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Israelitische Wochenschrift · 1893-03-03 · 10 (3.3.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
10 (3.3.1893)
Date
1893-03-03
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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Eewincrnru d» P t st 1M sich demnach <!str ihre natiaaake Arbeit eirqartchten fschen, da de«» ^lEaMdalen ja in Oesterreich-Ungarn «in zroßeü Feld dar " '1 haben. •dbtMX«. F. StackAat«, 15• Februar. (Or.^or.) Ja unsrer ^aatisemit Zeit, dürsten Mittheiluugen über Aurzeichannaen, di« unsern Glauben«genoffen zu Theil Werder, besondere- Ja» ilerrssr auch in weiteren Kreisen erregen. Anläßlich de- Se-! bari-tage- Sr. Maj. de- Königvon Schweden wurde Herr iTantor Rosenberger in seiner Eigenschalt al- Lehrer an ^drr Kriegsakademie durch besondere Einladung de- Oberhof» morschallomtS zum Hofballe und Souper in'» K-nigi. Schloß »loden. Es dürste nickt viele Tantoren sieben. denen di« Ihre wiedersährt, hoffähig zu sein. — Hen flt arbeitet de» eitseit längerer Zeit im Aufträge der Künigl. Buchdruckerei saa einem deutsch-schwrd. Lexikon. Vermischte mrd nerrefte Naehrichte«. M0O*«b»e«. Di« neuest« Rr. de» Petersburger .Hameliz' bringt dt» Erklärung der Rabbiner Dentschland• i« bebr. und russischer . Ueberfttzung; da« «teil fordert die Rabbiner und jüd. Gelehrten Ruß» -laut« zu einer ähnlichen Kundgebung ans, von der d sich für die «russische, Juden einen günstig«, Erfolg verspricht. DaffeideLlait bring» dem verstorbenen S. Sin mel einen warmen '־■ Rachrns, worin besonder» sei»e Thättgkett für die inff. Jude» gerühmt und hervorgehobea wird, daß er nicht uur selbst!in begeisterter Sn- ' der »attonal-jüdUchrn Bewegung, sonder» auch «in eifriger er« und Berbreiter dieser Idee» in Deuts hlaud gewesen sei. üesrr Idee entsprang auch di« durch iha oerunlaßte Eiaführung er non jedem Mitglied« de« Bnei Bers«-Ordeu« ,!• leisteudeu 8träte Pallslina.) denkt». Die van de» Erben do« verstorbenen Banker« d. Bleich- ׳ de« Oberbürgermeister Zelle zur Bersügnna g< stellten 100 000 M. irrselb« der Armen-Direkt loa überwiese». Ans Beschluß derselben! nun dat Kapital zl»«bar angelegt werden und dana di« Zinst» 1 lausenden Unterstützungen der verschämte» Armen Berwrndnng finden. K-Jt WtM«, 84. Febr. .Der Vorstand der Ar-maer ItraeMen- Wmneind« präsenttrte soebe»' — dies« wichtlge Kachricht wird dem «rl.Tagedl." von hier telegraphlrt—etwa dr» Gewrhr vor dem »eral ». walderst«? «ei», sonder» »der Vorst md präsenttrte drei ' AnbÜinatscandidaira für die Oberrabbivermahl", >!»d «na folge» die •kamen »er drei Glücklichen! — Sir wiffe» nicht »er hier taktloser r■ gehandelt, der hiej. Einsender de« Telegramme«, o>er da» .v. Xgbl.' »eiche« dies« «eiierschütternde Kunde an di« Spitz« der telegrqvhischen '-Depeschen stellt«. (Solche reklamenhafwLaktlofigkeiwtt Einzelner kommen MUktt ans da» Eonto «ns«,er Aesammttzeit.) >' viel wichtiger und mit der obigen elektristnn Draht-Meldung ^Vielleicht im Zasammenhaug stehend ist di« weite,« Ritthetlung, daß ^tnder Lltooaer Synagoge elektrisch« Beleuchtung ,!»geführt ist. Am wichtigste» ist dt« dritte Mittheilnng, biß die .hochdeutsche!iiteogemeinde i« kommend:» Jahr» di« Wiiude der Synagoge ־_ mit carakische» Marmor -uslegev tafle, wird, wa» einen Aostenauswand erfordert.» MSge e« de« neu zu erwählende» Obrrrabbiner gelingen, di« — «tnde «tt feine» Breistgten za «iectrtfire», zu erleuchten und trotz Her Maristorwänd« auch ^u erwärme». GwthO» d4. Febr. Di« Leiche de« Kommerj.ienrathe« venary '««Erfurt, de« Ehest der toellberühmten Samen- und Pflaazenhaud- .UAL wurde gestern Rmhmittag hier durch Feuer reslattet Da sanwhl sMt Erfurter al« der hiesige itraelilisch« Religion« lehret sich bezüglich kitwirknng an der Bestattungtfeler ablehi ead verhielte». be» Eupertntendear Mützer dt« geistlichen Kanttt-oen. Di, ״Staat«, kit." srägt: Seit wann lasse» sich christlicheiäeiftliche «»«Lückenür Judenrabbiner gebrauchen? iOEerove» Ostpr. (Or^CorJ Am 14. Februar selersn dt« L. ^«kiffcheu Eheleute hier, umgebeu von allen lhr!» Kindern, Enkel», ׳.sühnen und Schwiegertöchter», Verwand«,» und Freunden in ahl die goldene Hochzeit. Bo« Kaiser «hielte« sie dt« Ehe- »Medaille bpglettei von et«« huldvollen kchreibe». Dieselbe im Anstrag« de« Königliche» RrgierunglprS identen zu König»- »o« unsere« Piediger Herrn Sturmann dem Jubelpaare überbei welcher Gelegmrheit er «ln« rech» Paffente. finntgeAüsproch« t aufgestellte« Ttmnhimmrl) an dasselbe hie t. Herr L. Ltp»kt seine Eattin, di« durch Lügend und wahre firümmigteit hervor- ' «werde» von ihren Kinder» z» diesem Tttge mit eine« sehr über»«» schön «arbeitete« Lla? kockmod »nd «ine« kostiznihrem.SaüwDstoe»' beschenkt. DerHerr Bürgert dte chkarSvüasche der Stodt mch I« Vo^chmd dielder vH—>^».e überreichend, Mn MMÜilslichP ,liebebi« auua• #'/» Ahr »«1«■am. A. St* 85. Febr. Der Verein znr v«A»i»»ng ilraettti scher Kanbe, hielt gestern seine 88. ordentlich« kieneinlversammlnng. Da« Andenken de» Stifter« de« Verein«, Her,« L,mnil Ttrantz, irr i» September ».I. starb, würbe durch Erhebe» von den . Sitze« geehrt. Di« Zahl der Mitglieder ist von 608 aus IO0 zurück- «gange». Di« Geschenk, betrage» Mt. 8801, außerdem Hut Krriftan Louise v. Rvchschllb zu« Aadenkr» a» ihr« verstorben« Locht»׳« M. 8000 geschenkt, die dem Kapitalsond zu geschrieben worden. Gekleidet wurde»' 9» «nabe» »nd hierfür Mk. Ms. ,ür Schuhzeua Akk. 878? 9km•. gabt. Di» Mitgliederbeiträgr beliefe» sich aus Mk. S488, der gintzertrag ans Mi. lvlv. Da« vermögen de« Berel«» beträgt etwa «k. »8,000. GSnichSpar-U»Jasdr^Mv. Rach dem dritten Jahre«berichte über dies« i»r. K-.nderhrilstäN« ist dieselbe auch im Jahre 1888 für viele Kinder ei« Quea de« Segen« geworden. Die laufendnr G» schäfte besorgten i» verfloflen«, Berwa!tnng«Iahre di« Herren Robbiner Dr. Münz, vankdirektor FraenN, Lout» Lichtenberg in Gleiwitz und Dr. Kaksnntel. Jnsgesammt beherbergt« di« Anstalt während der zurück- -- - «« ־•“ ' ' -■*—־ ' ' ־ in AlterOstvstn von 6—16 Jahre», von diesen SS Pflezliugeu «o» uofle» 81 unenigeltllche Berpstegung. «ährend 84 gegen jahlut« ir Hälft« und 18 gegen Entiichtnng eine« aanihernd di« Selbstkosten deckenden Satze« Aufuahme fanden. Die Kurzeit der Pflegling« betrug in der Regel - Sachen; bei «tnzelnrn wurde sie jedoch bi« auf 8 Sachen »««gedehnt. Die Zahl sämmtlicher verpflegung«tage belies sich «nf 8115. Einnahme und Ausgabe balancirlen mit 10486,71 Mk. B»V«tz«sk, I.Febr. Au« B«4»Küldvar wird folgende FamUten- Tragödie gemeldet: Der dortige jüdisch« Branntweimchänker Adolph Groß hat eine schön». lIMrige Tochter, in welche sich der Poiizet» Postenführre Emeitch Koözttt^ verliebte. Er hielt bei den Elter» «« die Hand de» Mädchen« an, dieselben wollte» ihm jedoch ul« Christen ihr« Tochter nicht geben. Al»"gestern abend« Groß sich im Tempel befand, en'.sührte Kotztic« da» Mädchen. Zu Haus, angelaagt, ahnt« der Vater nick»t« Gute« und fand bald da« versteck der bilden Liedenden. In seiner Verzweiflung brach er Me Thür ein und Utt wetnend, ihm sein« Tochter «iederzugeben. Ko»zlic« zog seinen Säbel und stieg ihn dem »»glücklichen 8a»rr so heftig In die Brust, daß derselbe Mul» überströmi zusammeufiürztt. Lo«zlie« wurde von der Gendarmerie verhaftet. Pari«. Zum zweite» Vorbeter 1» der Synagoge rn» lta la Viotoir« mürbe Lee Borbeter Ha y man 1, an« Raney gewählt; tüchtig« deutsche Lautoren köunten demnach!» Rauch kandidtre». GarlO. Herr LieutenaM P i« r r a L « v y - B l» g von der französisch« Marin« hat da» Commaudo über «in zurBertheidigungvonEherbonrg daselbst vor Ankor liegende« Torpedoboot erhalte». Pnvl•. Die Akademie der schöne» Künste hat den Prri» Rossini für «usilakischeCompositio» vonS000Frc». auHeinrichHtrschmann, eine» 31 jährigen Israeliten, beschlossen. Gart«. In Verbindung mit oem Rabbinersemtnar« wurde eine Prävarandenschale errichtet, um der theologischen Laufbahn immer neu» Schüler zuzuführen. Der Unterricht besteht ln den elasstsche» Sprachen »nd in den theologtsche« Lehrfächern. — Der au» üm Seminar emlaffene Candidat Br u «tt wurde zu«. Rabbiner I« Avignon, SdcheS zu« Rabbiner in St Etienne. der be» kannte Rabbine- Ltora in Büne (Algier/ zum Rabbiner in Mädäah ernannt. Pari«. Die Soeibtä cko» Stack«« joivao hielt am 88. Januar ihre Jahredv-rsammiung ab. Herr Th. Reioach gedachte der »erporbeneu Männer, welche'di« Zierden der Geiellschast waren. I» erster Reihe oe« unvergeßlichen Isidor L o e b, dana Lehman'«»Erlanarrü .Man wirft ua« so viele Fehler vor, wie Prunk- und Gewinnsucht, — («jt Reinach, ist nicht da» Leben dieftr beschetdeuru und selbstlos«»^ Menschen der beredteste Protest gegen derattig« Anklagen." Auch der aichrjüdischen verstorbenen Förderer gedachte der Redner, wie de« ttaft• lerö ttlauMu» Popelin, Gutllaum« Gnizot'« n- Lrneft RS» an'«. V0tta»ö»««g, 84. Februar. De« .RegierungSbotea" zusolge hat der Minister des Innern bet den ihm uuterftellien Behörde,, di« denjenigenRechttbeschrLakungen unterliegt, welch« hinsichtttch der twrttzw Jude» festgesetzt find. Peter• »n eg. Da« Komitee de» Baron Hirsch zur Erleichtern »g der AtGwanderung russischer Jude» «ach Argentinien hat endlich im erst« Abtheikvng, welche tm Frühling d. I. Rußland verlasst» ■feto «,«gewählt. Dirf« besteht an» S Gruppen von je 60 FamUten. D< Komitee ho.r Vertreter nach Pari« geschickt, um mit Baron Hirsch d!« Arrangement« zur Besördenurg dieser llolonisteu zu treffen. Me*»-P»«k. Di« Berwalmna de« Mount Sinai äofpital• h<» in ihr.c Sitzung vom 8. Januar di« Direktion «rmächtPt et» neue• senerseste» Gebäude znr «nfnahme von 860—400 Patirntt» zu «« richten. Dir AnHsüPung dies«• Plane» wird eine» «ostenanswan» van 760,000 bi» 1.000,650 Dollart nüthi.

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