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Israelitische Wochenschrift · 1893-09-01 · 36 (1.9.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
36 (1.9.1893)
Date
1893-09-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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r.V ’ eine allgemeine Zeitung 8es ÄuLenlßums. «üchaaUtch «rtchttar I« rix «»»»er »er «»{(»". M ״•aatiliaa• IlitlV »t M tat Mat ס." «rci* rtx clt MMM M Uo V«*■ lantra a. tittaMaM ■»4 MnctMtar «ITfftUtraS»! ICärit afctMUlMM. «•«kaa «■Käst•: u au1tlM>1a(. SU 111״ «!■Uri«“ ■tt «laadWaaMatt•‘ H»raM»-«s»d«1t von Rabl'iner 1)1. M. Natzmev in Magdeburg. Mv Mpahvhril «echt und Wvi6,eal Aaserat» für»te»s»ea»tt»ttch« t»acheat»rtfe »te für »at^,.JüktIch» Ltteratar» »latf, tzte austiüaaltex ««Utdle «»er «erea «ea» «Ü Pfa. stad «at»«»«« darch die Aa> a»ak«a»>t»>dmaaaa «der — saü» »aa letdü aas «at« NasPra» arache — dir« ein«aseadea aa 1 Xa «taattttaa »ar ^»aaat. Wache». ־: «d nlalaafta Katatt. if l lknyakk: MW»*» Wetttest Offene» Schreiten an H«rrn v. -gity. von L^^Sia^er-llobleaz. — Brief« eine» heitern Kleinstädter» au» Bericht« Kl» C»mf»*»>««H«! Magdeburg. Köni-sder». «s» Lüdhannover. Lehe. Oesterreich-Ungarn: Wien. Schwei»: St. Sallea. vern. »tnerika: New-Vort. Baeaoü-Ali.et. Rt)U»1 ttn» vartntfchl« A»chrichte«: Mag! «bar,. Ueiltn. «u« vestpreasten. Deffan. Dessau. Cssea echlctrstat». Baart.E. Aachtrack atzae ulüiMti »aeteaaaach aakesa^. Mache»-- *ffo. - 189a «al. 566a UaleuSev. Serif», . . . 1 20 Saaaateod. 2 21 tan '3 Ptnk M. a. IT. Laaataa. . 3 22 (IM) nach aUuelearopttticher galt. »»ata, . . . 4 29 % tkitil . . . 5 24 % Mittnach . . 6 25 © Saaanfa, . . 7 26 H »eetta, . . . 8 27 Offenes Tchreibr» a« Herr« vo« Egidy. Von Dr. Singe r-Loblenj. Am 2. Dezember 1892 erlaubte ich nie, an den damals noch 1 Jahr jünger» Herrn von Egidy eine Frage folgenden Wortlautes zu richten: ,Ich täusche mich nicht in der Sn» nähme, daß Sie nicht zu denen gehören, raelche glauben, der Talmud lehre eine andere Ethik, eine andere Moral, eine andere Menichenliebe als der Pentateuch?" Eie beehrten mich durch die Envieterung: ״Rein, ich gehöre nicht zu denen u. s. w." — und ,erwiesen mich auf die Seite 45 de» ersten Hefte» Ihrer BulkSschrist ״Einige» Christentums woselbst Sie ihren ehrlichen wunderschönen Satz unterstrichen hatten: ,Haben die Liter im Ramen und unter dem Deckmantel de» Ehristentum» blutige Greuel verbrochen, so werden die Enkel das durch um so recht» schasfenere Liebe unter demselben Namen tausend Mal vergelten." -Diese goldenen Worte schrieben Sie in dem Bestreben, um die trüben Ermnerungen, welche sich für die Juden an den Christennamen knüpfen, za verwisch m. Diese Worte ■ sollten Ihre Wahl de« Namen» ״Ehristentum", uNer dessen " Fahne Sie alle Menschen zu guten, gsttgefäüigea, lieb«. : »ollen Wesen erziehen wollen, erklären; dcr Ehrtstenname ist ^«nh Ihrer Ansicht ebensogut al» der Name ״Mensch", an welchem ebensoviel Greuel und Unrecht hasten, welche ״Menschen" f von ״Menschen" zugefügt wurden. — Sie fahren dam, fort: i- ״Schlimmere Unbill al» den Juden heut vt« Antisemitismus - unter dem'Deckmantel de» Deutschtums »iederfihrt,' kmn ihnen auch zur barbarischsten Zeit d<!» Mittelalter» nicht unter dem Zeichen de- Kreuze« widerfahren sein; welcher Jude gebe deshalb seine deutsche Zugehörigkeit auf?" Wir schwiegen dazu, daß Eie an» dieser Zusammen» stellung den Schluß zogen, daß Sie die Juden in Allem al» die ״Unseren", daß Sie sie ״gleich jeden, anderen Deutschen", ״gleich jedem andern gebildeten Menschen" al» Christen betrachten. Wir schwiegen, nicht weil wir zustimmten, sondern weil un« die Anerkennung au» dem Munde eine» erleuchteten.' vorurteilsfreien Christen undManne», daß die Deutschen jüdischen Glaubens hinter den Deutschen christlichen Glaubens nicht zurückständen, woyl »hat — über die Form dieser Anerkennung konnten wir füglich hinwegsehe«, weil sie auS diesen Anschauungen heran« nicht ander» zu er» warten stand, wenn wir auch von vornherein erklärte«, der Name ״Einige» Menschentum" würde un» besser anstehen. Wir nahmen eine abwartende Stellung ein und harrten der Dinge, die noch kommen sollten. Die Zeit mit ihrer veränderten Macht hat Ihre Be» strebungen und leider auch Ihre Gesinnungen nicht verschont. Während de» einen Jahre» haben Ihre Schüler und Anhänger christlichen und mehr noch jüdischen Glaubeit« un» mit Schriften überflutet, welche unter Ihrer Flagg« segelten, von Ich«» geduldet wurden; sie haben un» zunächst stutzig gemacht durch Jdeutificirung Ihrer Bestrebungen mit denen der ethische» Lulturgesellschast — Egidy und Geh.-RatFbrfter wurde« fast stet» mit einander genannt —, wählen!) wir in dem Wahn« lebten, Sie wollten die Menschen zu «mm wahren Religion erziehen, da Sie ihnen doch zurufen. ,Asei ei« Irrtum, z»

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