Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 14/15 (1.4.1893)
- Article
- Beilage zu Nᵒ 14-15.
- Date
- 1893-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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'״■*1 __ ,.״ st» INI« Linke« «ehre« Gärte» antziäkgt »erde,. Da» ist für knrze Heit eia sei» ersrrnkiche« Rrsu'tlt, welche« wir »atz nllei» der Energte »ad de« Eist r de« Generalz» danken habe«. .Ach würde über die Eolomeu aber »och ganz ander« haben beruhten fftmra, wenn Männer diese« Schlage« vom Anfänge an mit der Leitung der Geschäfte betraut worden iwärea. Ich bi» daher fest überzeugt, daß diese Lolonien Heute in gedeihlichste« . Fortschritt begriffen sind und sicher »rosperiren werden. Baron Hirsch mag daher mit voller Bestjetzigung und fester Zuversicht aas stin ISerk blicke» »ad sich de« seligen vewnßtstin« freue». Tausenden!einer Glauben«- ^w»offe«. die dankersüllten Herzen« in ihre Gexte eiofchließen. - «ü« neue und schön« Heimatb gegeben und ein große« und - »»sterbliche« Werk der Menschenliebe vollbracht zu habe». Da ich viel« Jahre i» diestm Lande gnvohut und «ich , fortwährend mit der Tolonilaüoa befaßt habe, nehme ich «ir zu« Schluff« »och die Freiheit fotgent« Bemerkungen, ' die ich auch dem Oberst Goldsmid «itgetheiüt habe, gusügen: hinzu- Ta« welche« nicht au« den Auaeu verloren , werden darf, muß sein, den jüdischen Loloni^en wirklich 'Liebe für da«Landleben und den Ackert« u eiazuflößea und ^ste für ihren Berus zu begeistern, damit sie nicht, wenn sie durch einige reiche Ernten sich ei» kleiie« Kapital erhaben, ihre» Aufenthalt in den Prärien verlaffen »ach de» Städte» ziehen, um sich dort dem Handel widmen. Eia« solche Handlung-weise würde vielleicht Signal zur Bersolgnng abgeben; und wenn diese auch .ang« nicht mit der Gra«sam«it auftreteu würde, wie die, IMche sie in Rußland zu erdulden hatten, so ist e« doch in :־dam Lande, wo jede« Ding schnell Feuer fängt, nicht voran«, ^׳zusogen. zu welche« Umfange eine solche sich steigern könnte. Ferner bin ich der Meinung, tat di« Weizen- und j^ Mai «׳Tultur nur so lange in erster Reil» stehen müßte, der Boden noch für andere und werthvollere Produkt« ' Eßtzorberritet ist. Die enorm« Aurdehnuna de« neueulüvirtea Lande«, welche« in allen Erdtheilen täglich!•er Weizencultur tzstnstbar gemacht wird, wird ganz gewiß für di« Zukunft mch ein weitere« Sinken der Preist zur Felge habe» und «A i« nicht zu ferner Zeit zweifelhaft erscheinen taffen, ob tzte ve׳zenprodllktion »um Zwecke de« Ausfuhr für die Lolouisten so viel abwerfen wird, u« ihnen außer für den eigene, Unterhalt auch noch die Mittel, sich ein schuldenfreie« Sigenthu« erwerben zu können, zu ,Lwähren. Man ׳ wird sich daher noth»e»dig auf die Uultur o »derer Produkte legen müssen. I« erster Reibe ist die Luliur de» Tabak« zu empsthleu, welche b« regelrechtem Betrieb ei reu ansehnlichen mit der Wein- und Maulbeerencultur. Da dstst aber erst nach 4 oder ö Jahr«, eine» Geninn so müßte i« Juli und August nächsten Jahre« mit Pflanzung uou Weinstöckeu und Maulleerbäume» schon nen werden. Um die Lultur d« Seidenraupe einzu mache», bedarf t» besonderer Einrichtungen und ich «ich an diestr Stelle aus eine weit«« Erörterung Gegenstände« nicht einlafie». Auch Bienenzucht in de» Gefilde» vo« Eutrr-Rio« mit Erfolg betriebe» Da ab« da« Zuckerrohr eine» ll rsatz für hat «au bi« heute »och «ine '״־׳י‘- “ ' Die Lolomstr» müsst» fern« zur Autdaner in d« «rmuthigt werde». Geflügel muß ebenso wie »tter. Honig etr. ei« wichchgr Ha»dch««M über fttr ^nig für diesen dm str«däre Hüffügnefle verfüge» könne», diihn» tz« Mittel zur Exist-sg bietet. Ich gedrnke auch di« ander« Lolonien z, tz-suche» »ntz über dieselben Ihnen Bericht »n erstatten. «. fc. Wollmann. Bericht» tmb EerrefP-wd^aze«. Pentschkurtz. JUtUnU (Baden), 27.März. S« ist nur ei ne Stimm« in der Gemeinde, die de« Bedauern« und der lBrhmot ob de« Scheiden« unsere« allverehrtea Rabbiner« Dr. Schwarz, der heute mit sciner Familie «ach Wienüberstedelt eine« Manne«, der alt Mensch und Seelsorger, alt Freund und Becather jedem Einzelnen in der Gemeinde nah« stand, bei dem kluger Rath, Teilnahme in Freud und Leid immer zu finden waren. Sein? hiesige 18jährige Wirksamkeit wac eite gesegnete von Anfang bizu Ende, und m allen seinen Lestrrbunaea fand er die geeignete Unterstützung in seiner durch Klugheit und Herzensgüte gleich ausgezeichneten Frau. Ich behaupte kühn,-«« strömten kaum je au« einem Rabbineryausr so viel Lichtstrahlen au», wie gerade au« diesem und selten wurden so viele Wohlthu-en im Stillen auSgeübt wie hier. Ein beredtes Zeugnis von der Liebe unv Anhänglichkeit, welche« sich mit Recht diese beiden edlen Menschen zu er« fteuen hatten, legte die Fülle von Aufmerksanlkeiien ab, di« noch bi« zuletzt au« der Mitte der ®cmciittx; von Jung und Alt, Groß und Klein, Hoch und Gering ihnen erwiest» wurden. Zahllo« sind die Zuschrifttn, die Geschenke, die tausend große» und kleinen Aufmerksamkeiten, die einlicfen. Selbst an einer poetischen Ansprache, die sich auf den Text der Abschied-Predigt bezog, fehlte e« nicht. Dir Gemeind« ehrte ihren Rabbiner noch durch mehrere kostbare Geschenke und durch ein Festbanquelt, da« äußerst glänzend verlief. Herr Rabbiner Dc. Schwarz aber wird gewiß mit auch wir bei ihm »nvergeffen sein. Arw»k,et«h. Hfari». Mit dem allergrößten Jntereff« ist die Hauptstädttsche Preffe der moralischen Hinrichtung de« Rertor« aller Deutschen, Herru Ahlwardt, gefolgt. Man hält dessen Niederlage für vollständig und glaubt, daß t«r Antisemiti»- mu« in Deutschland dadurch einen Todesstoß bekommen hat. Ehrensache aller J-raeliten Deutschland'« wnd and muß e« stin, Eugm Richter und Rickert bei den Wahlen ihreStiaune tu geben. Hätte» wir in unsere Kammer so strchtlost und beredte Annehmer. Drummont und More« lägen schon längst »u Boden. Wir hatten im deutsch-fränzösistsen Kriege Gelegenheit, nicht allein die Intelligent sonlrern auch den Patrioti««uS und die Opferfreudigst deutscher Israeliten ׳ ׳" ׳ י י י ״ 'י"'׳־‘{ so sehr der Berunalimpguüa pvei» geben kaiin. Ein Wort au« höherem Munde hätte seiner Zeit genügt, die ganze Bewegung im Keime zu ersticken, heute aber wird man dst Geister, die man herausbeschworen, kaum lo«. Neuest» «üb vermischte Nachieichte«. MuOvetz«»» Eelbft de« Pr. voeckel lft de« Ahllmrdti««»« z» tmU zewmdr«. Er Ufit durch de, .N«lch»h«rM»' »erkLnden, d»ß er nach der Bescht«ps״»g, dl« er Sffentlich mr Anstsnnlt«» «rfechre», fich v«« »niisenlttauhnm, »i, er heul« tu DeMfchlmit klarirr zurüet- WUt* heb«. ״(Hb« P>,rUt ofm« PaUtische» vchaifrlut, die («»«» U,s1ch»rtder aal Gchvel« «chlllust, b*6t Mim Zuku» s *.״ (Zmt׳*?} .d«»r>ß n «udfühnuht« Wh l,r »udsprach dw . Och»->ch «n(E fielt" Dt«, <«»»t,1l