächverbotr al» unvereinbar mit der ist Art. «8—50 ber Bu1w«»v«rfaffunL gewährleisteten Glauben»» und Aultu»keihett erklärt wurden. Unbenommen Cetbt «S der Bunde»veüommlung. über die nähere Aubfübrung » dunddrechtlichen »Schlachtbau««tibel»" ein besondere» Bun- " ' letz a erlasse« wie auch der Bu«de»rath »um Erlaß de» Berordnunaeu befugt ist. Ader in diese» Fällen würbe _ ^ächtverbot gleichwohl schon md dem Loge der ,Srwahrnng der Volkrobmmuwng' wirksam werden, Hin Aurführung«» - «esrtz wftd die Buuddvmammlung. so nothivendig man ein , solche» ansehen mag. schwerlich erlasse« Man r ergesse nicht, daß ׳r me Urheber der Baefossungimftionve im Grunde nm da» bei " bat Israeliten übliche SÄchttn im Auge hatten. Da» dänische ׳Schächwerbot lautete: ,Da» sogenannte Schächte» oder Hai»« : «chneide« sowie da» Lopfadschueiden ohne vorherige Betäubung -׳ Ist untersagt." Al» die Bunbegversammlurw liefe• vabot al» vereinbar mit der Bunbe»verfassung erklärte, da bettaten die schutzvereine den Weg der Verfassungiiniti ative. Wen« sie rbot eine allgemeine Form gäbe« geschah e» nur zum . . gemeint waren nur die Juden und da» jitdische Schächte« Darüber läßt auch die der LolSodstiumnnm vorau»gegangene ' 'tatton keine» Zweifel auftomme« Die Au»fühnma de» Ichtverdot», überhaupt der verfassungsaemißen Schlachttor» ", ist natürlich Sache der Sautone. Der ljund erließ Vor» m zum Schutze der Fische, der Vögel, de» Wilde» « s. w. ,_indes allbekannt, daß einzelne Rantone eine Reihe Kunde»- , •rsetzticher Vorschriften «heil» gar nicht, tbeil»׳ sehr lässig au»« r Mae« Der Lemelmord im Santo» Tessin ». B. storirt ttotz '.BnndeSverbot. So besteht denn für diejenige«, welche die neue «.Lersassungebestimmung anuehme«. keine ficheie Saraotie, daß fortan in allen 22 Santone» ,keine Btthgattung, mehr geschlachta werde, »ohne Betäubung vor dem Blutentzuge. - w GetorSd««», 1. Sept. Der Minister de» Inner» hat de« '׳Termin der Au»weifung der Juden au» de n Gouvernement Tiaratow vom l. November, d. I. bi» zum 1. Juni 189t ver» läugert. Die Gouverneure habe» da» Recht, um Belastung von solchen Ander, bi« -um 1. Juni 1896 zu petittcntteu, deren Bo- : utehungeN zu den örtlichen Lhristen nicht frübei geregelt werden ‘ könne« Einzeln stehende Jude« von 70 und mehr Jahre» sollen ^^etcht zwaug»weise aurgewteseu werde« ohne v»her deren BerjAorgmug-durch die örtlichen Lommunen sicher ,«stellt zu habe« rc Erleichterungen", so wttd hiuzugefügt, »habe« Re Juden tu'eitiartem* (Siehe unter ״Neueste Nachrichten".) Der Geträukhandeltstde« Jud-m nur in ihren aus eigenem Grund und «öden gelegenen eigenen Häufe,-» gestattet. Nun enstand die Frage, ob diese Bcfttmnnug sich auch aus den Engrog-Verkauf bezöge. Wie die russische.Gerichtä-tg." mitteilt, hat der Senat jetzt die Entscheidung gefällt, daß de« Juden auch der Settänkhandel so groa nur in eigenen Häusern gestattet sei» soll. — Wie die deutsche»Pet. Z." erfährt, weigern sich die türktschen Konsulate, de« jüdische« A«»wanderern, die in die Türkei reisen, die Pässe zu visiren. Neueste und vermischte Nuchrichteu. Mogvodmeg, S. September. Bor der Strafkammer de» hiesigen Landgericht«stand gestern eiaVeleitiguag«prozeß»wstchen de», Führer der htestgen Rntiiemiten, HunpNuanu a. D. von Schirp, und de« Oberstadsarzt a. D. Herrn Dr. Rosenthel, Mitglied der Schuidepatatloa, zur Verhandln»«». Es handelte sich um autilemitische Flugblätter, die m einer der hiesigen höhere» Lvchtettchule »eneilt wurde«, iva» Herrn Dr. R. reraalatzee, solche» Unfug i» einem Briefe »n den Rektor der Schule aut scharfe» Lorten z» geißeln. Der Gerichtshof sa»d t» de« Briefe de» Dr. Rosenthal eine strafbare Beleidigung »tcht entlaste«, da er sowohl «l» Jude, al« auch al« Mitglied i>er Schuldepuiitto» de» rechttgi gewesen sei, de« Schulvorstande von etwaige» Mißbräuche« i» der Schule Mittetluno ,u mache»: der Brief sei m Wahrung derechiiater Interessen geschriebe» »ad deodatb inüffe die stre lprechuug de» Dr. Rosem Hai erfalge». Der Hauptmann ». S ch t r p aber wuwe «>ae» Beleldigu»g de« Dr. Rase«thal in zwei Yiille» «st SO vlark Geldstrafe eveat. drei Tagen Gestnonlh besimt, »« Beleidime« auch t» dem eine» Falle die Pudlikmiontdesugni« I» dar .Magdedurgtschen Zeituug' »ugeiproche». BreSta«. Ilm SS d. Kti. begeht Herr Rabbluer Dr. V- Raustabt hier «lt seine» 70. Geburt»««» zugleich da» Iabilöi« seiner LOjährtge» Lehrihötigkest. Zur Beranttallung etuer würdst en Fair, deöseiben ist et« Lowste« non Freund«» und edemaligen Schüler» da» sehr verdienir» Vtauae« -»smamengetreir». (Räharas ist durch Herrn H»g, Redlich hier Garteunrohe LS» z» «rfahre» ) vsberode -t. vftpr., 4. September, »eich schöne« rt»v!r»eL«en i» unserem freundliche« StöRchen »»»er de» «»Hänger» der verschi«- g,»en Konfeistoue« herrscht, zeigte sich beute ««der »ei dm!Gi««eihu»g der »eue» Synagoge, «eiche «Mer Teituah»« weiter Kreise »er Be» Völler,»» simifan». Der Re,bau, welcher eine der schö»ste>l Zierde» »usrrer Stadt düdet, ist ei» twpasentr» stSe^k. welche» zu« gute« Teil der vpserwilligkest uulerer «tstbürger seine Eutstehuug »erdenkt. Herr Ra dt,»er Dr. Bamberger au» Kö»ie<berg i. Pr. tziet t» »» Herze» gehenden Sorte» die Festpredigt, «tsteg» faud - ,,leichfall« »Mer Teilnahme der Behörde» — im Regieritze» Saale et» Aeftdi»« statt, da« d»rch köstliche Rede» gewürzt wurde. Für de« Rachmirtag ist ei» vo, der Rkiistärtapello de« Regime»»» «uöjuftlhrendeii Konzert i» >»»stcht ge»»««»». »Hstwche», 4. September. (O^-Sorr.) Seit »origemJahr,besteht tu der hiesige» i«raelitische» K»Uu»-Gemetnde da» g»ft>«M der L»thedu»a». karte» von der BegUickwiinschnna für da« Reue Jahr, iöcho» i« ersten Jahre wurden fast 2U00 Dir. eingenommen, die de« S ohlthätigkest»««staüe» der Gemeincve z»stofsen. G« wäre wünschen« wert, der» diese Ktnricht««- auch tu Lnlner» Gemeiude» Nachahmung fl »de ««b auch i» privaten Bettehre zwischen gründen und Kollegen). Dowdiz» S, September. Sie alljährlich haben vrodyer Kausleuie in Rußlaub «mchofie Schlisse in Hopien gemacht und bedeuiende Et»- z«htu»ge» »eieiste«. Knapp »m der Uetzernahms-Periode wurde tbne» dehörbuchersest» unter Hinweid auf eine Bestimmung au» lem Jahre 1887 bedemet, baß sie al» Jiden in Rußland weder stmse» noch »erwesten dtrsen and sofort abreife, müsse«. Die Betroffene» «endete» sich telegraphisch noch Peterödnrg «st der B«r»f»»g auf de Berord» »m>g »am Jahre lüvl, welche protokolierte« Firme» und chn» Igenren de» drer»o»Mlichrn Aukrttzalt in Geschäsrnsache» gestatte E« erfolgte keine Antwon. Run wurde seiten» dm: hiesige» Ha»l«l0kannner die Jutrruentio» der österreichische» Regieruug angernsen. lpeterSvwr«. Dem FabritaMr, Herr»JssdorGoldbe, g hier, ist in Rnetternnnng keiner Berdtenste um die splidernng de» Drmkmetmaschtnenbaue» t» Rußland — erst in »orige» Monate »erschirste Herr Goldberg au» seiner Ekaschtnenbananstalt die Uüü. Schnellpieffe — der St. »nnru-Orden dritter Klasse verliehe» worden. Poteröbwrg, 6. September. Der Krügsminister soll — nach einem Telegramme is,Tagebl." — dieumeerpigllcheNatwetsnng «Ner Jude» an» dem Kuban- »,» Teretgnbiet defohlen haben, ohne Rasehen der Person und de« Berns«. Die Inden solle» sich schriftlich verpflichte», paß sie bi»«!» vier Voche» da» Land verlasse» werde». So »ie lokele, Behörden eine» Ausschni bewilligt bette», soll »,eser aufgehoben »nd der M1»0m«it»ng»i«sedl »innen Mer vlenate» anggekührr werden. Die strengste Dnrchsthrnnz der Maß» ,eget ist «naeorvnn m»« zür Berschieppange» streng- Strafe» angedreht. Zozftetch jüdische» Händler» Verdi,Ie« worden, fich in ge» nannten Geviete« jemal» wieder niederHnlassi». .

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