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Israelitische Wochenschrift · 1893-07-09 · 24 (9.7.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
24 (9.7.1893)
Date
1893-07-09
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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eine allgemeine Zeitung 8es Aullentßüms. WhchrnUich rrfchrfii fr rfnr »umaur »er «M»chaN|chal|e״. M ״}(*llUa ■ tlattt" na» M ״titttiKrtltin.'' Kit« fit »Ir hrd VUttrr »ri »Ir» Hrtz. Xr» ». Sachtzamdiamira »ad »frrrl drf Mi abM»ittaa drai Katrk ofrrrriüftzrtich. •ad »r» (lutlaaM: 1» Mart ittrtfd. Zu ״»»daa(*rifr׳ mit ..gaafUtaM•(?׳ (attu ui:i(rratur»tau״M»fcrt Mi »fr *afi: * Wart XS Pf,. vfrrirlfIMlich. Zic SI»u>-Or. k»f>r, X5 Pf,. haranagegeban Mit Rabbiner l)r. M. Nahmer in Magdeburg. Mr Wahrheit Recht und Mieden! Jnteaata fAr »fr ..S« r a r > f I f Ich r « » ch r n i ch t f t t' Wir ffli »«» ..A»»ifchr üfirraiar. Molt' , »fr »frr»rl»allrar *rlflarflr rdrr Mrrn Kaum XL Pf»., ff»» r»I«r»rr d»rch »fr ttn» UHncri-Pktudm»»» adrr — fass, man utM» aaf *•»au •nf»nU» »acht — »frrn tiaita« (fitMn an: llt In .jliaaL (Mt■׳ schafft" in MaDMvnr, Brf «ir»rrtzafun,ra Natatl. Machen--; 1 )aii 1893. 1i»aa 5653 Ralentier. K»it» . . . 9 ' •25 שיח דך i'Mtl III. G»»»abe»d. - 1" i 26 (9)«a»n»rf»,<>1naag.) «am,» . . . ׳ 11 27 *1 Df» 4tl zfrfran» »n mfltrlrur»»«ffchra *taMI ■KU rfaHc- Irrirorn Distrrraun fn» »rf a»f!rr Ma»1a> ... 12 28 Diraßag... 13 29 ^rftaa«aM nfchl MiKMchtfai. Mi»»«« . . 14 301 ) l*Kk.Ck*4«Mh. DiUttarsaz . . 16 1/ | Taaaia«. Kreit» . . . 16 2 SnYaN: L«tte»»e Azttkrl: Wen solle» di« datttschan Juden diadmal in dan Ratchdiag wShlr»? — Da« gaschüstlga Richt«thun. Lina raligiS«.polilischk Batrachtung. — Lina Warnung. — Dar dritte Vatneinbataj) da« vardanda« dar kynagogangamaindan Westfalen«. Werichteu»»T»rresp»«»««ra»r Magdeburg Berlin. Dülmen. Posen. Oastarraich-Ungarn: Wian. Ru «Sn ia n: Bukarest. PkataaH» «u» varMlschta Muchrtchta«: Magdaburg. Barliu. .rantan. Nürnberg. Dra»dau. Wien. Rom. A»ftau,iu»pal. Pachtrick atzir ulluü|1 •vlna^ür Wen solle« die dentsch«« Juden diesmal in de« -teichstagwShle«? IV. Als Laster seine berühmte Rede gegen die Korruption .iu! Eisenbahnwesen hielt, schleuderte ihm ein in engem Ge« ׳ dankenkreis lebender aber durch seinen großen Rrichthuni ‘ übermüthiger Oheim die Worte zu: ״Du Zarotschiner Gassenjung! willst reden gegen den Fürsten von PuttbuS!" Wir .»glauben nicht, daß der Vorwurf großen Eindruck auf LaSker ׳- gemacht hak, aber die Anschauung dieses beschränkten ManneS >- lebt« in vielen vornehmen Kreisen, die eS dani Juden nicht /verzeihen konnten, daß er gegenüber hochadligen Herren Recht Chatte und da- Wohl de- Volkes vertrat. So hat LaSker, der da- Beste wollte, zur Erweckung de- Annsemiti-niuniitgeholsen. Aber auch La-ler hat nicht de» ׳ hochgespannten politischen Forderungen genügt, die jetzt an die t Juden gestellt werden, sich nämlich nur al- Deutsche zu fühlen! und dajüdisch-religiöse Bewußtsein ganz zurückzudrängen. Wenn! LaSker im Kulturkampf von der nationalliberalen Partei, deren ./Führer er war, sich trenille, so hat er dies zweifellos al« ' Jude gethan. Also La-ter.selbst, der deutsche Politiker p&r excdlence, der sicherlich sein Judenthum nicht überinäßig betont hat. ist am* ein Vorbild, daß wir auch in der Politik unser retigi- »se» Bekenntnis nicht zu vergessen brauchen, ganz zu schweige,! »ßavon, daß hervorragende Staatsmänner ande.er Bekenntnisse, .von Fürst und Volk geehrt worden find, offen in der ihrer NeügwnsgemeÄ chasr So ist für un- Juden jetzt der Antisemitismus die oberste Frage de- StaatSlebenS. Wir müssen al» Deutsche gelten, um deutsche Vaterlandsliebe oollzubewähren.! Nun sind jetzt wohl alle Juden darin einig, daß ein Jude keinen Antisenliten wählen solle; der Standpunkt, den einstmal- Männer, wie Goldschmidt und Lazarus e.ngenoiit» men haben, daß wir aus PatriotisinuS eventuell selbst Anti» semiten wählen müssen, wird jetzt öffentlich von Niemand mehr vertheidigr. Aber wodurch ist denn der AniisemiliSniuS uns gesährlich? Die Gefahr droht nicht vom RrichStag: die Schaar, dir im neue» Reichstage die Initiative ergreifen wird zu misten judenkeindlichen Anträgen, zu Anträgen, die mehr sind als eine wohlseile ärgerliche und ärgernde Demonstration, w.rd n»cht groß sein. Die Gefahr könnte nur kommen von der Regierung, wenn die Regierung den Antisemitismns will, so könnte sie im Wesentlichen ihn durchführen ohne den Reichst ig, aber sie würde auch im Rrichsiag eine Majorität finden. Die Konservativen werden sich leicht finden lassen, und auch auf den Thurm des Zentrums dürfen wir uns nicht allzulest verlassen. Wer die ״iHmnania" kennt, di« jetzt metzr al» je da» leitende Bia» ist, wer die rheinischen katholisch« Blätter während M Buschhoffprozesse« gelesen hat, der weiß, wessen viele katholische Führer gegen unfähig find. Also nicht der Reichstag, sondern die Regierung har die Entscheidung in der Hand. Darum sollte sich jelier Jude es zweimal überlrgea, bevor er in einer Frage der Lande«» vertheidigung gegen die Regierung stimmt, köemr «p «» j«M mir fäK«,׳ vernndare« fmt. fö telf ן“־

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