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Israelitische Wochenschrift · 1893-09-01 · 36 (1.9.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
36 (1.9.1893)
Date
1893-09-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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»ftd, d i« ich muh jedoch off» flcrii eftcfea, daß rt mir sehr schwer m gedande »u«wahl w treffen. SWonle'toTt war o'1 , .1r in seinen UnternehmmiM. da er sie selbst beauffick wa» mir leider nicht vergSmtt ist, w^halb ich Andern di 'Vollmacht erteilen mutzte. Die grdftte Schwierigkeit liegt aber darin, hochbegabte, gewiffendafte und verständige Männer zu knden, die alr Verwalter mit voller Hingebung urd Ausopserung -sich der heiligen Sache widmen. Doch hoffe ich unter unser«; Stalle auch solch« ausgezeichnete Männer erstehen zu sehen. Schon jetzt Hab» dnige junge thatträstlge, sehr tüchtige!{eiftcotle ameürltanische Juden mit me uirdgennÜtzigen Dienste 1 ingeboten. So Attrd denn mit der Leit eine g»,altige Umwälzung sich vollziehen.; Bauern und Viehzüchter werden ersteh», Feldarbelter und Schaf» Hirt» werdm miteinander wetteifern in een neurn, Segen veridtzenden LrwerdSzw eigen wie Lost in der Lorzdt im heilig» Lande, welches ja nur ganz Nein und »g begrennt war im Der- -gleich mit den unermetzltchrn amerikanischen Staaten und Reichen. . »Wwählich werden unsere Brüder sich dann ungehindert weit und treik auSdehncn und viele unbewohnte ungebeure Landstrecken, He gegenwärttg noch Sde und wüst dalieg», im Korden wie im Süden, werd»dann devSlkert sein von kräftig» fleitzigen und «bdtSlukigm Nmschm, geläutert durch die Feldarbeit, gehoben und veredelt in der Sonne der Freiheit, Gleichheit und Undeschränftheit. Ein neuer Geschlecht, ein n»rr Stamm wftd dann dem Judentum erblüh», wo vian das Schachern und Wuchem . nur noch vom LSrensag» kmnen wird und die aut» und Herrsicher! Eigenschaften jene Wackem nicht nur dem Himmel, sonder» .' auch Dir. Allmächtiger, näher ddngen werden!" Rach diesen Worten, so schließt der Berichterstatter sdnm Artikel, stand der Baron von sdnem Sitz auf «und rdchte mir ,-Hum Abschied die Hand. Mt innigstem Danke für die Güte und " Freundlichkeit, mit der er mich emvfangen und mdnen Wunsch -erfüllt hatte, oerlietz ich da» Veilai». Au» &utn*i V»r«S wird dem-WoSchod" Folgender über;die Lolonisatton in Argenttnien berichtet: Am 2. Mai er. ent- ' sandte da« lkoruite der zukünftig» Auswanderer au» Südrutzfand drei sdner Mitglieder von Buenos AhreS nach Pari«, um sich dem Baron Hirsch persänlich oorzustellen und ihm die Wünsche itnd Absicht» der LommMon vorzuttag» und um sdnm Rat M bitten. Die übrigen Mitglieder de» Comite'S aber ^>g» in- Misch» nach Entte Rio», um in der Kolonie ,Clara" daselbst jo lange »n verweilen, di» die Antwort de» Baron» eintteffen wftd. In dieser still» Zeit der Ruhe und Erholung bevoll- «äHti^te die Cenftal-Lerwaltrmg deS^Jüdischen Solonisatton»- dm Abgeordnetm Agronom sehr E ____ eingehende Erkundigung» duz! oere . , ___!der an Weinbergen so sehr reichen Provinz M»>oso zu reis», Stelle eingehend ~ '! Bravermann au» Solo nach zu reis», ziehen und _Mauna» etnzuzie ob et Erfolg »wheitzend fet, die neuen Kolonisten Br. hieft sich in Mendoso einen dien, l- Herr amt ebende Studien, lieft sich von den theoretisch und praktr' um an Ort und iU! untersuchen, dem Weinbau »uzuführen. «n Monat auf. machte dnaei __ jra gutherzigen Pflanzern theordisch und praktisch gründlich unterweisen und belehr» und verfaßte dann du sehr ausführsicher Protokoll, welche» er de!: Cenftalverwal nisatton in Argenttnien unterbreitete. Diese , die hochwtchttge Schrift dirett an den obersten 'Baron Hirsch in Part». Aus die Entscheidung de» Baron», der man allsdtig mit bcgrdflicher Spannung und lebhaftem Jntereffe a»sieht, wird e» nun aniommm, ob da» grotzarttge Projett ert werden kann oder nicht. A. Z. lung tu! wiederum schickte den, d» Neueste ttttb verlnischte Nachrichte«. Magpesturg. Infolge mehrerer in autffemittsch« Zdmnge«! verösientluhttr Artikel hatte, — so les» wir in der .Soale-Ztttung-! — der preutzifch« InftizmtntÜer vor einigen Woche» ans unmittelbare allerhbidsle Anregung an den Oberstaatbanwalt de» berliner Lämmer» geeicht» da« Ersuchen gerichtet, durch Umfrage bei sLinmtlichen Staat»- »nwaltschast« dir Fülle au» letztem Jahre festzulell», in welchen Geschäftsleute jüdische« Glauben« sich gegen Einkäufe besorgend« Kundin»« in sittlicher Beziehung vergangen batreii, und die dietbezü-Uch« Akt» ihm zur »Tsbnlichen Linsichtrahm« umgehend tM Übersenden. ttU Nesnliat der nunmehr abgeschloff»» llntersnchuua konnte nur du Fall namhaft gemacht werdrn, der g»ugsinn erlitten« Fall Joseph. Selbst der Fall Aberqer. der den ob« -trwühnt» antisemitisch» »ttiteln zu Grund« geiea», mutzt« au«» scheid», da der verurteüte Altert Lberger eoaagelischerRtttgion ist. Seelin. Al« «wtffer ^«bUteter «»de Auzeigr, die 177 Angnst 1SVS findet: .Heiratt-Partie. Sine iSrrel. jung« Lame, SS Jahr«, blldschän, an« hochachtbarer Familie, mit S Million« Mark Mitgift, hegt d» .Wnmch, ein» vorurteiltsrei» Herrn. Graf» oder 'Sarach gM situirt, m» zu lern», und wird di» Einführung in einem Badeorte in 1»k1 »ollster ifteise stattiind» könne«. Die Lame ist gesonn«, sich so tanf» zu lassen, wie die Religio» de« Her» Ist. Strengst« Dt», kretio«. Offert» unter .... an Di« heiratest! stige iöraelittschr Millioaürin «nrwickttt allerding» ein» beinah« uaheimlichen praktischen Sinn. Aber zu ihrer Eatschulbiguug möge di« unbegrenzte Zahl allerchiistliiher Prinzessinnen au» grotz« und kleinen Häusern dienen, di« sich, seitdem e< m der christ-!ich» Kirche mehrere v«rschi«d»e Konfession» giebt, ihrer anaeboraen Konfession um ihrer Verheiratung Wille« «te eine« alten Kleide» ent- Sntzert und in ihrem Glaub» so ״umg«lr»thaben, ״wir die Religion de» Her» war.- E» sind dabet auch ,^«bildet»" katholische Fürsten, tbchter gewelm I Au» Weftpremtze«, 30. August. Die am l. August ettaffen« iolizttoerordnung, datz fort«» jede» Tier vor dem Schlachten durch tftnschiag betäubt tunbtn mufft — bei 30 Mark Strafe — hat in all» Gemeind» urierer Provinz eine grotz« Beunruhigung hervorgerusen. umsomehr al» da« relegraph-sch« Gesuch «iu«ger Vor- Die Rabbiner der Provinz »raten in Bromderg vorige Woche J“ ' - -׳- —- Cine größer- Anzahl bedeutender Rabbiner Preunenbettet die etazuschlagenb» Schr-tte zur Sicherstellung der versaffuug»mähig gewädttetstete« Religio»»- und mewiffen-fteihttt. Morgen wird' eine DepMatiou der weftprrutzisch» Rabbiner, begleitet von einig» in Perlin anrveienden Lollegen, beim Kultudniuifter Audienz nachsuchen Hoff« wir auf ein» glückliche« Ausgang der Angelegmgeit. Deffckt». IS. August. Der neugrwählte LandeSrabdiner Herr Dr. Freuden »Hai hielt vorgestern Rachmittag 3 Ubr seine Anttttt». rede in de« festlich geschmückte» und von Vttuchern, auch christlich», dicht gelullten Gotte»haus«. Bon den Ziel» sore«»o. di« er sich für frinen Berus gesteckt, weint er, sei ihm die Wahrung de» Frieden» da« Höchste. S» «üsi«, fuhr er sott, der Menschheit klar gemacht werd», datz jeder t» seinem Krttse innere, u>,hr« Zufriedenheit erlaugen könnte, wen» er bedenke, »ah eine hoher« Macht ihn auf d» Post» gestellt, den er inne Hab«. Ihm, d!m Redner, lehr« feine Re» ligion, datz auch di« Klaffenunterschiedc und da» mannigfastige Geschick der einzeln» Mensch» in Gotte» unettorschlich», Wrlteuplim lägen, well n,!r in den Gegeusützen, im Wechiel der Dinge, di« Vollendung zu stad» sei. L« sei daher vermessen, wenn Jemand dies« Plan durchkreuzen wolle und im Uuifturz alle» Bestehenden da» Heil derMenschhttt erblicke. Solche« B«gir>nen säe den Unfrieden und hemme d» ruhigen Lntwickelunglgang der Menschen, der diese allein znm wahren Glücke führen kbnn«. Nachdem er seine Zuhbrer er» mahnt, auch aus religiösem Erbitte den Ftteden zu wahren, duldsam zu -ein und dl« Meinung de» And«» zu acht», verttchieie er ttu Gebet, in wttch-m er den Ftteden für bn* Herzogliche Hau«, sowie für da» gesamte Barerland, wie auch für sein« Gemeinde und die ganz« Meuschheit vom Himmel heradfieht«. Sichtbar erbau» verlieben di« BZncher den Tempel in der Zuversicht, in ihrem Rabbiner ein» würdigen geistlichen Führer gesunden zu habe«. Deffck«, LS. August. Dem Baron v. Loh« ist im höchst» Auftrag« vom Prinzen Bo.itheim in Gotha «ine Einladung zugegangen, d» Betse-ungtstterlichkeiten beun wohnen. Gffew, V- August. Metzger Ubelgüune war bekannllich vom hiestgen Schwurgericht weg» Lrmerduig de« Handes»«ann» Grüuebaum «um Lob« vemtteüt worb». Tie von dem B«»tt«Ut» eingttegte Revision hat da» Rttchögettcht verworfen. Kiff« (Posen.), 84. August. (Ottg.-Lorr) In welchem Matze!neabgüt«. wohUhättg« Menswenlieb« und edle Bildung auch in ,riplicheu Kleis» Auenenaung staden, da» hat sich h»,e bet Gelegen, heit der Bettdigung der Kran Dorothea, Gatt« de« Kaufmann» Her» Adolf Pick, bekundet. Dir Betttorbene, Me zu den geachretst» und wohlthüttgft» Krauen unserer Gemeinde ztihtt«, war auch Lorstehettu de» hier bestehend» varettändisch» Frauenserein« und hatte al» solch« Geleg«h«it z« dewets», daß jüdisch« Aiohlthüiigkeit nicht nach «eltgion und Bekmntni» frügt, sondern Hilst, wo Hilfe gefordert wird. Di« Hochachmug und Verehrung, di» fie sich nicht nur innerhalb der Gemeind«, soude» auch in christlichen Krtts» enoorden, kam sowohl in dem Nachrust zum Autdrucke, durch den der «oisteher de« Barer» lüudisch» Frau«v,rrin» da» And»k» der iderblichen» ehrie, al» auch durch da» über,»« zahlreiche Lrauergileiie, welch«» sich au« all» Stände» unserer Stabt zusamm« setzt«. Die E*rblich«e hat sich durch d« unermüdlich» Eifer, d» fie in all» Wnk» der Liebe drwitt», blrib«nde/B«rb1»ftr erworben. Gchlertftadt» Dem diröjährta» Iah>r«»bettch» de» hiesig» Gqmuüfiiun» «inehnr» wir, datz sich die iSchülerzahl am l. Juli d. I. auf 127 delitt- Davon gehör«!)L der katholisch«, LS der rvanatttsch« und 17 der i«ratttrsich» Korfessio» an. SM« t. E. Nack dem vorliegenden 21. Jahre »bericht der hiesig« Realschule war dieselbe i« oeipr-si«« Haldj^r« von SS Schüleru besuche, wovou g«h»r«, M P*m evangeiisck»«», Ü2 dem katholisch« und ly de« iseattittsth« Beftnntuiff« «. A!«d« dem Direktor wirk» 7 Lehr« und die hiesig« Gttstltch« all« drei Konfession« an d« Anstalt,

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