Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 20 (12.5.1893)
- Date
- 1893-05-12
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Eminenz ktr laMta «ahn einet halkhnnkertjährigtn» priestrrlichen Mrkent itet haken; e» ist in MeserAkreße bet»At, kaß Enrer E«in«q ker Hohepriester ke» alten Israel», ktr Hohepriester Aaron, k«t in misern heiligen Lrakitonen ast Friekeutpriefter strttekt, stet» in Ihrem heiligen Amte vorschwebt. Haben koch Ei». Emine« selbst in einer t» Jahr« 18»z vermißten Schrift. ,Israel, »in vorbilk der Airche", bewiesen, daß die Geschichte Israel». ihr« Erforschung nnk Lrgrstnknng, ^» Ihren nnsten Stadien gehilrt. Zn« Schloß sei e» mir gi.stattet. . ker Adresse zn er wähnen. Mr ktm großen Heatheter. (Jesajas L8,n> entnommen, lautet: «Unk leiten wird Dich beständig der Ewige nnk Dein« Seel« in ker «irrt sättigen nnk Deinen Leib triftige», nnd vn wirst sein, mit rin getränkter Garten nnk wie ein 0>1GerqneL, dessen Wasser nie versiegen." Da» walte Gott, Amen!" Sichtlich ergriff« erwiederte her Eardinol, daß n sich außerordentlich freue, urbeu de« viele« Ehrungen, die chm, wie er sich bescheiden auSdröckte, unverdienter Weise erwiesen werden, auch eine solche seitens der Israelit« zu erhalten; er denke aufrichtig für die Glückwünsche und werde gewiß im Zinn« der heilsten Schrift und Evangelien in versöhnlicher Milde seine- Amtes walten und niemals die Freiheit der religiösen lleberzeuaung Anderer antaslen, er hoffe, daß der gütige Sott u»S allen ein gnädiger Gott fein möge und wir alle dermaleinst der unsterbliche« Seligkeit theilhastig «erden mögen. — «ach dem offiziellen Empfang unterhielt sich Se. Eminenz noch in leutsäigster Weise «it der Deflation uad reichte jedem Mitglied derselben die Hand zum Abschied. Wir schließen unser« Bericht nnd knüpfen daran die Hoffnung, daß nunmehr auch die katholischen Blätter, die doch souft nichts übersehen, woran sie eine für das Judenihn« unfreundliche Bemerkung aaschließea künneu, die auch unlängst wegen de- Osterartikels de» .Kleinen Journals״, de, uns gar nichts anging, da» ganze Judeuthum wegen Bernnglimpfnng de» Ehrisstuthum» zur Recheuschast zogen, von Vieser Ehrung seiten» de» Judeuthum» gegenüber einem Holsen Kircheufürsten Notiz nehmen und auch in diesem Fälle einmal verallgemeinern Mächte», um so mehr, al» di« protestantische Geistlichkeit nud da» Presbyterium hiesiger Stadt sich gänzlich von der Eardiualseier strngehalten hat. Berichte «mfe <k»rresP*«de«Ae». D^NtschlUN». Maßdeßnrg. Jüngst hat Dr. Maybaum eine Predigt drucken lassen, 6k er am siebenten Tage de» PaffafesteS in ker neuen Synagoge gehalre, hat. Der Ertrag ist der jüd. Tanbstummenaustalt in Weißens« bestimmt; aber nicht nnr der Erlö» dient einer Wohlthat, die Predmt selbst ist eine Wohtthat imd vielleicht wird sie manche Herzen rrweckrv. .Fürchtet «nch nicht nnd sehet-die Hilst Gotte»!", ist der Text. Fürchtet euch nicht vor Menschen, sondern fürchtet Gott. Scharf tadelt er die GlaubenSlosigstit, spricht davon, daß di« Mesusa in den «eiste« Wohnnnge» sthle, daß, wo sie vorhanden sei, sie oft aus MißoersÄudmß 2sr dem Aberglauben diene. Mit Recht erinnert der PrrÄger daran, daß eme Minderheit, um sich zu behaupten» einen höheren Grad, von Sittlichkeit al» ihreUmsebuag bekunden müsse. Xitgg, Hammeln zur Abwehr hü« ein« sekundär« Be» stinr« Geneimladjorantru Willy Bambus goge, dstFriude Ach»'» zn Felde zieht.' ,Gott wird für euch streiten" d. h.. z» Felde ans nnsäe Zest bezogen, für dst jüdische Gemeinschaft, sie sich «rnfttuh bemüht um sittliche Läntrrnug, werde» schmeim deutschen Batexlaode edle Männer sich al» unsere An- ^-l nehmrr erhebe» uad wir dürfen ruhisti» um de» end» J gültigen Erfolg; der SotleSgeist wird, wen» er ander» »nstr- VZ Denken und Thun beseelt, schon dst Retter und Erlöser^ tr- Ä wecken, dst on» ohne unser Polter« helstu werde«. — 4 Dst Rede ist im edelste« Sinne «ine Zeitpredigt, dst nicht J hinabstrigt in den Lärm dr» Tage», sondern dst Tage»- M frage« zu den Höhen der Religion «mporhebt; nnr in der Einleitung fanden wir neben vielen treffenden Anspielungen einige, »st un» nicht ganz der Würde der Aanzel zu ratspreche» schiene«. Kannmrer, 8. Mai. (Or.^Lorr.) Welchen tiefen Emdruck dyc bekannte Artist! von 8. E, wem ne Jude» ihre Stimmen geben sollen, bei unstrn GtaubcnSgenoffen gemacht hat, da» man man schon jetzt, wenig« Tage nach der Anslösna^ erkennen- Bielsach begegnet man eine« Gedankengana, der völlig mit de» von 8. 8. übereiustimmt. Man begreift ietzt, daß «» ssth für uni Jude« in der Thal um ganz <moere Dinge handelt als um dst paar Mark Steuern «ehr, ׳ daß unsere gesetzliche «ad politische Gleichberechtigung ans dem Spiel steht. Man wird i« diesen Wochen hoffentlich allgemein «insthen, daß wir allen Grund Hab«, eine Regia», ruag zu unterstützen, welche bis sttzt jedenfalls kein Zeich« des MißwollenS gegen u»S Juden gegeb« hat. Allein diese» Blatt hat so wenig — wie für de» a ufme rjkt samen Leser jener vstlbesprocheoe und wenig jverstandwH^ Srttstl — dst Absicht, d« Juden polltische Direktiv« geben. Gäbe e» eine Wahlstatistik «ach Tonstssioaea, s^ i würde auch sicherlich der AoSgang zeigen, daß sich Inden in allen politischen Lagern befinde». Wir Juden haben al» solche bei den besorfteh«d« Wahlen an den Aandidaten nur «ine Frage zu steL.^: ,Wie «erden Sie sich Anträgen geg«aderfteven, »eiche die völlige Gleichberechtigung der Zw den schmälern solle» oder können? Für den, der nicht a«»schließlich ans dst .BolkSzeitung" oder da» .Berliner Tageblatt" schwäch ׳ sprechen ' wir kein Paradoxon au», daß mancher Jnde an» voller Ucberzeugung selbst coastryati» wählen würde; w«, sich nicht dies« Partei stst de» Dvolitage ausdrücklich büt der antisemitischen amalgamirt hätte. Sn» Zkercki» erhalten wir »»«?י« ll. d. Mt». vaG hochaagesthener Seite folgende Zuschrift: .Ew. Ehrwürden erlaube ich mir hierdunh ganz evgebrost mitzntheilen, daß der «rtikl der.J»r. Wochcnsrhr." überschriebe»: »Bon denRockschößm abzuschüttetn" hier oll» gemeine Befriedigung Hervorgerostn hat. Sr wurde — da ihn mehrere größere Zeitungen aodrnckt« — auch in christliche» streistn sehr sympathisch ausgenommen. Trotzdem hat dach »Berliner Tageblatt" wstder in de« Beiblatt zur letzt« Moataa»uu««er (Zeitgeist Nr. IS) ein« Artikel gÜNi; Herrn Pfarrer Kneipp gebracht uud den Inhalt defstw«" durch dst Brstskafstnuotiz der heutiaen Moegennummer »och überbotea. Ich erlaube «st beide Nummern beizusügen und bitte, doch gegen diest Kampstsweist Front zu mache«.; Mst liegt dst sstnographische Rstderschrist de» BortragA vor, welch« Herr Pfarrer K«eipp hier am 13. April in ttg Philharmonie geholten har. Ich entnehme demselben Sst gewiß mteresstrrnd« Sttlle: .Seht, ich kann sa-en, Wenn inir Me Menschdeft nicht st^ Herzen liegen «ürk« unk »Ml tt ltnter Lesker nnk S kvnMt ich mich kenn st pfafM, «st ich «itnnttr -ept thne et «rn mW kenst et ist «r «einen Mttkrnktr. , tbtt Mi. Ich kann nicht kafiit, »tnn «ir jtmank »Ul, -Nt