Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 21 (19.5.1893)
- Date
- 1893-05-19
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
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ruxt nicht PtanM«Mat'Mt, *rat• »mbe. Sri 6c Romininmg drr raft »stellenden eonstt- » NrpräsenZ»tte1»!m1hidat«n «nrde der R«1«e eine« Manne« nnl. welcher durch seine «norme Reklamemacherti llrosteS ehen erregt hatte — »«»in» smu och«»» — da erhob sich »er ^selige M. <8- Lew» wr und sagte, er sei »war hier nur ein Gast: ׳"»och da mau ihm die Ehre erwiesen hatte, ihn zu der Berathung! »«Mieben. so ersaub« man ib«. auch seine Meinung frei und - Wen »u äusiern. Daraus «utwukrlte derselbe, wie erftnuut er fef, *M die Berliner Herren so einen Mann zu» Lamdidoten rür Repräsentantrncolleaium der Berliner israchitischeu Gemeinde wollten: ob die Herren denn die Rtklamcmscherei de« bet! -'! - u,en Herrn nicht kennen? Sr sei möglich, daß die Herren £*» »rvyen Getriebe eine« vieldewegten bauv> städtischen Leben« s-Da» nicht so beachten könnten: mögen sie sich st doch auf da» Land -/und in die kleineren Städte begeben, sie, die Herren. würden da >< hören, wie man so einen Reklame-Helden beurtheile und welch ׳ ungünstigen Eindruck in jüdischen und nichtiütischeu -reisen dir bl eine» solche« Herrn »uw Repräsentanten >«r hauvtstädtifchen liner i-raelitischen Gemeinde au«üben würlie. Al« der selige G. Letyy seine Rede brendet hatte, sahen die Herren entenSvoll. nadegu sprach!»« da: nur ein Verwandter de« seligen »»erlaubte sich die Bemerkung, die versammell entzerren seien von "der Richtigkeit der Ausführungen Lew»'« Vollkimmen überzeugt, .ober sie, die Herren, seien darüber iebr rritaunt, daß ein so taktvoller und sein gebildeter Manu wie Leo» ko rücksicht«lo« gewesen war. Dem betreffenden Herrn, welcher sich gleichfalls hier i rate« den versammelten im Saale befind«, kolöre bittere Wahrheit sagen. Darauf antwortete der lelige Lew,, wie man Zwhl ste, sei er erst vor . einigen Monaten nach Berlin gekommen > vast er nur noch wenige Herren kenne, auch den Betreffen- . kenne er nicht persönlich. Wen» e« aber wahr sei, bafj der reffend« Herr im Saale geblieben sei, al» I ber seine lde» deffenden Herrn» Landidatur verhandelt würde, so sei dies für rin Grund mehr, gegen die Kandidatur dt» Betreffenden -u rchen. «MtlM». In wird denmächst ein Ral bin erta» abaealten werden. T:r russische׳ Regierung ha: nämlich die Beun, jüdischer Delegirtrn augeordnet, um eir ige wichtige Fragen dem Gebiete de» religiösen und sozialen Leben« der Juden L lösen. Durchweg» sollen zu den Berathnngen Rabbiner entntÄet werden. Diese Einberufung steht in Verbindung mit den Beschlüssen der Plehwe'schen Kommission, weide die Aufhebung cch« Autonomie der südischen -nltuSaemeindeu, sowie die Festrletzuug der Zahl der jülmchen Bethäuser i« Reiche brschloffen -Häven soll. Auch unter Kaiser Nikolaus I., auf Anregung de«׳ 1 ־• ״- ..-׳ - ,uwarov.wurde damaligen Minister« der BolkSaufkiärung.Grafen «ine Rabbiner-Deteaation nach PeterSbura eiuberufrn: damals ' jedoch handelte e» sich um Errichtung von Sch ilen für die Inden, -welche bestimmt waren. Letztere dem russtshen Staatskörver ' Näher zu bringen. Die später thotsächlich «rn hteren Srminarien ^luWilna und Schitomir, sowie die Lehranftaiten in den meisten von Juden bewohnten Städten im kzarenreick« haben die Juden gor Bildung angesvornt und für die Asfimila ion dersesbeu mit Rusienvolle gewirkt. Die durch diese Lützulrn gezeitigten chte haben später Kaiser Alexander 11. veranlatzt, den Jud die Pforten sämmtlichrr Lehranstalten im Reiche zn öffnen. «vd vermischte Nechrichteo. Mai. S t e't n t h a l « fielzigster *eburti Neueste Beeil», 16 Mai. S t e't n t h a l « fiesizigster «eburtStag -war allen hervorragenden Blättern Berlin« ׳Hn Anlatz. de« gefeierten selbstlosen Gelehrten in ehrenvollster!Leise zu gedenken. kaybaum, al« Kollege Steiuchal« in der Hoch «hule, hatsich dafür -interessirt, das! ein Ehrengeschenk dem Jubila׳ überreicht wurde. Ln Anbettacht der sckllechten Geschäft«verha:tniffe, sowie der fast ouSschlirstlich gelehrten Thättgtrit Steinthal» ist e» bemerken»- en *) AU Dr. Abraham Geiger in Jahre 1870 am Sabbath Paraschat Wajjerifin der Synagoge in bet s,eibereu Irr,affe die -Kanzel deslrigen wollte, rief der lange Lach Man», e« zieme sich «ich», baü Geiger an diesem Sabbath hier da« gölte« wort oerlände: Hena soeben Hape man in der heiligen Schrift geleir», bah Unser Stammvater Abraham seinen Lohn Istat nach acht Lagen deschnstten hatte, drr Rad biner l)r. Abraham Geiger habeabee keinen jüugstgeborrueu Lachteesahn nicht besch»eiben taffen. Dir Berichte über diesen Vorfall in he» ״Israel. «Sechenschnfistammen on» der Feder de« seligen Ä. G. Le«». Dem Letzteren, in besten nie ich )•■101*' Met verkehrte, , «nar der tiuinttt beb jungen ueuuchegenehm. Doch meime er. Lachmim 1 sei durch da« vork Grmrindevorstaube« gereizt worden. Schierer Hane den tonn versprochen, Origer «erbe nicht in bi« H überrag-^tznogoge . Warben nab nun prrbche Geig« jede» t»,Vat ei» «al tn ge, wabilMtz chst^o«»t»r,»ttb«u Besuche-aus . gesammelt »Mälsind. davon hatR r »»V o r kISlv« Sdn^ch»- fondt. Die Berliner Gemeind« ehrtt de» Jubilar, indem ft ihm einen EGenfokb von lSB Mark jährlich festsetzte. BAMgchgs» llm hie beiden hiesigen RabbiaatSnellra sinh äff Bewerder aufgettttr«: die Besetzung dürfte noch länger auf sich warte« lasten. Gattdr»«», 14. Mai. (Orig-Torr.). De« Rendantr» N. Wach» hier, der di, i»r. SircheÄsiege seit Jahrzehnte» mit Vorstehern ein prachtvoller, mit vastender Widmungsschrift »erfehrner Pokal gewidmet und vom Hrn.Rabb. Kahn unterWlttdt» guna der Berdienfte de» Gefrierten übergeben. In «rnSStzet« feierte in letzter Loche Herr M. Rosen feldmtt seiner Gattin unter allgemeiner Theilnahme das Fest seiner, goldenen Hochzeit. ». An« Ungav», 10. Mai. (Oritp-Eorr). Der tn meiner letzten Correspondenz erwähnte Woblthättr der i»r. Gemeind« z» Baja, der Rentier M. L. Fischer» ist gestorben. Der Familie de» Heimgegangenen wldmett d'e Gemeinde-«erttetung eine Dank-, und Beilelds-Adrrff». Di« Gemeinde tn TemeSvar beklagt den Tod ihre« Borstehers Eisenstädter, welcher um ReligionS-Ge» meinschaft und Vaterland sich wohl verdient gemacht hat. Der in der Londe«bauptstadt wohnhafte Großgrundbesitzer Jakob Schwab hat gleichfalls da» Zeitliche gesegnet und 60000 Gulden für humanitäre und patriotische Zwecke zurückgelaffrn. Boffffet- Generalmejor Air. rin an« Luzemvura geborener Jsrnelik, rin Neffe be» früheren Prnnbenien der jubische» Grmrinb« Samson Gobwaux, ist zum Grnerallieutnani ernannt moiben. AntMerpen. Di« neue Synsgog« wiid am 4. Juni eingemeiht. BoriS. Ve, bei SrcLlralhivahlen warben unter 850 Sö> Sri«««« 7Sü nniisrmilische abgegeben. S» viel Geschrei unb wenig Molle l S»»»o«. Lolanel G » l d s m t b t kehrt ans brei Mona» an» Argentinien hierher zurück, um mit Varvn Hirsch gber den weilrrn Jvetgaug brr argentinischen Kvlvnisaiiou, die sich gebrihltg entwickelt, zu berat ben. Gsger-dchr». Die seü einer Reihe von Jahren im Van be» grisfimr hiesig« große Sqnagage, »»» der es eine Zeit lang hieß, Sie Fortfubch»t»g^b«s 1Saue« sei brbsrblich untersag» worbe», ist nun» mehr doch fettig geworben nnb soll noch im Laufe bitte« Monats ftterlich eröffnet werben. Da; seinen archittttonischen verhültnifle» »nb seiner Ausstattung nach s-hr ansprechenbe, «>t mächtiger Kupptt ver» srhene Medäube faßt bequem mehr als «Oll Menschen. Dir Nowoj« Wremja ha, gfier« daraus hingewiesen, baß diese Synagoge, zumal sie nicht bie einzige in St. tztttersburg ist, ihren Dimenslourn noch weit hinausgehl über ba» BebUttniß brr sehr beschrLntieu Zahl von gnben» bie nach be» zur Zeit bttichenbrn Gelepen zu» baue׳.-»b«« Auteuihail in ber Resibenz berechtigt sind. Das Vlait sorbene b»- rauf hi», baß bie Konföhrung bes bemouktrativen Baues untrrfagt »erbe. iMau baut doch Tcmpel nicht blos für bie Otegenwort.) ^ZreiS-Ausschreiben. Dt« Unterzeichnete Kommission bes verttns für jüb. Geschtchi« und Literatur in vertin setzt hierdurch einen Prtts van JünHundert Mark für bibeste Erzählung an«, bie Utjllel und feine Bett behandele deren Inhalt unb Form bem Veftänbni« brr isr. Lugend im Alme von 12— IV Jahren angeyak: sei» muß. Als Muster werbe» dt« vmeii»- Volkserzählungen von Wrrd. Bchmidk empfahlen. Die LrzähUnm soll in objrvioer Darftellun» einzig und allein dahin wirken, den reit gissen Sinne der Jugend zu KLftigtn und sie für die Geldr« mch Mehrer Israel» zu begeistern. Drr Umfang der Erzählung bars nicht 6 DruiAdoge« übkg» schreite». Außerdem wirb ttn Breis von Zweihundert Mark für die tzwettdeffe Jugendschrist gleiche» Inhalts unb glttcher Lende na ausgttttü. Die Manuskripte müssen bi« xum |. Dep. b. I., mit etmw Mott» vetteqe», und zvar nnongm, in eine« »erschloffene» (*Mut in bem ber Name des vei faffer« euthaUcn, au den Vorsitzenden kßll Vereins, Herr» Oe. Guffnv Mnrvele», Berit» W., «interfelbstr. M ttngefanbt werbe«. Da« Verlagsrecht ber preisgekrsateu Erzählung gehätt dem ״BetzGt für jüb. Geschichte und Lttieratnr", brr dem vettaffer eine» bestimerm» AnleU am Refftgrunnn jeder Auslage zukommen Innen wird. Dt» 1>A dem zweiten Preis ausgezttchn«:« Arb et' datt innerhalb der nächsten L I«ho« nicht neriegr werben. Nach dieser Arist steht de« Verfasser Itas voll« verfügnnasrrcht «her dasselbe in. Berlin, 14. Mal 1993. ,