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Israelitische Wochenschrift · 1893-07-16 · 25 (16.7.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
25 (16.7.1893)
Date
1893-07-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Bericht« ttnvU»r»»sv»n»«n»«nr M-gdebui g. Rees u. Rh. Bre»lau. Lüneburg. Angcrmündr i. Pomurein. k.iutlgai't Lesierreich-Ungarii: Bundapest , Frankreich: Pari». Toulouse. Rußland: Petersburg MewrAe un» vermischt« Nnchrichtrnr Berlin. Braunschweig. Düffelvvrf- Jauer sZchitsien.» Meiringen. An» Bayern. GAnß-Lotbringrn. Pari». London. Moskau. Libau. Bombay. Machen- Zoo, , 1893. tmu 5653 Naleuörr. Freit•» . . . Leunabeu» . Lvuntng. . . Ment״ . . . Dienstag. . . Mittwoch . . D״»rstag . . Kreit», . . . 16 17 18 19 20 21 22 23 0 3 4 5 . 6 7 8 9 קרח ftrek Ul. *j Dir bet der muteteuropäische« nycti^eu rtni«- trmm־a Dsffrren^n siud bet cblfer Zetkon-a-r a tchr de^üksichriat. Pochden* »hvr nlliüi|1 (titiraiifikt 1»trrl»»>. Bo» Tes«r« r»«br»s» in 3 urin*). I. Ter erste Eindruck, den jeder Denker cmvfängt, dir sich mit der Frage de» Antisemitismus befalle t soll, ist ein Gefühl tiefen AbscheucS, ähnlich demjenigen de- Physiologen und des Pathologen, der gezwungen ist, die ekelerregendsten menschlichen Secretionen zu untersuchen. Aber so wie riese von der Wissenschast nicht übergangen werden können, so kann und darf der Sociologe jene Frage nicht vernachlässig«, ja er muß sie im Gegenrheil« eingehend studiren, vorerst weil derartige außergewöhnlich« Erscheinungen, wenn sie einen so großen Umfang anyehn'cn, stetder Pachtung Werth sind, und weil zweitensolche Anomalien, mögea sie uns auch noch so widerwärtig und *) Der Urberietzeder obige» Abhandluig de« berühmten italienischen chelrhnen giebt über die Sntstehl ngSgetchichte derselben Folgende» in der .R. Fr. Pr." v II. d. Mt». an: S» 1s« in jüngster Zeit von vielen bedtuienten Männern über den Antisemitiocin» geschrieben worden, und ich dachte, r» mühte doch von hohem Interesse lein, dtes« Frag« einmal vom rein nnsienichafllichen Standpunkt« au« belrnchtet zu sehen. Ich wendete mich zu dich« Zwecke an mehrere hervortagende Belehrte, welche in Italien, als» in einem Laude leden, in dem e» keinen Antisemitismus gabt, und rielche daher, auf neu- Uttltm Boden uud dieser bedauerllweu Erschnuung unsere» Jahrhundert« völlig s«rn stehend, al» nndesangrve Beobachter «in unparteiliche» Unheil zu stillt» vermögen. Ich riendew mich zuerst an den berühmten tlmhrvpo tagen in Turin, »m kl •licht über den Antistu1iti»«u», vom psychologischen and e'.hichrn. Standpunkt« betrachte», zu erbitten. Ich wendete mich mit Lo-Iieb« vorerst anLombroso.'weil mir dessen große Serechiigkeiirliebe ebenso bekannt ist al» deffen unbedingt« ObjcciioüSt unh ehrlich« Lsenheit in der Losung wtyenichastlccher und socialer Probleme. rne ihm v»rgelegken " bezogen sich aus die Ursachen der. Giltst! :yung, aus die Bedeu- ' dir Folg«• de» ARttsrmitiHmn», sowi, aus eventuell« Mittel ־ mg derselben. keil ihres Bestehens stets irgend einem Gesetze verl'anken. Uud so muß denn der Mann der Wissenschaft seinen -chscheu untedrücken und an die Lösung der Probleme denken. Welches sind die Ursachen des Phänomen.«, da» wir AntiseminSmus nennen? Ich will versuchen, diese Frage eingehend zu!*antworten. Diejenige Ursache, welche man bisher allgemein al; die einzige oder doch als die vorherrschende betrachtete, ist die ethische: die Berschirdenheil, die DiSafsinität der Racen, b:sonderda, wo die Annäherung der beiden Geschlechter nicht i urch Misch- Ehe», durch ge »einsame Interessen adrr durch fortgisetztr gegenseitige Kerühr.ilz begünstigt worden ist. Diese Ursach: ist jedoch nicht maßgebend, denn man findet derartige Ungleichheiten der Racen in »och wett HSisercm Maße bei Böllern, welche mit einander politisch verschmolzen find, ja mau kann sogar sagen, daß eS in Europa kein Land giebt, das nicht solche Verschmelzungen von unter einander vollkommen verschiedenen Völkerstänimen aufzuwrisen hätte. In Frankreich finden wir die keltische mit der baSkischen, der late mische!׳ und der germanischen Rare vermischt, in England die keltische mit der anglo-sächfischen und mit der lateinischen u. s. f. ES müssen ganz andere Ursachen geltend g:macht oder doch wenigstens der genannten hinzugefügt werden. Bor, ahem find es zwei Ursachen atavi stischr r Natur, die in Betracht gezogen werden müssen und die sehr schwer in» Gewicht ׳fallen. Die erste findet ihren Grund in dem Wohlgefallen, welche» da» Gefühl der lieber lege nbe i t über Andere in un» eräugt u»rd das man in unserem Falle nnen lieber» reft «L» der emstsgeu Herrschaft der freiin Arier» über di, ‘.ti׳?. ,

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