Israelitische Wochenschrift
- Journal
- Israelitische Wochenschrift
- Volume
- 24 (1893)
- Issue
- 5 (27.1.1893)
- Date
- 1893-01-27
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Pftfllftmv*. 27. 1868. XXIV.?Mg. eine allgemeine Zeitung des Indenthums. wtchratltch arichalat i» -L»«ch»«?ch»<>«-.! finit f 8t aOt kaalMitta* a. •wMaklaa«» dxai » ID kU.cl.t tim nmaa-ar &«r , . t« nl.atll•«• tttaaaTaaklatte». nrM •Iba paMmlmi 24jaa)c •fcrtrijtltci. WnlHmt 1 |«lst»ch ,4 M«». - Aaslaad,: |S Mar». «.!».<1a)Hrir mb ״faattliaaMaH« (•!(•«,4 HlrratatH.lt") kostet bat Wt ßerJut^tgcben von Rabbiner Dr. M. Aahmer in Magdeburg. Kür «»tzrheit «echt und Friede«. fif bk .,I» ra» r ttl fche Vocheafchriftwie f»r da» ..)»bische Lttt»rata»dIar»E dt« vteraelpäl»»« prtttzeU« oder der», Saum 95 MsS» stad »mt»ed«e durch dt» Minff« Lspedttto«« ober — fall» man f«(M auf La daN Anspruch macht — direct »i«zuf»»d», a» : Mt« GsP edM»« d»» ^I«»n«Ut. } r+rtft“ ft« Wa»d«^«r, Vei Vtederhatu»-», Sadatt. > » » «1 t! O«MtnH (trtifel 1 Zu Kaiser'« Beburtätag. — Schustjuden oder Staattbürger. — «eh« «uch l — Briefe au« Galizien. lll — Bericht« «»» «*rresst»»»««»e«r Deutschland: Magdeburg. Magdeburg. Berlin. Berlin. Berlin. Etargard. Braunschweig. Beuthen. Karlsruhe. Au« Wü«temberg. Schweig: Sirnach. Frankreich: Part«. - Palästina: Jerusalem. DchMstifchte »»» «eneste Macheichte«: Berlin. Berlin. Genihin. . Lanten. Wetlburg. ^Stargard. «mden. Mannheim^Lemberg. Pest. ii Pari«. Alme«. Monaster. Ta« Fra»ei«e». Malta. Nachdruck ahne vollftiudigc Quelle»»»,ab» untres»,«. Wochen» Jmiv. 1893. M'irtl. 6653. Aatender. j Kreit«, . . . 27 10 Kalter’• GebaiUtar Sennadenv. . 28 11 1»! (5,21) בשלח. stfcira Zannla« . . . 29 12 «ant», . . . 30 13 Dienst«,. . . 31 14 Mittwach. . . Fbr. 1 15 ChanUeho Omr.' D«n»erst«, . . 2 16 Freitag . . . 3 17 Zu Aaiser's Krönristaff. Die wenn an einem kalten, trüben, wolkenschweren j, Diniertagplötzlich die Sonne durchbricht, das Gewölk jct* «itzt, die schneebedeckt« Flur mit chrem Strahl erhellt und?י die Hoffnung stärkt auf den kommenden Frühling, so wirkt » der nationale Festtag, den wir heute begehen, der Geburtstag ^unseres Raisers, «in Sonnenstrahl in düsterer Zeit. Die Liebe zum Rönigshause der hohenzollern, die schon in jnngen Jahren in jedes Preußenherz gepflanzt wird, wird mächtig gefördert, wenn wir um uns blicken in dieser Welt des Streites, wenn wir erkennen, wie die» Rönigthum der feste '»«rfchütterliche Fel» ist im Stürmen und Wogen der Zeit. . <£* ist, als seien alle bösen Mächte losgelaffen über es«» Zeitalter, so gewaltig tobt und gährt es in allen Landen. Jj 9k Nationen stehen widereinander in unversöhnlicher Feind» p schaff; nicht die Lieb« zum Frieden, sondern die bange Furcht י hält das Schwert vorläufig noch in der Scheid«. Wie gern zollen wir dem Dichter Betsall, der uns zupfeift: ״Was ist unschuldig, heilig, menschlich gut, wem! es * der Trieb nicht ist für's Vaterland*; und den roch, selbst dieser Trieb für's Vaterland kann schuldig, kann anheilig und unmenschlich werden, wenn wir nur an da» Vaterland denken nnd darüber Menschheit und Menschlichkeit vergessen. Das aber ist die S'immung, die viele Millionen der Bewohner diese» Erdtheilr beherrscht und wir dürfen es zum Ruhme unseres Laisers sagen: Der deutsch« Raisrr ist der mächtige ׳ Bürge des Friedens in Europa. Zn den religiösen Bekenntniffen ist so vieles Allen Gemeinsame, besonders der Ruf zur Nächstenliebe, der auch aus jedem menschlichen Kerzen mächtig enipordringt. Wie schön offenbart sich der Adel der Menschenseele, wenn der Nächste in Gefahr geräth; wer fragt da nach dem Bekenntniß de» Gefährten? Genug, ein Mensch schwebt in Gefahr, das» genügt für jeden Wackern, daß er seine Artist« regt um zu helfen. Aber w׳e oft nähren di« Diener der Religion, die dazu berufen sind, die Lieb« zu pflanzen und zu pflegen, den haß, und jüngst hat ein Geistlicher mit sehr deutlicher unfreundlicher Beziehung auf uns Juden der studirenden Jugend unseres Landes die Worte zugerufen: Der nicht so recht energisch und von Herzen hassen könne, der könne auch nicht lieben. Unser Raffer aber ist ein Bollwerk de» religiösen Frieden»; man hat es off versucht ihn zu berede»., daß er auch als Raffer ein bestimmtes religiöses Bekenntniß vertrel«; indeß, ob er auch treu die religiösen Ueberlieferungen seine» Hauses ehrt, so offenbart sich doch in seiner Regienmg das Streben ein Raffer und Führer aller Deutschen zu sein. Und wie sehr wird unsere Zeit beherrscht von dem Gegensatz zwffchen Reich und Arm. Niemals find so ungeheure vennögen angesammell worden als in diesm Zeiten, andrerseits find die Massen zum Bewußffein ihres Elends gekommen; die Fortschritte, welche wir in unfern Tagen dem erfinderischen Menschengeist verdanken, haben zum Theil die Noth noch gesteigert; wir schauen besorgt in di«: Zukunft, ob nicht im mörderffchen Rlaffenkampfe alle Lultur zu Grunde gehe. Da hat unser Raffer ein Banner aufgerichtet, zu dem wir vertrauend emporblicken; sein mächtiger Arni will die Dürftigen schützen und die Verführer und Aufrührer strafen. Darum rufen wir im frohen Bewußffein, daß unser Raiser sein hohes Amt so groß und edel verwaltet, dankend