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Israelitische Wochenschrift · 1893-07-07 · 28 (7.7.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
28 (7.7.1893)
Date
1893-07-07
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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eine allgemeine Zeitung 8es Äu8entßums. ke,an»-«g«den von Rabbiner Ilr. M. Nahmer in Magdeburg. Zffur Mchvhert Nrchl und Wvirdrnl ft» »k,.-»«»«!> lisch« Wtchtnsch« I si" vic W« kl ״-»»sich« & 111r• 111 rי Mt««'‘, kl« »irrjft»«ltn1« Pclil»kll« ■krr »rml Rn■ NSW«., fw» «110»«»«« »u«ch ei« Anr.»m«»11|»1»fti»«tn •»n — (««» ««1 »1»» »uf Makatt Nosyioch »Acht — »tmi s«A»«A »»> Mi» »ff1»l»w kt 3״lr««I. »•«tut»e*auliR «richi -NSachemichrtfi »UI«»" »,» M <1«1» Mr «»« »o 1-wirra a. Buch»« ^rnMti» aral ״ilitttailijitlatF It |r «t» Rw : I» Statt lut•«■« Molt»." kt» 8״•■ llita M kt« SnyaN: 1 SdletiR« Vnitllt Ein Schtub«»art zu de» Reichtlagrivadik« — Die Vfta« der (ftblt in Schule und Gyn«,,^. Bornag von I. RoseNbuich-Di 'Sladdach I. — Die BeNheilung der jüdischen Benätterun,. d«chch«r «■» «OrrelpONdomzeO« Aagdeduig Atagdedura. Berlin. Brilin. Breslau. Köniaaderg. Ort» Krimmersdors WolfenbäNet. Lesterreich-Uugarn. «ieu. Nu» Ungarn. Budapest. Holland: Rotterdam. Palästina: Inusainn. ׳Mnutt mm» «urNeilchte Mnchrichtenr Berlin, Lrreii». Alle», stein, Wien, Iamnitz, Nu» Mähren, Pari«, Mailand, St. Louis. Pachdrut »hu NttUiii thrtmapt« iilnsigi. Hk Tchlutzwort z« den Reichstagswahle«. Die Wahlen sind so ungünstig ivie nur möglich für die Deutschfreifinnigen ausgefallen. Nicht nur, daß so viele Eltze verloren gegangen, so»der» daß die übrig gebliebenen so unrühmlich behauptet worden sind, hat die Bedeutung der Jlßarfti lief herabgedrückr. Alle guten Rathschläge aus dem ^^ande, die Auflösung des Reichstages zu vermei» HVkA, sind bei׳ der parlamentarischen Pari« eindruckslos geblieben. )' Dieser Vorwurf richtet sich nicht gegen Eugen lichter, er hat seine Schuldigkeit geihan, er war ein entschiedener Gegner der Militärvorlage und konnte nicht anders -.handeln; aber diejenigen, die für die Vorlage sind und waren und doch nicht de» Muth hatten, öffentlich da» ,für zu stimmen, die Rickert und,Barth, tiaben sich höchst ^unklug benommen. ES ist eine leere Redensart, uvenn dem gegenüber iinmcr wieder von der .Tyrannei Richters* gesprochen wird. Ein * Tyrann bekundet seine Gewalt, indem er de Widerspenstigen .'an Leben, Freiheit oder Vermügen schädigt, dazu ist Richter »außer Stande; die Tyrannsi bestand darin, daß der Eine Üfrft und energisch und die anderen feig und schlapp waren Dies mußte um so eher an dieser Stelle ausgesprochen eben, als wir sonst mit deu Freunden der Militärvorlage -syMpätb'siren; der zugleich regierungsfreundliche, 'und freisinnige Standpunkt ist möglichst schlecht sowohl RrichSlag wie bei de» Wahlen vertreten worden:—— SDan daß die Herren, nur uv oppositionell zu scheinen, -str die gesetzliche Festlegung der zweijährigen Machen-- m 1 ssa In«■■• 5653 Kreit«, . . . 7 23 knnnnden» . H 24 r»»»«n«. . . 9 25 . . . ״1«,« 10 26 Dienst«, . . . 11 27 «ttmsch . . 12 28 D»«»erst», . . 13 29 Kreil«, . . . U 1 Nalenüer. onu (*.14*)) f«r«t L tRrumondeinsegnnn,. ) *J Ls« Ul ziririui» »« altttl- «»«»Pslschn, lt<a»«it«tClt «sAO«- inttn«■ »t»«Te*s«11 Rn» »cl •»Ifct .-teilt«»»»« »sch« »r«»«\U|>i»t. I.W Dienstzeit ins Zeug legten, war nicht klug. Entweder oder; entweder man verwirft die Vorlage, oder man niuimt sie an. Ist es denn eine Schande, mit der Regierung zu stiuimentl Atnr für rein dekorative Paragraphen kann sich das Voll nicht erwärmen: und rein dekorativ ist es, ob eS iui Gesetz« heißt: die zweijährige Dienstzeit wird für stuf. Jahre oder für ewig eingesthrt; die längere Dienstzeit kann in beiden Fällen nicht wi> der hergestellt werden, es sei denn, daß ganz außerordentliche und unvorhergesehene Erfahrungen es bedingen. Die Herreu Barth und Rickert konnten eben nicht auf die oppositionelle Pose verzichten; sie sind gute Menschen, aber schlechte Musikanten; nicht Richter, aber Rickert und Banh Hanen die Auflösung verhindern können, die den Ruin der Parlei herbeigrführt hat. Das Schielen nach der Gunst der Radikalen hat sie in׳• Verderben gebracht. ( T es traurig ist da- Resultat der Bahlen vom jüdischen Standpunktaus. Unsere Freunde klagen, unsere Feinde jubeln. Die Antisemiten waren bisher eine Kuriosität im Reichstage und sind jetzt eine parlamentarische Macht ge» worden. Und ganz gerade heraus! wir halten wenig von den prahlerischen Reden, die aus manchen Wahlkreisen ertönen: ,Bei uns hm der AntisemitirmilS keinen Boden"; — so hat man vor Jahren mit Hochmisthigem Mitleid um die deutschen Lande auch in Oesterreich, auch in Frankreich gesprochen und es ist nachher ganz anders gekommen. Uns imvonirt der Much und die Zuversicht nur wenig, die in einigen jüdischen Blättern jetzt zur Schau gestellt werden. Die Loppelwahl Ahlwardts, der von Alle«,

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