Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 33 (11.8.1893)
- Date
- 1893-08-11
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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TM -t;.׳,■י^מ^ערי,,-־ ״; ־: ״■;q; ־יז fRtftfc&tttg, 11. A«st«ft 1808! MM׳ Ilchr, eine allgemeine Zeitung Lies Iuöentßums. UkchrmUch trichtiat je (tat Kummer ktt .ttiaialtiift“, M ^tzaMilitmfelattl" »ak W jHttratarklatt■.‘‘ «in* filr alle kr*i SUtttt* M aLea P»ü-!!aieia v. eu«kaakl»a|ta a«4 kittet M ko ittrekiti•■ ära* ICaik ticttcliiMlÄ. «achktM •aMtakt: U *tzf jutü«• Die .H»ach«»fch»tft« Bit ,«aBiBwUatf , (»tat ,,a1tn«iatH«t?ytofra_ M ket | ^trau»gt geben von Rabbiner 1)1. M. Nahmen in Magdeburg 1 '"tiisLOfU■ Mv Mahvheil Recht und Zfviedeul 3>|1n1t fürkit,,S4ratiitischt «achtaschrill" Bit für kok ״Tükiilkt Littraturklart", kie vleriefpoiteot »ctitHtiit oder »eren «aam ltü W»., stak nuatker kurq die »n, aaarea^rP^dMoata oder — fall» maa frloft auf No »all «afPrach macht — direct elnzu. fendea an, »ia ■oKkiti«» kt» »Aktatl. Wachen, lchtifti» Ma,ktk»»>. Bei Kldiekerkaimtßtn «adatt. SnyaN: fette«»« «rtiftl t Iüdiftbe »oral, «on *b. Iclline-k. — Di» Pflege der Eihit in Schult und Synagoge. Baürag von I. Roltvbusch-R -Sllabbach. IV. Gertcht« nn» tkBrrtlpv«»ettzen 1 »agbeburg. Mapbeburg. Berlin. Berlin. Berlin. Berlin. Harburg. Ree». Eaffel. Oesterreich-Ungarn: Wien. Schweiz: Bern. Amerika: Linrinnati. Rmlt «Mb »ennNchtr Nach richte«: Magdeburg. Oppeln, Berlin, Beilin, Eleve, Misdroy, Ratibor, Borten, München, Sieben, Frankfurt a. »., SluUga«, Wien, Büsiau, Rumänien, London. Jerusalem, Amerika. Aachknuk atz« »oltäibi»» G»rl»«a1geb« nlifiil. Wochen? r»,>ß 1893. )». 5653. Freite« . . . 11 29 L»»»abe»b. 12 301 «Milil . . . 13 1s »«•tat . . . 14 2 Die»fla, . . . IL 3 »itrwich . . 16 4 D»»»erfla, . . 17 5 Freite« . . . 18 6 -Nalenker. ראה fertk I. Ktuh (Mwk II1L *J Die krt ftittnmj der mittelturapüifchla ltiaHeitdtttt einzctretenen Difiereiiden stad dti»di,tr Zcitanzadt nicht ktrütküchtiDt. Jüdische Moral. Welchen Eindruck macht es auf un«, wenr. wir Ohren׳ zeugen sind, wie Diebe die Unehrlichkeit, Lügner die Unwahr- " heit, Betrüger die Unredlichkeit, Schwindler rie Falschheit verdammen? Denselben Eindruck empfangen w r, wenn wir heutzutage hören, wie die hochentwickelten moralishen (?) Antisemiten, welche den jesuitischen Grundsatz befolgen: der Zweck heiligt die Mittel, die jüdische Moral vor ihren Richterstuhl ritieren und sie verurteilen. —Autisemitenal«S1ttenrichter! Wer möchte da nicht lachen, wenn e« zum Lackien wäre. Wenn wir ein richiigeS. unparteiische«, sichere« Urteil über die Moral einer Genoffenschaft oder eire« StannneS Men wollen, so müssen wir da« Leben, die Erscheinungen 'und die Thaisachen desselben befragen, und nicht auf Schriften un« berufen und nach denselben unsere Ansichten au«sprechen. Run können wir auch hebräische Werke moralishen Inhalte« aufschlagen, um die antisemitischen Ankläger zu verwirren und sie der Entstellungen und Verleumdungen zu zeihen. Allein da« wollen wir heute nicht, sondwn blo« auf zwei Punkte Hinweisen. Da« Gesetz der Thora, ,den Fremden zu lieben als sich selbst," ist der Au-druck höchstrr Moralität, die von den europäischen Völkern noch immer nicht erreiiht ist. Dem Mischen Moralgesetze ist jeder Mensch ein Mitmensch, ein -Bruder, den wir liebevoll behandeln müssen, wenn er in unserer Mitte weilt, mag er auch einer anderer Race angehören, und einen ander» Glauben bekennen. Wird diese« Woralgesetz von Russen, Rumänen und Antisemiten am End« de« IS. Jahrhundert« beobachtet? Ein talmudischer Ausspruch lautet: ״Wer die Pflicht der werkthätigen Menschenliebe leugnet, f:eht dem Gotte«, leugner nabe." Denn der Gottesglaube soll kein bloße« Dogma, oder ein Gegenstand grübelnder Spekulation sein, sondern zur Uebnng hilfebereiter Nächstenliebe aneifern, un« da« göttliche Ideal Vorhalten, damit wir der Güte, der Liebe und der Barmherzigkeit Gotte« nacheifern. —Diese beiden Momente allein genügen, um die Lauterkeit und Erhabenheit der jüdischen Moral zu bezeugen. Die Hauptsache ist für un« in diesem, der jüdischm Moral gewidnieten Artikel, da- Leben zu befragert. Wir treten zuerst in einen Gerichtssaal. Treffen wir dort auf der Anklagebank jüvische Mörder, Todschläger, Raufbolde, Brandstifter? Finden sich unter den Angeklagten falsch« Zeugen, wie in Ti»za-E«lar und in Lunten. Begeben wir un« dann in Wirtshäuser und Kneipen. Sehen wir dort jüdische Trunkenbolde, Schlemmer, welche ihren Verdienst versaufen und ihre Kindiw barfuß gehen lasten? Wenden wir un« jetzt den jüdischen Gemeinden zu. Wird da nicht die Wohl thätigkeit im höchsten Grad« geübt? Gibt e« nicht zahlreiche Vereine für humanitäre Zwecke? Oeffnet sich die jüdische, wohlthätig« Hand nicht auch für Richtjude» durch Spenden und Legate? Besuchen wir jetzt die jüdischen ReligionSschulen. Wa« wird dort gelehrt? Wird die jüdische Jugend nicht unterrichtet, alle Menschen zu lieben, jed«1l Menschen der ewigen Seligkeit für würdig und teilhaftig zi erklären, sobald er einen sittlichen, guten Lebenswandel fühlt? Versammeln wir uns jetzt in den Synagogen, wa»