Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 22 (26.5.1893)
- Date
- 1893-05-26
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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eine allgemeine Zeitung 8es Jufienthiums. Harauage-aban a«n Rabbiner I)r. M. Kaymer in Magdeburg. Wtiv Mehrheit Recht und Zfriedrn: Mmtt Hit ku..3»>1tltt«lchr«»chtalchttft- 3#״ ד‘ ־“ ־'־kt1*f «lletater• RMnalttM frritttilt •ka kan «I, stak mtiMka kotch kte Ar- - Itwan •ka — m» »»» Hlkft nl Nakair lalptuch macht — kltai tt»M» kaktx aa! Wi Ekptkttta» kat ..gsaaat. Wacha»- MIchnulich atchrtal ja sta» Ramata ka JHtHtlT4t<fl*1 kaa ״Hamlltka- Matt•" aak kat ,.fltrral■• Katt«." Salt ftr alt kr* VMtktr ktt alaa Ha». Man «. «achkaaklaa^a aach Mcatkcl ka •(*akHIaa M Mark •Imrttkkttt*. Machkam •atlaaka: 1k Statt inrttch. »tTSitiknilStW■ att .^aailflaattatf ftfcar ״Vittaa 1 utk 1 a11") takal kat ka «•St t Start SS *ff. »Urtrtilkrfi«*. Machen- : Mai j 1 1898.! «Ml 5658 T 1 ill 1■ ■ ■ Kalenfier. Strita* . . . i « i 11 tiultil . 27! 12 1 **נ Pank. L Santa« . . . ן 28 13 I | Maat«« . . . j 29 , 14 Dteafia, . . . i 90 ן 15 MUtwach . . 31! 1«, *] tl< ktl Miituu ka situ(* . nu«MI(4a1 fiakttttttit k*u|u< Danerfia, . . |e!i 1 17 Krelta, . . .! 2 18 ’ foMesfcea Minute« find ßet »M«r , « tcht derfiMchtigr. Leute haben nie gearbeitet, haben nur geerbt, wälzrrnd -nhaN: MtetlSc «hrHfrtt Dir atftrgtfcftgehrag das M,se. — Paasch. Gesicht« Mt» «*rTaf» **»««»<* t «aadadurg. stagdabur«. Berlin. -VatU».. Berlin. Gattawltz. Hachmgan. *-• Oefterralch - Uu> a r n : Bit«. As« vngarn. , ft u m i n i e n: Bukarest.?. «ataritv: Lhicago. Naw-Aork. fNtuft «Mt» »anmischt« Mmchsichtam r «arlin. «erlitt. Dresden. ’ Statt ft«,1. Cltona Bttdapast. 8«utkraitz. Part«. Padua. Pal««,. luuis. Bntarast. Sofia, »ttzland. PalLstina. tzachtzraä •He «Iftrsdch» fstltwiih mtetfMt Die Aeker-esetzgeb««- des Mose. Gitta i«0al׳«UGifsa Batrachtun» ״Laad so» nicht für a!a Ewigkeit va׳ kauft werden, dann mein ist da« Land, Ihr seid alle nur »sste und Jn affan dal wir." (lll. «. «. Cap. 85 «. 28.) Jüngst ist uns ein Kapitel aus der hei igen Schrift vorgelesen worden, das schon seid Jahrtausenden keine praktische Geltung hat, das vielleicht in allen seinen Bestimntungen nie» «als awtgesühri Wochen ist, das auch nach menschliche«! Er- «essen für alle Zukunft nie zur gesetzlichen!Sorui für's Leben werden wird und dennoch ist diese« Kapitel zeitgemäß wie kauni «in anderes und Seiner, der dazu berufen ist in, öffentlichen Leben zu wirken, sollte e« ungelesen lasse t» sollte sich der Pflicht entziehen, ernst und eifrig darüber r achzudenken. So alt wie die nienschliche Sultur ist der Gegensatz zwischen Arm und Reich. Jeder hat ein Recht auf den Besitz, den er sich durch Arbeit erworben htit, und zu diesem «echte gehört auch, daß er ihn einem Anixren hinterlaffen 'fcnn. Ls liegt uns fern die manuigsacher Berzweigungen dieses Rechte« -u prüfen; genug der Begriff derSigenthum» ist eine der Säulen gesellschaftlicher Ordnung. Aber nun sammelt sich der Besitz uichl selten bei einer «einen Minderheit; die Mehrheit hat nichtt als die Hände, denen sie sich ernähren kann, so lange »iese Hände eben 1t schlaff, sind? . Das entwickelt sich, uns ein Schauspiel, .hp«. unser lSrm üch sich ftväubt. Mit sthen ein mühe- Genieße», Schweigen, Prassen, «rrfenden, und diese Andere niit schwieliger Hand 1111 Schweiße des Angesichtes mühselig das Nothwendigste erwerben. Zwar wäre es eine Uebereilung, diese genußsüchtige« Müßiggänger im Allgemeinen für glücklicher zu halten als selbst die Arbeitbelasteten. Der Mensch ist zur Arbeit ge» baren, und kein Mensch erträgt es, wenn er au« seiner 'Natur hertui-gedrängt wird: der Reiche, der es nicht versteh» sich ein Arbeitsfeld herzustellen, der, wenn er atu Morgen erwacht, vierundzwanzig Freistunden vor sich hat, wird von Seinem beneidet, der über das Leben uachgckwcht hat; die Muße ist etua« «östliches, nach arbeit-voller Zeit; wir können sogar von einem ״süßen Nichtsthuu" reden, wenn der Anspannung der Kräfte die Abspannung und Erholung folgt. Aber dir völlige Unthätigbeit ist nur erträglich in hohen' Lebensjahren, wen» der Mensch zurückblicken kan,, auf einstiges, emsige« Schaffen, wenn er ausruht nach angestrmglem Thun. Also es ist kein Glück dabei auszuruhen, zu genießen, bevor einer noch etwas geleistet hat. Aber ein öffentliches Aergerniß bleibt es ׳-mmer, wenn ein Mensch in iungen Jahren üppig sich lagert auf deni von Vätern ererbten Gute, wenn ein Einzelner in liebermuth verschwendet, wovon Biele sich hätten nähren können, nicht davon zu reden, ob der Müßiggang ein Heer vot» bösen Gedanken und Regungen erweckt und Unzählige schlecht werden auS Mangel an Beschäftigung.' Dieses Uebel, daß eine große Schaar ganz arbeitslos verzehrt und genießt, ist in unseren Tagen-nicht ohne wesentliche Mit- Wirkung -e« Staates selbst ins Ungeheure gesteigert worbe». Hier .zeigt sich die . bedrohlichste; «kipp» au der unsede