Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 18 (28.4.1893)
- Date
- 1893-04-28
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Magdeburg, L8. April 1898. XXIV. M, eine nilflrmeineZrUnng des Iudenlhnms. Do^evO'ch »rick»»im jt eine RmMmrr der rM»»ch,«schrts1-, W» .4י«1ח*י• Preis fl r ave West ylltlrr hrt aQr■ postLmttrm ». Vnchtza«d!-»-e» 2h4°»r)c ■irrtrljAhrl. Mt« ft . 1911 f » $*fr****4 »Lhritch 14 U'arf, m fr dein AflslflNde: l& Dlatf. Mt ,m Mst»fch»tN" »ü («ki« /llitf«r«(Mrki«tlH) koste» M der pflt: « Mfafrb «fr 9fg. Bier»>)»pr»ich. Me Ei«feß We. »oper Xl ff. t^eraustgegeben von Kabbincr ftr W. Hiahmer in Magdeburg. Pir Wahrheit ■echt «in» >- iedcu. |Nf«»at« fftr die ״) Orae l ilt (ch » IÜodM0|djfiff׳ »ie fstrdflfl״)stdtfche L(»reratu rdla r»" die VierpefpfliieMe petitzeil» oder deren S0V«, «fr «fG. stfld »■tweder durch die Aanoneen׳ Lspeotnoflea oder — falls man se!dst auf Saft*.» Anspruch macht — direct rinjusenden am : 91י gtytkHif« free .,)•rarltt. tzvache« schein״ in WaGfredneG. Sei Vlederboiungen Nada». I ttUru*€ Vrfiftti Die Juo«u und die deuische Srlmtnalsiarlsttt. 1. — Do« *idirabrb'«! de« Religion, v»ler,ich>«. I. Bon Brrntzaid I!raubend» r, -B«>»n. Berich»« »»» Correspondeteze«: Deutschland: Berlin. Magd,- , . buip. Wagd buia. Berlin. Leipzig. Dresden. Au« Westsalrn. I Beuih n L.-L. ÄuS Mecklenburg. Oeiierrelcki-Ungarn: Prag. Ungarn. Frankreich: Pari«. , B«««ischte «ab meaeste Nachrichte« r Magdeburg. vrUiu.! - Brln. Hamburg. Ar.« Liemderg.?,üroberg. Dessau. Allvno. > Lcip.ig. Frankfurt a. M. Diiiklütm. Stuttgart. Wien, stoli». > Per». Prag. «ari«. Ro׳.n. London. A>rtka. ‘ Imker«»». — Briestafte« >#־ «tuchdrnck »ha, »ollstiidlge QneUeaangadr unterlagt, *■fl Woche»- Irr» 1893. U״. fib53. Kalender. Freit-1 . . Lannadenb Sanntag . . Mentag . . Dienst,, . . Mittwoch. . Doonernag . Freit-, . . 98 99 30 I»! l 2 3 4 & >2 13 14 lft 16 17 18 19 Omar. 97. 8.4) אדרי קדוש*ם) f. 111.2s. lag be-Omer. 29. 30. 31. 32 :13. 34 Ale Anden «nd die deutsche Kriminatstatikik. 1. Sri! cimr Reihe von Jahren erscheint alljährlich im Berlage von Puttkammcr und Mühlbrrcht in Berlin eine Kriminalstatislik des deutschen Reiches, welche eine Prüfung dcS Anthcils der Jude» an der Kriminalität ermöglicht. Eine ol׳j,ktive, vorurthrilslosc Prüfung dieser Ergebnisse wird von jedem verständigen und gerechten Jude» dankbar begrüßt werde», vor Allem den Seelsorgern der jüdischen Gemeinden und ihren Vorständen willkommen sein, denn es ist ja Grund und Ziel jeder Seelsorge, auch der jüdiseten, durch religiöse E>z׳rhung und Ermihiiung allenthalben auf die Beseitigung sittlicher Schäden hinzuwirken. WvnschenSwerth wäre es, daß die Synagogriigemrinvrn "W Ansckosiung der Kliminalslaiislik für ihre lSrmcindebibliothekcn ibrteilen; ich holte dafür, daß man in allen, inSbesondere aber in größeren Orten, für die Anlegung von S y n a» go gen-Ge m e i n deb i bl io theken Sorge trage, und aus die Anschaffung solcher Werke Bedacht nehme, welche die rrgiliöje und sittliche Hebung und soriale Gleichbrrcchtigung der Juden betr>ffen. Ich behalte mir vor, auf diese Angelegenheit (mit Erlaubniß des Herrn Redakteurs) in einem späteren Artikel znrückzukommen, da ich der Meinung bin, daß diese Fragegerade in der Gegenwart von außerordentlicher Wichtigkeit ist. ((Wir werden gern die Spalten uns. Bl. den diesbezüglichen Anregungen d«S hochgesch. Herrn Mitarbeiters offen halten. Reo.) Die nachfolgenden Ausführungen wollen sich lediglich u,it einem Büchlein beschäftigen, dasich seine« Titel nach die Ausgabe stellt, die Kriminalität der Jud:n im deutschen Reiche zu prüfen") Jrd.r unbefangene Leser, auch ein solcher, der der Kenntniß der einschlägigen Gesetze ermangelt, wird alsbald die Uebcrzcugung gewinnen, daß die Giese'sche Arbeit nur als eine Parteischrift bezeichnet werden kann, die unter gesckicktcr Zuhilfenahme einiger statistischer Zahlen aus Grund einer vielfach nur oberflächlichen Betrachtung dem Antisemetismus neue Freunde zuführen will. Der Bcrsasser bemüht sich nicht einn:al, den Schein der Objektivität zu wahren. Die Einleitung beginnt mit dem Hinweise aus die Unterschiede des deutschen und jüdischen Volkscharakters und die Unterschiede dcs Rassencharakters. Der Gedanke, daß ««chdi, Juden-deutsch-StoatsbürgeBsind, liegt dem Verfasser vollständig fern, er theilr daium auch seine Zahlcnrubriken in die beiden Abtheilunge» .Deutsche" und .Juden." Den Anspruch, daß man seinen Ausführungen irgend welchen wisstnschastlichen Werth bcimcsse, wird'der Verfasser wohl selbst nicht erheben, sie zeigen ab.-r auch einen ganz außerordentlichen Mangel an Objektivität, d,e man ja bei > ati» stischen Betrachtungen am allerwenigsten vermissen möchte. Der Verfasser hat seine Tabellen aus Anregung seiner Freunde veröffentlicht. Man wird nicht fehlgchen, wenn man diese Freund« in den Kreisen der Leser der ,Staatsbürgerzritung" und des .Volk" sucht. Daß seine Arb.it diesen Kreisen genügen und auch eine kleine Freude bereiten wird, darf man ohne Weiteres zugcben, dem eigentlichen wahren Zwecke *) Die Juden unb dir deutsche fltimlna litfit von SB. flies«, Leipzig 1893. Verlag von flruuo«.