Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 20 (12.5.1893)
- Date
- 1893-05-12
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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unbf, tq/mdt find rafn ist. A. ßu* Mefffat» i« April. (Or^Eorr.) Bo« de» Vorsitzende« de« verbaue« der Shnagouengemeinden Westfalai«, de» Contter Herr M. Katzenstei« -« Bielefeld, wnrde kürzlich «i» »Lehrplan für de« jüdische« Sbfigio«#• unterricht a« dreiNasfigr, Bolktschnlea frstgestellt i» Anfchlnffe an de« »Rormallchrplau de» westfälischen Gemeiude- Verbände»', verschickt. vom allgemeinen, pädagogische« Standpunkte au». enden wir, daß mit dem Worte »Normal" ei« zu großer ltv» getrieben wird. Da gibt es Normalhestr, Normal- Methode. Normalschrist — Geschäftsgedaaka irgend eine» strebkamen Schul-Manne» in Berbinduug mit eine« spekulativen Verleger, bewegeade Ursache«, die wir bei de« vorliegende« Normalplane stibfiredend ausschließe» müsse«. — Auf dem pädagogische« Bediele ist jede allzu stramm ««schnürende Schablone bedenklich, der gerstige« üwtwickrlnng alle», wa» die der JndividualiiSt de» von der Natur bedingte:! Spielraum nicht gestattet, gefährlich. Dieser Lehrplan fetzt breitlasstge Schule« voraus; die jüdischen Schule« gehen aber sehr au»- eiuuuder rücksichtiich der Schüleqahl vnd Adthellnngen, Schule» von 1Ü—60 und mehr Schülern, Elementarschule« nud Religiousschulen. — In der betreffenden DiScipti« muß ja für alle eia bestimmte» Ziel gesteckt »erde, und erreicht »erde« könuro, aber wie und mau« der Stoff zu bearbeite«, da» gebiete« di« örtliche« Berdültaiffe. — In diese« Plane fft de« so hochwichtigen NvterrichtSgegeustaude, de« Hebrätsche», aller Si»gt er« etwa» weiterer Kreis gezogen, als in dem »rsprüugluhen ,Rormalplaoe". — Wir behalte« m» vor, später 0«f Einzelheiten zurückzukomwe», da der Gegenstand»ahrscheinlich auf der zu Gelsenkircheu stattfindenden Lovserrnz der Lehrer Rheinland» und Westfalen» in de« freien Besprechungen zur Sprache komme» dürfte. Stettin, 8. Mai. (Or-Eone.) Seit längerer Zeit schon geht man in hiesiger Gemeinde mit de« Gedanken um, eine »Altersversorgung» Anstaltzu errichte«. Bor mehreren Monaten bildete sich zu diese« Zwecke «in Tomitü, da» inzwischen die nöchigra Vorarbeiten erledigte. S» wurden die Statuten entwoffrn, ferner durch Samwelliße» sestgestellt, wie hoch sich die fährt. Beiträge hier i« Stettin belaufen »ürde« ». s. w. Sestern fand nun rin« General-Vrrsammlnog statt, in welcher di« Statuten genehmigt und ei« vorstand gewählt M»rde und so dürfe« wir denn wohl hoffen, daß der Gedaake seine« Ziele um eiu Bedeutende» näher gekommen ist. Wen« nun allerdmg» durch ei« Bermächtniß «ine» vor längerer Zeit verstorbenen Glaubensgenosse» ei» Capital von tv.üllü Mark zu diese« Zweck vorhanden »ft «nd auch sonst noch «pige tausend Mark, so rercht diese» doch noch lange a cht, nm ein eigene» Hei» z» errichten. Geld, Geld nud nochmal» Geld ist die Hauptsache, um die Austolt so zu gestalte», wie e» aöthig fft. Hoffenttich finde« sich Begüterte, die sich durch eine &f1ftang für diese» edle« Zweck eia Denkmal setzen. «LewÜerg, im April. (Briefe ün» Galizien. Ul.) In meine« lcpen Briefe war von den wohlthätigra Anstalten in der ״üdisthr» Gemeind« der Landeshauptstadt die Rede. Ls ist xmerkenswertv. daß alle dort genannten Institutionen ihre Gründung und Entwickelung de» Männern zu verdanke» Hadem, welche di« süddeutsche Onhodoxir so geru der Gtautrnslosiakit bffchnldigt. Freilich möchte der »Jerarlit׳ in Mainz Augen machen, wenn er trsührr, wie unser« »Gksttzeerrcueaüber di« Gesinnungsgenosstu in Dkutschlaud denken und sprtchen. So >or.ge di« droischeu Herr׳» scch uccht r itschlretzen, Kaftan wo*j Gürtel zu tragen «nd sich »Pen»' nächst, zu laffeu, so lange gelten sie nicht srl» *jnmuu.״, müg,u sie auch noch so viel koschere Ehoeolade Organ «r M««AWTa^"r» den/Baare». hat die Ehaffidi« »erspottn und da» Machsikr-Llatt gege» die Zionisten lo». Keane» nifferr Leser da» «theL Heine'» über di« Diüpxtatio» zwischen Münch-», Siabbi? — Leider fehlt a» döe Mrttrlpartr^ gegenwärtig ziel bewußte« Organe» und KÜHrern, der Verein Scham Israel, der einst nmthig ««» erfolgreich für den gemäßigt«^ Fortschritt thätig war. leidet leider a» Altersschwäche 11 vegetirt kraftlos fort. Der polnische Chauvinismus hat ' 8«eine «ngchener viel geschadet. Erbat ihm die tüchtst Arbeitskräfte entzogen, die nun dem Sahngffulbe der Asp latiou nachjagea Die Pole« wollen nun einmal von Achen nicht» wisse» und weist« alle Verschmelzung« versuch^ ab. Ja Lemberg sind nun zwar 17 Juden (darunter arHls der Nabbiner Dr. Caro) zu Stndtverordmetea, ober »ie hier zu Lande sagt zn Gemeinderäthe», gemählt worden, auf der Provinz stützt man die Jude« au» jedem Amte au» stder EhrenstelUmg «nszuschtieße,. vor Alle« ab bestrebt sich die durchweg» juvenstiirdliche Presst, den Jnd de» Erwerb zu beschränke» «ad zu beeinträchtigen. H birgt der Auttstmitismu» eine ungeheure sociale Gefahr sich und schon mache« sich dir Anzeichen einer gefährlich Krisis drohen» bemerkbar. Ist dm Negiernag tuwstchth^ oder ist sie de« verhätschelte« Polen gegenüber zu schwach^ Weuigsteu» hätte sie c» mit dem gesetzlichen schutzwa« Ernst uud es einer zukünftige» Generation möglich ma^ sollen, auch außerhalb Galizien» vrod erwerbe« zu köa» Entwickeln sich die unglückselige» herrschende« Berhäl in derselben Richtung weiter, dann wird in Europa der russischen sich auch ei« galizffche Judenfrage «uh geltend «cühev. Gott besser'» I Seit de« Erlaß dr» Gesetze» über die jüdische» Knltnsgeweinkea in Oqieneich stad die in Gesttze. vorgrseheuen drei Jahre bereit« verstrichen mtd' immer ist da» vom Ministerin« verheißen« Mustert nicht,erschiene». Große Gemeiaden wir Srryj, Drohot, Stancslau rc. habe« sich noch immer nicht coastitmrk.t wirthschaften in schönster Anarchie weiter, von einer.' sttznng der erledigten Nabbinate mit Rabbinern, welche Anforderung«» stae» Gesetze» enffprechea, ist gar keine Neoe-j die Jünglinge, welche mit erheblichen Stipendien der ~ ‘ berget Gemeinde im Auslände Theologie stndire», m wohl niemals in dir Heimoth zurückkehre«. Hier könnte ei« im cooservativstrn Geiste geleitete» Seminar i« Lau selbst Adhilst schaffe«. Da sollte die Negierung ei ־ wen« es chr um die geistige Hebung einer Million thanea Ernst wäre. Da» Euratom»« der Baro Stiftung will jetzt kür die von ihr gfftifteten Galizien einen ttändcgen Inspektor ernennen. Dei ei» tüchtiger Pädagoge, eiu schneidiger Beamter; 90c aber «in gestanungstüchtwer «ad in de« jüdischen t schäfte» wohlerfahrener Mann sein. Möge e« de« tonn« getiugen eiu geeignete» Werkzeug seiner edlen ' tioneu zu finde». Gär»o». Line au» de, hervorragendsten Mitglit zusammengesetzte Abordnung unsere» Gemeurderarhe» i veuhtr dem Bischos Jan. Lobo» da» Ehrenbürgerdiplo« > Stadt. Al» der Bqchof der Abordnung, in welcher ־' auch mehrere angesehene jüdische Bürger befauden. f Doaksgeskhl« äußert«, apostrophirte er die Letztere«; ihnen direct zuwcndend, folg«»dermaßen: »Ich daute iuSkstukrr kn Herr» «emebcherSitze» Jttkil Confctftai dafür, daß fi« für dt« LnheUung dtrjrr Sh« grsttmact,. für «tch s» kafcdarr Diptam «tt uncrrfrrtiat hak» uud zur 7 rrtchuuG kt mir rrschi«»«» sind. ES frrut muh, a» dtrsrr £tdkj Uch tetoiw» ua» nttfee» zu Uhnt», »atz ich für «tu tlatrT^“■־‘ jaMmrulrdru ml! |r) «crdüraeru masatsctzrr lauftsfion rt,«.rrcrn dt» uud Kd« »»,masiiüt g«grc» dtrfr »use« 0U*' Lmü-Sttud«, km ertzadruru «tbeM kt «Schürnttär »ttchiak» wrtzarmüet». Ich »«tü W»r«N«»rr Judens «»Hl. ktz fi«.b»7»in»tllg »chü, Wmmchx Z^tw