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Israelitische Wochenschrift · 1893-07-01 · 27 (1.7.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
27 (1.7.1893)
Date
1893-07-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Bon diese« 400 tt. dem 1■ dieser Zeitung oeitffenbtebten, «bettsgenoffen mbantersihri-b,»«» Aafruie bwadl, erst recht aber lud der Stichwahl, kandtdaie» gestimmt, di« Andere« bade» dasselbe <-DAlt«r »um Rabbiner «wählt. ge» Synagogen-lsemeind« gi »ar verwaUete bereit» zwei Jahre sperr Dr. W. «am vreslaner Sei Wiaatsarisch da» hiesig« Rabbinat. . «biUtzeutsa», IS. Juni. Di« täraelbische itzewerbesqul« de» DdewElsaf bat ihr««' Jahresbericht sür 180a »ersindet. Nach demselben war die Schule von SS Schülern besucht. De Einnahmen de- ' »iesen sich ans 1701T t’ f. 48 «so. und die Ausgaben »ns 15278 9t(. 48 iOfg., feba| sich «in Ueberschuf van 1745 Mk. 30 Pfg. herausstellte ^>e» Schülei n wird über Veiragen und Aleif da» beste Zeugnif ausgestellt. , M»r*h»«se«. '23. Juni. Ein von der hiesigen antisembischen ׳ Manet erlassene«, in der Druckerei des hiefiegen Organs der letzteren ,hergekellte« ״Stichwahlflugdlab", welches mb der UnteischM ,Fuf zur ׳Mahl, auch wb Arvetter wähle» in der Sbchwahl unr den Anttse- Mtien Kruseden Haß gegen das Jndenthum in der schamlasesien Meile Predigte, ist von der hiesigen Volizeiverwabmig heute konfiszirt Worben. Damit ha» dieselbe ihre künftig« Stellung >n solche» Dingen ,4t» da» ««zweideutigste gekeuntzeichuer. Es «nd sich nun frage», -sb die Staatsanwaltschaft wegen Aufreizung zu Otewaltihätigkeuen '.gegenüber einzelnen Vevvlkeruuqstlasirn «ntlaae erheben wird. י•";. Osten» 22. Juni, lieber den am 27. März d. I. in dem st» ^?Kreise Hattingen gelegenen .Hammerthalverübten Raubmord an dem TrMthhändier Abraham Srünebaum au« Her bebe haben wir zur Zeb!.vdertchtn; auch darüber, dal der verdacht sich gleich aus den Wirth und .Metzger Gustav Uedelgrün lerckte, denn er war an jenen Abend "mb dem Ermordete» zusammen gesehen worden und seb der Zeb jpurlas »er-chwunden. Den Anstrengungen der Polizei gelang es, «׳ schon nach einigen Tagen den Ausenthalt des Uedelgrün, der sich -wach Soberdam gewandt Hab«, zu ermbtel» und z» verhaften. Uebel- £lin stand nun gestern, »ar dem hiesige» Schwurgericht unter der Ange des Raubmordes- Der Angeklagte ist 30 Jahre ab, verheiraihet >’ Und Vater von sechs nnerwachsene» Kindern Trotz seine« Leugnen« ' c w»rd« «r des Berdrewent überführt. Man fand di« Leiche des Granebanw in seinem tzsarte» in Säcke gehüllt Sie zeigte eine vom einen > ,.Ohr bi« zum andern gehend« klaffend« Halswund«. Bon dem Uelde, 1600 ־ Mark, das Gtün« bannt bei sich gehabt hatte, fand man mehr. Es wurden ca. 70 Zeugen vernommen. Di« Geschworen en sprachen Uedelgrün» schuldig de« Raubmordes; der Gerichts- Mtutt&cill( ünt ihm MegOrisch HraPisch. 92. Juni, vorige Woche habe sich da« Sdchen Karolina Schnula vor dem hi.sigeu Erkenntnißgerichte / wegen Verleumdung zu verantworte». Dieselbe war in Hoüeschau bei dem rübaelbischen Produktenhändler David Tandler drei Lag« bedienst:, gewese». Am IS. November des vorige» Jahr»« kam Karollne Schnula mb gebcküdenen Händen und Schumwunde» an denselben zu der Dienst- .,vermbberin Franziska Nohhl und erzählte dieser, sie sei uw * « i Uhr!!Macht» von einigen Jude» Übersoll«», in de» Hof geschleppt und dorr ־ ulM worden. Dan» Hab« man Messer geholt «nt ihr an de» Hän- Schnittwunden zur Blnladzapjnng teigebracht. 'Sie sei überzeugt, j Htzß man sie zu .rbuellen Zwecken" abaes,-׳lachtet Härte, wäre sie nicht;b» letzten Momente im 8tanke gewesen, sich ihrer Angreifer zu er- .-Wehren. An der Stimme Hab« sie in einem der Angebogten ^chrn Juden David Tandler erkannt. Diese Angabe» de» Dienst- ^mMchen» erwiesen sich als Lügen, trotzdem dt» Angeklagte auch in der gestrigen Verhandlung bei ihre» frühere» Angaben blieb. Di«, jpfeld« wurde des Verbrechens ber Verleumdung schuldig erkannt , pnd z» dreizehn -Monaten Kerker» verurtheilt. (So wird» gemacht.) »an», 24. Juni. Di« gestern im hiesige» Kasmo versammelten der Schächtinitiative?präsidiert von Nationalrat Jeanheu,hi »sie» Einsetzung eines Lemralkomitees in Sem unter Leitung Rationalrat Hmh, welches Komitee die AufkUbnng der Vevölkein Sache» der Schäch!frage und zwar tn Sinn« eiurr Gegengegen da« bezüglich« Jnttiarlvbegehre» zu desargen Hütte, lS. Juut. Di« Anzahl der russischen Juve», welder., Reis« nach Amerika t» unserer Stadt einlreffe», oimmt Tag« zu. allein viel«» fehlt da« Geld, n» sich während der Lag», da sie sich hier aushalle» müffen. Re prang und Wehko. 'Nichts .ans nun g zu verschaffen. Et» Theil dieser ntssischen Paria'« sind!» Nacht« Obdach im.Taevlnchisnts- (Znfluchtsba»«) der .Hei »arme«- jedoch Mes« WahUbütiakebs-Anstekt ist nur «eäffnet »an Abend« S Uhr di» «argen» S Uhr, fetal der ganz« schmutzig« Hacke» sich über Tage in de» Strafen auchtlt. Am liebste» kampier m sie in der, der Anstatt der Hebearme« naheliegenden vagtznenhafitrrat, wel» che in eine Art viaouac umgeschaffe» ist. Tängling«, Kind«!! Weiber n»L Männer, alle» wimmelt d« durcheinander, viel« bariüfig. alle tn verlumptem schmutzigem Zustande. Aehnliche« sinbet man auch in andere» Stadbhrben, den» die Auswanderer-Wirt«Häuser itnd all« äbersüllt, und obgleich wächentlich Hunderte mb de» Dam!!fern der .Niebrrl-Amer.-Dampfichifffahltsges.- abretsev, s nimmt irre Zahl dach noch bamer zu, nammentlich seitdem Hamburg sein« 32)»re für dies« Ansgeiriebenen geschloffen hat. Di« Roberbamer sied dachb dnrchau» nicht zufrieden; sie besiehe», «b Rücksicht ans die Cholera» gesahr, bei »er Stabtbehärde dringend baraus, daß Maßeegeln getroffen werde», um diesen Leuten »inen «u|erhalb der Stadt liegenden Auseuthalt«ort*zu »rrschaffen. Papi». Drei Lchü>« de« Rabbinerieminar» sind mit dem Zeug- »iffe der Reis« entlaffen worden: Ler y, der in Vichy «in geistlich«« Amt verwaltet, Wolfs, der zum Rabbiner in Sedan, und Kahn, der znm Rabbiner in B5»e fAlgir) bestimmt ist; der eiste hat noch seine» Milbätdbnn abzuleaen. — Das israelitisch« Wohlthätigkebabnreau rrftalt-te seine , Bericht über das Verwalinngsjahr ISS2. Di« Ausgabe» betrugen in Folge der russischen versolgnna 414,900 Ar., fast 100/XX) Frank!» medr als im Vorjahre: di« Einnahmen betrugen 70,000 Fr. melir als in dem vorhergebenden Jahre. N»M. Da« Preisgericht für den Vau einer neuen (;ynagoge erkannte den ersten Preis «wem jüdischen Architekten ans Voulogna, Namen« Altilio Muggia, Profeffor, zu. Der Kosienanschlag delätiit sich auf «ahezu eine Million. I» «tNstlab» existi.en auver den lofficiellen) lkron-Rabbiiieru auch »och jeiiens der jüdische» Gemeinden für rei» religiöse Zwecke angesiellie pribaie Rabbiner. Nur vor den ersleren tvnnen rechtsgibige Ehe» geschloffen werd.-u, eine Regel, die aber in auherordenbich zahlreichen Fällen nicht beachtet wurde. So ka>n es drn» sehr häufig »»'. daß Juden sich vom Privat-Radbiner trauen liefe», sich die Aus« ftener ihrer ungesetzlichen Frau aneigiiele» und sodann, unter Beruiunz aus die llugilligkeii ihrer ersten Trauung, eine zweite mit Aussteuer v«, sehen« Frau, uun vor dem Kcon-Rabbiner, heirateten. Diesen, Geschäfte soll nunmehr durch-das Miniuerium ein Riegel vorgeschoben «erden durch die vesiimmung, daß eine rachtsgbtige Ehe nicht abge» schloffen werben kan», bevor das einaebracht« vermögen der durch den Privat-Ravbiner getrauten Frau an dtefelb« sebens des Manne« wieder vollständig zurückgezahlt worben. (Sollte der Monn für seine Fri»oltlSt nicht noch besonders bestraft werben?) Gasia. Die Juden Bulgarien« Hab.׳» eine Gesellschaft gegrun- Lei, welch« die Jntereffendes Judentdums zu wahre» bezweckt. Zn diesem Zwecke wird vom I. Oktober d. I. eine Zeitschrift in bulgarischer Spiache unter Leftung des Gro^abbiner» Dr. M- Grünwald in Sofia «isrdeineu. Die Druckkofte» bestreitet die Gesellschaft. Jede Person, die l Franc» jährlich zahlt, wird Mitglied der Gefells,hast. Tbbi«^ Der Bey von Tunis dal den tsraelbischen Schule» der Alliance israelbe eine Untetsiützung von 6000 Franc» gewäh t. B^mbckt». In Karrad! wurde am 91. Mai die auf Koften des Salomo David erbaut« Synagoge «ingeweiht. Zum ersten Mal wurde ein hebräisches Bedicht in'« Marathi ürersetzt. Mr. Benjamin Samson übersetzte das Gedicht »Asaiatffür die Beni-gtrael. von denen di« meisten nicht hebräisch verstehe». Wevitbstrleb, 25. Mai. Hier treffe» noch immer zadlreicke russisch« Juden mb ihren Frauen und Kindern «tu, um sich theils tt Egypten oder in anderen- Hafenftädteu des nt, blichen Afrika uni» Syriens anzufiedeln, theüs wirder, nm von hier nach Marseille zu gelangen, uad sich dort wieder nach Südamerika eiuzuschiffen Unser, Semeid« leistet selbstverständlich ihr mtglichstes, um diesen armen u». alücklichen Glaudensbrüdern zu Hilf« zu kommen; leider find auch ihr, Miitel beschränkt, da sie genug mb ihre» einheimischen Armen unt Bedüiftiaen zu lhun har, die gleichfall» ihr« Hand ausftreckea- Biel, dieftr rassische» EmigraM«» fiedeln sich jetzt auch in de» neugegrün bete» Städte« längs de» Suezkanal«, in Port-Said und Ismaile und dann auch in Suez selbst an, da in allen.diese» Städten gtof, europäisch« Lolonicn existireu, unter denen sich dies« Fremdlinge leiHe, fortzubriugen hoffe», als in einer «ladt mb gänzlich arabischer veväl«^g.^ Wer sich von unseren Musikfreunden namentlich von Ziel 1 Spieler» der Hand- und Mundharmonika, -inerwirklitf wer ein ardiegenoü, sorgfältig oear- Instrument kaufen will, wer mit eine«! Wort da« anrrkamüBetze, sich und Andern zur Freude, zu Hab«, wünscht, dem empfehlen wir die Durchsicht der iUuWrt« liste der Gvst-en ch«nm«»»f»rb »av«,» k»-< »»traUt G.» ». DÜetPv». ÄsMMLOtavM. Jeder, t« Heavtff ist» ein tzrumeut zu ksufru, sollte nicht versäumen, «eie aufmerkiapl dtbchzulesen, nmfomehr. at» di« Zusendung gratis erfolgt. . .SSt -

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