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Israelitische Wochenschrift · 1893-06-02 · 23 (2.6.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
23 (2.6.1893)
Date
1893-06-02
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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eine allgemeine Heilung 8es Auörntßums. fferaus-igiben von Rabbiner I)r. W. Nakmev in Magdeburg. MUr Mehrheit Necht und Mriedrn! »tchlin״ «» ״AiüaUIeallaie »falHllllln M har Saldalr: I» «irt Int SS K ei« ■ aauarr Irr im itcrataiMalt*.‘■ )UMn lei •Im Ae». lirett lei ler jelentf für die ״Jlraeliülche« ichealchrist" «i« für 111 ״JAliiche «iieeilai. liaii", »ie •ierieflaiteite Vetiiteile »der lertn ■1a* SS Pt»., na* raneelet lan* die Naa»«ea-«r|elili1aea Iler — »INI »IR ieilft 1M ■11111 Aalyeach *icht — lirecl rin», fealca aa: »le ■[leMiiea ler 3״!mei. ffvecheallrti“ Hi Mafmaei. Bei SHeletHlaaim *eleu. 1• Snyatk. Min*« Mvttkelr Satzlaufrss. — BeitrLg« zur katholischen ÄafuO Pit. — Au« tlreimaurtrfrtifen. «ertchl» «■> C#nr*f|*Mim«|«N: Berlin, Be, Im. Berlin. Breslau. SteUin. Dresden. LeftrerricheUngarn: Wien. Brünn. Krnnkreich. Pari«. Mmft» NN» »er«if<ltte NachrUtzt«■! Magdeburg. Berlin, «re«- lau. Breslau. Breslau. Lisidou. Pachtent ohne 111li1*i|1 Ivkuiiikt nutets««». Wochenr«r 1888. »K-- scs3 Nalenüer. Kreit«, . . ronnaben» r»U»ta« . . Miut«, . Die■»«, . . Mitnmch . lanner-ng . Kreit«, . . 2 3 4 5 6 7 8 9 18 19 20 21 22 23 24 25 בחעיתן (M*J) kiee» ». •J Die lei aijlnmi der *itici. eam4iH*en fcaleitljeil |tä|k« r»»»eadea«i aalen stallet ni^, Zei 111,111 nicht Inaustchelal^ >> t- ■' & Gin Wahlanfrnf. Der nachfolgende uns zur Veröffentlichung übersandte Wahlaufruf wendet sich zwar zunächst an die Juden Hessens, aber er paßt auch für Wahlkreise anderer Provinzen und eignet sich sehr zur Verbreitung als Flugblatt. Möge er mit der nöthigen lokalen Aenderung vielfach abgedruckt uud an jüdische Wähler vertheilt werden. Juden Hessens! Tie Wahlen, zuin Reichstag sind dieSuial für uns von ganz besonderer Bedeutung. Die Antisemiten wollen alles auibieten uoi zunächst 15 Abgeordnete durchzubringen. Dann können sie selbstständige Anträge ״zur Judeufrage" stellen. Die Konservativen werden Zhnen, getreu ihrem neuen Programni, dabei hilfreich sein. Welche Stellung, so fragt sich ein jeder von uns, sollen wir Ju d en zur Wahl einnehmen. Wir gehören als I uden zu keiner politischen Partei, wir haben keine,posiliven politischen Ziele, sondern nur das eine, negative: ,Gegen die Antisemiten nnd Antisemitengenossen!" Deshalb rathen wir: 1) Gebt EureStiMinen wie bisher den Kandidaten Eurer politischen Ueberzeugung, welcher Partei er a»ch angehören mag, wofern er nur kein Antisemit oder Antisemitenfreund ist; aber sonst unterstützt, soviel Ihr Sunt, jede Partei, dir gegen die Antisemiten kämpft. 2) Legt dem Kandidaten, der Euch darin nicht sicher!,^folgende Frwze vör ra, sich «nlxägen gegenüberstellet,, welche bezwecken, die durch Verfaffung und Gesetz garnntirte volle bürgerliche und staatbürgerliche Gleichberechligun g der Juden auch nur im geringsten zu verkürzen?" Verlangt eine klare, bündige Antwort! 3) Wenn die Wahlen vorüber sind, werden die Antise» niilen nicht aulhörm zu Hetzen. Damit wir ihnen auch später mlt Erfolg entgegenarbeiten können, ist eS.nöthig festzustellen, wie viel Stimmen der Ansiseniir oder Antisemitenfreund in jedem Ort, Stadt oder Dorf, erhalten hat. Deshalb bitten wir nach der Wahl um Milleilung der genauen lokalen Wahlresultatr. Juden Hessens! Dir Antisemiten setzen gerade aus unsre Provinz große Hoffnungen, sorgen wir dafür, daß ihre Erfolge um so geringer seien. Wir vertrauest dabei aus den gesunden Sinn unserer christlichen Mitbürger und die eigene kräftige Arbeit! Was die Antisemiten wollen erklärt ihr Moniteur die ,Staatsbürger-Zeitung" in der heutigen Nr. vom 30 Mai offen in einem Leitartikel niit dürren Worten: .Wir verlangen S und er gesetzt für die Juden. Zunächst fordern »vir unbedingten Ausschluß der Judey von allen besoldeten und unbesoldeten Aemter» im Staats und Gemeindedienst. Die- »var die letzte Beschränkung des Judentums, die aufgehoben nmrde (1869), Ä wird auch die erste sein, die unter dem Druck der herrschenden Judrnnot wieder eingeführt wird. Wir verlangen unbedingt, Sperrung unserer Grenzen für jüdisch« Einwanderer und Durchwanderer. '4• «irb «fer auch unbedingt nötig «erden, da» Judentum dort zn-bekSm-fen, wo es den meisten wirs-

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