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Israelitische Wochenschrift · 1893-03-03 · 10 (3.3.1893) · p. [Seite]

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Journal
Israelitische Wochenschrift
Volume
24 (1893)
Issue
10 (3.3.1893)
Date
1893-03-03
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Natürlich sind diejenigen nicht besriedigt worden, die absolut nicht besiiediP sein wollen; o harmlos sind die Unterzeichner der.Erklärung nicht, um zu glauben, daß Stärker, Shlwardt, Bachler, Fritsch, und wie alle di« i Herren heißen vor dirseni Worte jüdischer Theologen sich ~ vengen werden; nicht um dieser Leute rnllrn, sind die Nab« k. biaer au die Oeffentlichkeit getreten; alter die Behörden ' ״Ittn erfahren, was das Judeachum vrn seinen Bekenner« Berkehr mit den Andersgläubigen fordert; da« ganze deutsche Bolk sollte Aenntniß erhalten von den Grund- Sdanken der jüdischen Sittealehre; nicht für die kleine Schaar r Häuptlinge im Lampst gegen unser gutes Recht und gegen unsere Ehre, nicht für diejeuiacn, die ihr Ohr ge- .woltsam gegen jede Belehrung verschließe», ist die Erklärung abgesaßt worden; sondern für die Tanseade deutscher Staat»- ' beamten, für di« Millionen deutscher EAaatSbürger, die ei» ,Recht habe» un» zu fragen: was lehrt eure Rüigioa über die Pflichten de» Bürger», ist e» wahr daß ihr in Handel jurt» Wandel einen Unterschied macht zwischen Juden und Richtjnden? Für diese große Schaar der Unlt.sangenen redet dies« ErKärung deutlich genug; aber wir sird darum der Pflicht nicht Überhobe«, auch unfern extremen und übelwollenden L-Oegueru Rede zu stehen, da, wo sie da» Gebiet über ^Hichunpfcrei verlassen und sich aus de». Boden Wissenschaft- Erwägung stellen. Wir lesen j» der Abendausgabe j" vom letzten Donnerstag eine im Schulchaa «euch auf Ehrist«» da» richtig? unh wenn e« richtig iß, fi wie ist das mit der Erklärung der Rabbiner vereimiar, die ja dahingeht, daß Akum nur ״Anbeter von Sterne» und lanrten* sind? Run nehmen wir e i ne Stelle heraus, in der ualeu g. bar Akum auf Ehristen zu beziehen ist und prüfe!! wir sie nicht auf das Wort alle!», sondern auch aus den I jtha lt. Eap. J ,6 des von Joseph Karo edirten und vo« Mose Jsstrles mit Anmerkungen versehene» Werke», über deffen Bedeutung wir äuf den ״Entwurf* in Nr. 4 d. Bl. verweisen, lehtt, daß ein Israelit, nachdeni er jeden Morgen im Gotteshaus gebetet und im Lehrhaus in der Tora studirt habe, seinen praktischen Brrussgcschäften sich widolen solle, denn es sei nicht gut. daß sich Jemand ausschließlichtaL Studien widme; und im Handel und Wandel solle er tw»!> und redlich sein, er solle sich davor hüten den Namen Gaite» unnütz auSzusprechen, er solle auch keine dauernde geschäftliche Berbindung so zu sagen kein« Eompagnie mit Heiden «ingehen, denn dadurch könnte es kommen, daß ein Jude einen Heiden veranlaßt, bei seinen Götzen zu scwvürea, und im» wäre ein Verstoß gegen das Gebot: dem Blinden sollst du keine« Stein in de» Weg legen. Soweit Joseph Karo, der für ,Heide* da» Wort »Akui»* anwendet. Nun kommt der Zusatz Mose'« Jsserle», der sch zweifellos auf Ehristen bezieht und allerdings da« Wort Akum enthält. Der Mann lehrt ,mit Akum in dreien׳ Zeiten (d. h. in denen de» Jsserle») darf man ein pagniegeschäft einPhen. denn die Akum in diest» schwören nicht be, Götzenvielmrhr beim Schwur Ginn auf den Schöpfer von Himmel und Erde aerrchtzt: (Vgl. Magen Abraham, Machaz,« haschekel zu dem-für. >8.) Wer sieht nicht; daß hier, Mose Jsserle» an» estm« gewiffrn stilistischen Ungeschick das Wort ׳Afam braut he? Was er sagen will, ist: der Satz des Joseph Rar»,!der sich auf Heiden bmieht, hat auf Ehristen keine jln• Wendung, und weil JosvH Karo oa» Wort ,Ataq.' braucht, nimmt er ha» Wort aus, aber indem er hiaznsttzt: ,in ־**י1׳ Leit*, ändert er völlig de» Sin». Also rein

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